UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 78 → Review-├ťberblick → Rundling-Review-├ťberblick → INGLORIOUS (GB) – ┬╗Ride To Nowhere┬ź-Review last update: 03.03.2021, 17:27:07  

last Index next

INGLORIOUS (GB) – Ride To Nowhere

FRONTIERS RECORDS/SOULFOOD

Beim ber├╝hmt-ber├╝chtigten dritten Album ist diese Band inzwischen angelangt und schenkt man den bisherigen Pressestimmen in der britischen Heimat Glauben, sollte INGLORIOUS mit ┬╗Ride To Nowhere┬ź der gro├če Wurf, sprich der Durchbruch auf internationaler Ebene, locker gelingen. Allerdings scheint die auf dem Cover abgebildete Hochschaubahn in gewisser Weise das vorweggenommene Sinnbild f├╝r die aktuelle Bandsituation zu sein. Allen Vorschu├člorbeeren zum Trotz wurde n├Ąmlich kurz vor der Ver├Âffentlichung der Scheibe bekanntgegeben, da├č sich sowohl die beiden Gitarristen Andreas Z. Eriksson und Andrew Lowe als auch Bassist Colin Parkinson aus der Band verabschiedet haben.

Das bedeutet auf der einen Seite, da├č nun jene Kritiker, die INGLORIOUS von Beginn an blo├č f├╝r ein Soloprojekt von S├Ąnger Nathan James gehalten haben, erneut N├Ąhrboden f├╝r ihre Theorien gefunden haben, anderseits aber auch, da├č der Status Quo des Unternehmens anhand von ┬╗Ride To Nowhwere┬ź nicht ganz so einfach zu beschreiben ist.

Egal, an der Tatsache, da├č den f├╝nf Herren mit dem dritten Dreher unter dem Banner INGLORIOUS ein feines Teil gegl├╝ckt ist, ├Ąndert die fortan ver├Ąnderte Band-Konstellation n├Ąmlich nichts. Nachvollziehbar erscheint zudem der Umstand, da├č die abtr├╝nnig gewordenen Saitenfraktion in keiner Weise die Musik an sich, und erst recht nicht die neuen Songs als Grund f├╝r ihr Ausscheiden angibt.

Wie auch? Das Quintett hat eine formidable Melange aus klassisch britischem Hard Rock, einer amtlichen Portion Groove und jeder Menge Hooks auf diesem Album verewigt. Zwar klingt ein Gro├čteil der Songs in der Tat auf die ausdrucksstarke Stimme von Nathan zugeschnitten und auch der Mix von Kevin Shirely r├╝ckt den Frontmann ins Rampenlicht, der S├Ąnger allein h├Ątte ein solches Album aber wohl kaum zustandegebracht.

Schlie├člich sind es auch die markanten Riffs und Gitarrenmelodien, die etwa den fulminanten Opener ÔÇ║Where Are You Now?ÔÇ╣ oder das an fr├╝he THUNDER erinnernde, erdig-bluesrockende ÔÇ║Freak ShowÔÇ╣ nachhaltig pr├Ągen. Und auch die emotionsgeladenen Tracks wie das tiefenentspannte ÔÇ║Never AloneÔÇ╣ oder das ergreifende ÔÇ║I Don't Know YouÔÇ╣ w├Ąren ohne den Beitrag der "Deserteure" wohl niemals auf derma├čen intensive Weise umzusetzen gewesen.

Als Fazit bleibt demnach festzuhalten, da├č die Momentaufnahme ┬╗Ride To Nowhere┬ź (hoffentlich kein Sinnbild f├╝r die weitere Bandexistenz...) nachhaltig unter Beweist stellt, da├č INGLORIOUS in der darauf vereinten Konstellation durchaus den Durchbruch schaffen h├Ątte k├Ânnen, denn mit Ausnahme des ganz gro├čen Hits, ist alles vorhanden.

Was die Zukunft f├╝r das Unternehmen bringen wird, bleibt aber jedoch erst einmal abzuwarten...

http://www.inglorious.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
INGLORIOUS (GB) im ├ťberblick:
INGLORIOUS (GB) – II (Rundling)
INGLORIOUS (GB) – Inglorious (Rundling)
INGLORIOUS (GB) – Ride To Nowhere (Rundling)
INGLORIOUS (GB) – ONLINE EMPIRE 86-Interview
INGLORIOUS (GB) – News vom 25.10.2018
INGLORIOUS (GB) – News vom 21.12.2018
┬ę 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Where am I? What is this place? A few details about the history of the magazine you just stranded in:
Button: here