UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
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”UNDERGROUND EMPIRE 1”-Datasheet

Contents:  VANDEN PLAS-Interview

Date:  1988/'89 (created), 07.01.2000 (revisited), 09.10.2010 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 1

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several later issues still available; find details here!

Comment:

Ja - es sind die gleichen VANDEN PLAS: jene, die heute Progerfolge am laufenden Band feiern. Als UNDERGROUND EMPIRE 1 in die G├Ąnge kam, widmeten sich die Edel-Boliden noch ganz anderen Kl├Ąngen. Und das war noch nicht der Anfang... Eines Tages sollte man mal die ganze Geschichte erz├Ąhlen...

Vorab begn├╝gen wir uns mit einigen Photos, die wenige Monate nach den Interview entstanden und bereits den damals neu eingestiegenen Keyboarder G.K. Verneaux zeigen (den wir heute alle unter dem Namen G├╝nter Werno kennen.)

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

VANDEN PLAS-Logo

VANDEN PLAS-Headline

VANDEN PLAS-Bandphoto 1

Ich wollte eigentlich schon immer mal etwas ├╝ber meine absolute Lieb┬şlings┬şkommerz┬şband loswerden. Leider fehlte mir dazu immer die M├Âglichkeit. Durch UNDERGROUND EMPIRE sind die Voraussetzungen allerdings optimal ge­wor­den, so da├č meinem Vorhaben nichts mehr im Weg steht. Wer jetzt bei dem Ausdruck "Kommerz" gleich zur├╝ckgezuckt ist, den kann ich beruhigen, denn VANDEN PLAS haben absolut nichts mit dem ├Âden, eint├Ânigen Kommerz anderer Bands - you know what I mean - zu tun. Die St├╝cke von VANDEN PLAS sind exzellent und originell. Eine super Stimme, geile Gitarrenpassagen, passende Keyboarduntermalung und ein abwechslungsreiches Rhythmusspiel lassen VANDEN PLAS zur besten Band aus dem Bereich des melodischen Heavy Rocks - eine passendere Umschreibung f├╝r den Stil der Gruppe - werden. Wer glaubt, da├č kommerzielle Bands von Breaks soviel Ahnung h├Ątten, wie K├╝he vom Eierlegen, der h├Âre sich bitte VANDEN PLAS an, wer meint, kommerzielle Musik w├Ąre immer langweilig, der m├Âge sich bitte VANDEN PLAS zu Gem├╝te f├╝hren, wer denkt, melodisch-kommerzielle Bands w├Ąren grunds├Ątzlich zugleich lasch und schnulzig, der ziehe sich bitte VANDEN PLAS rein, wer ├╝berzeugt ist, da├č eine Band der kommerzielleren Richtung zwangsl├Ąufig ein Clone ihrer Vorbilder sein mu├č, der leihe bitte VANDEN PLAS sein Ohr. Da VANDEN PLAS nun einen Plattenvertrag haben, werdet Ihr in B├Ąlde zur Gen├╝ge dazu Gelegenheit haben.
Um Euch die Band vorab vorzustellen, vereinbarte ich mit ihnen ein Interview, zu dem sich die ganze Familie versammelte. Dies w├Ąren im einzelnen Andreas Kuntz (v), Stephan Lill (g), Andreas Lill (d), Holger M├╝nz (b), Ulli Knapp (k), Soundmixer und Ex-Gitarrist Marcus B├Ąumler und schlie├člich noch Manager Axel Steeren. Da auch noch jeder seinen Teil zum Gelingen des Interviews beitragen wollte, folgt nun ein sehr ausf├╝hrliches Interview.

VANDEN PLAS-Einzelshot: Andy Kuntz

Ihr befindet Euch momentan in der Vorproduktion zur ersten LP. Erz├Ąhlt bitte etwas dar├╝ber!

Holger: Ja, richtig, wir machen zur Zeit die Vorproduktion hier in unserem Proberaum. Die Titel f├╝r die LP stehen so weit fest. Sie repr├Ąsentieren ein sehr gemischtes Spektrum von VANDEN PLAS St├╝cken. Wir wollen bei der Vorproduktion die Lieder verfeinern. Die LP wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch vor Dezember diesen Jahres europaweit bei JANUS MUSIC erscheinen.

Ich vermute, da├č aus der LP eine Single ausgekoppelt wird!

Axel: Eine Single wird es nicht geben, sondern von der Favorite-Nummer wird kurze Zeit nach Ver├Âffentlichung der LP eine Maxi erscheinen. Momentan ist hierf├╝r die Nummer ÔÇ║Do You KnowÔÇ╣ favorisiert. Wir werden uns dabei aber nach dem Publikumsgeschmack richten.

Inwiefern hat die Plattenfirma ein Mitbestimmungsrecht an der Platte?

Holger: Ich finde, da├č es optimal ist, wenn man sich zusammen an einen Tisch setzt, jeder ein Bier vor sich stehen hat und man dann ├╝berlegt, wie man die Sache am besten anpackt. Genauso l├Ąuft es mit JANUS MUSIC, wir sprechen miteinander und kommen zu einem Ergebnis.

VANDEN PLAS waren schon oft im Studio und haben Lieder aufgenommen und manche Aufnahmen unter Freunden verteilt. Es wurde aber nie ein Demo offiziell ver├Âffentlicht, wie das eigentlich in der Heavy Metal-Szene ├╝blich ist. Warum lief das bei Euch anders?

Andy: Uns merkten eigentlich immer sofort nach den Aufnahmen, da├č es so nicht gut klingt. Wir waren immer auf der Suche nach unserem Stil und haben ihn eigentlich erst seit dem Ausstieg von Markus gefunden. Das was wir zur Zeit hier im Proberaum aufnehmen w├╝rde ich jederzeit als Demo verscheuern, was aber im Vorfeld einer LP unsinnig w├Ąre.

O.K., Du sagst, da├č Euch die Aufnahmen nie so richtig zugesagt haben. Dennoch habt Ihr eine Single namens ┬╗Double A-Side┬ź rausgebracht!

Andy: Ich glaube, zu ÔÇ║Raining In My HeartÔÇ╣ stehen wir alle, so wie wir hier sitzen. (Welch rhethorische Meisterleistung! - Red.) Wir spielen es in einer etwas anderen Fassung, aber das Lied war damals schon ausgereift. Wir werden es daher auch mit auf die LP nehmen.

VANDEN PLAS-Shot: Stephan Lill & Andy Kuntz

Wo wir uns schon in der Vergangenheit befinden, m├Âchte ich Euch bitten, selbige von vorne her aufzurollen!

Holger: Zugrunde liegt die Formation EXODUS aus den Jahren 1980/'81, aus der Andreas und ich noch ├╝brig sind. Irgendwann kam dann Andy zu uns, der damals auch noch Rhythmusgitarre spielte, und zu der Zeit fingen wir auch an, mehr in die Richtung Hard Rock zu tendieren und nannten uns um in VANDEN PLAS. Sp├Ąter kamen dann Stephan, Ulli und Marcus B├Ąumler zu uns. Marcus wurde von Markus Ziegler ersetzt (Kompliziert, ne? - Red.), wobei uns letzter vor einem halben Jahr wieder verlie├č. Seit etwa 1984 ist eine relativ konstante Besetzung vorhanden. Ich m├Âchte in diesem Interview ganz, ganz klar stellen und m├Âchte das jetzt auch endlich mal schwarz auf wei├č sehen, da├č Markus (der mit "k" - Red.) und wir uns freiwillig getrennt haben. Weder wir haben ihn rausgeschmissen, noch ist er beleidigt gegangen. Wir haben uns aus rein stilistischen Gr├╝nden getrennt: Markus tendierte mehr zur softeren Richtung, w├Ąhrend wir wieder etwas h├Ąrter werden wollten.

Man kann also feststellen, da├č die Band schon sehr lange besteht. Dennoch ist erst jetzt ein Erfolg in Sachen Plattenvertrag zu verzeichnen. Warum habt Ihr Euch nicht schon fr├╝her darum bem├╝ht?

Andy: Bei mir kam die Intention, professionell Musik zu machen, um vielleicht auch mal Geld damit zu verdienen erst 1985 nach der Ver├Âffentlichung der Single. Wir haben damals gemerkt, da├č es relativ einfach ist, wenn man ein Produkt hat, in Radio- oder Fernsehsendungen hineinzukommen. Damals begann auch die ganze Band ein professionelleres Denken an den Tag zu legen, haupts├Ąchlich durch das Umfeld bedingt. Vorher dachten wir im Traum nicht daran, mal einen Plattenvertrag zu haben.

Ulli: Vor etwa 3 Jahren h├Ątten wir nach dem Sch├╝lerferienfest des Saarl├Ąndischen Rundfunks schon die M├Âglichkeit gehabt, zusammen mit WPL eine Platte zu machen. Nach einigem Hinterfragen, stellten wir dann fest, da├č WPL keine allzu gute Plattenfirma sind, zumal sie haupts├Ąchlich mit Schlagers├Ąngern zusammenarbeiten. Wir hatten auch noch Kontakte zu einem gewissen Produzenten gehabt, der etwas mit uns machen wollte. Nach einigen Telefonaten hat sich dann herausgestellt, da├č es nur ein Windei war. Man mu├č eben sehr vorsichtig sein, bevor man sich entschlie├čt, einen Vertrag zu unterschreiben.

Andreas: Es spielt auch eine Rolle, da├č es aus unserer musikalischen Richtung viele Bands gibt. Man wird daher schon gar nicht so h├Ąufig von Plattenfirmen angesprochen, wie das im Thrashbereich vor Jahren war, als jede Thrashband etwas bekommen hat, ob sie wollte oder nicht.

Holger: Man kann hier erw├Ąhnen, da├č wir sehr intensive Kontakte zu Polygramm hatten. Es war damals ein Mann von der Polygramm ├╝ber ein Wochenende da und hat sich auch ein Konzert von uns angeschaut. Schlie├člich kam aber die Entscheidung, da├č sie uns momentan nicht unter Vertrag nehmen konnten, weil sie mit Bands wie BON JOVI f├╝r die entsprechende Sparte schon etwas hatten. Und an Eigenkonkurrenz hat eine Plattenfirma nat├╝rlich kein Interesse.

VANDEN PLAS leidet ja auch an dem "Kaiserslautern-Syndrom", will hei├čen, da├č Ihr in und um Kaiserslautern sehr angesagt seid, Euch ├╝berregional aber kaum einer kennt!

Holger: Das stimmt, allerdings mit einer Ausnahme, dem Saarland. Die Tatsache, da├č wir ├╝berregional weitgehend unbekannt sind, ist aber haupts├Ąchlich finanziell bedingt, denn welche Band kann es sich leisten gro├č zu touren und nebenbei noch Berufe auszu├╝ben? Durch unsere Kontakte zum Saarl├Ąndischen Rundfunk, sprich Sch├╝lerferienfest, die "Disco-Top-Ten" mit Manfred Sexauer und durch "Clip-Clap" im saarl├Ąndischen Fernsehen haben wir einen relativ hohen Bekanntheitsgrad in Saarbr├╝cken und Umgebung.

Okay, Ihr seht das jetzt schon eine Dimension gr├Â├čer als ich eigentlich meinte. Ich dachte da auch an Artikel in kleineren Magazinen. Denn da hat man ├╝ber Euch bisher noch absolut nichts gelesen.

Stephan: Uns fehlte dazu eben ein Produkt, entweder Demo oder eine neue Single, das man h├Ątte k├Ânnen publik machen. Au├čerdem machen wir nicht die Musik, ├╝ber die normalerweise in den Underground-Magazinen geschrieben wird.

Axel: Welchen Sinn w├╝rde es machen, wenn man ein Jahr vor einer Platte in irgendwelchen Magazinen besprochen wird? Das w├Ąre eine sch├Âne Selbstbest├Ątigung und sonst nichts.

Ihr habt ├╝ber die Jahre einen gro├čen stilistischen Wandel vollzogen. Am Anfang nanntet Ihr Euere Musik einfach "Hard Rock" und ihr spieltet auch ebensolchen. Dann kam Ulli als Keyboarder dazu, die Musik wurde etwas softer und Ihr habt sie dann als "The Noble Way Of Rock" bezeichnet. Schlie├člich kam Markus Ziegler dazu, und ihr wurde sehr kommerziell und teilweise richtig schnulzig, was ihr dann unter der Bezeichnung "Heavy Pop" gef├╝hrt habt. Jetzt nach dem Ausstieg von Markus seid Ihr wieder entschieden h├Ąrter geworden. Habt Ihr jetzt Eueren definitiven Stil gefunden und wie seht Ihr selbst Euere stilistischen Odyssee?

Andy: Das war eine Lernphase, die wir durchlaufen mu├čten. Als damals Markus dazukam, brachte er seine Einfl├╝sse mit in die Musik, denn man kann ja nicht einem Gitarristen vorschreiben, was er zu spielen hat, und es macht ihm dann ├╝berhaupt keinen Spa├č. Markus ist ein sehr guter Musiker, aber er hat die Musik dahingehend beeinflu├čt, da├č wir softer wurden, jedoch ohne da├č wir deswegen schlechter wurden. Momentan tendieren wir wieder zur h├Ąrteren Richtung, was allerdings nicht hei├čt, da├č wir jetzt viel besser sind. Uns gefallen momentan die h├Ąrteren Sachen ganz einfach besser. Es ist einfach eine Entwicklung die wir durchlaufen haben.

VANDEN PLAS-Einzelshot: Stephan Lill

Stephan, wie f├╝hlst Du Dich eigentlich wohler, allein oder zusammen mit einem zweiten Gitarristen?

Stephan: Allein f├╝hle ich mich wohler, da man als einzelner Gitarrist besser seinen eigenen Stil ausleben kann. Wenn mir jetzt etwas einf├Ąllt dann spiele ich es einfach. Fr├╝her mu├čte man schauen, ob das mit der Idee des zweiten Gitarristen harmoniert und so weiter. Markus kam dann eher mit einer cleanen Gitarre, w├Ąhrend ich eher h├Ąrtere Riffs spielen wollte und das war nur schwer unter einen Hut zu bringen.

Jetzt k├Ânnte ich ja behaupten, Du willst Dich nur egozentrisch austoben!

Stephan: Gerade eben wollte ich sagen, da├č das nicht ego-m├Ą├čig gemeint ist! Das bedeutet nur, da├č ich einfach banddienlicher spielen kann. Bei unserer Musik geht es ohnehin nicht, da├č ich mich voll ausleben kann, da wir keine typische Gitarrenmusik machen.

Axel: Es hat auch den Vorteil, da├č Stephan als einziger Gitarrist viel mehr Input in die Musik von VANDEN PLAS hat und er auch immer voll gefordert ist.

Stephan: Als einzelner Gitarrist entwickelt man sich auch viel besser. Wenn zwei Gitarristen da sind, die sich gut verstehen, wie das damals zusammen mit Marcus (mit "c" - Red.) der Fall war, ist das nicht so erheblich. Aber Markus (mit "k" - Red.) unterschied sich stilistisch sehr von mir und war eher dominant, so da├č ich in meiner Entwicklung stehen geblieben bin. Jetzt bin ich 100% gefragt, mu├č mehr bringen und ich kann mich nicht auf einen zweiten Gitarristen verlassen.

Hast Du keine Bedenken wegen Soundl├╝cken bei Liveauftritten, besonders bei den Soli?

Stephan: Wir haben ja auch einen sehr guten Keyboarder, der solche L├╝cken schlie├čt ohne st├Ârend dazwischenzuquaken und au├čerdem machen Ba├č und Schlagzeug w├Ąhrend eines Solos gut Druck, so da├č ich da keine Probleme sehe.

Marcus: Wobei wir aber auf der Platte die Gitarre mit Sicherheit auf mehrere Spuren aufnehmen werden, so da├č auch w├Ąhrend des Soloteils die Rhythmusgitarre weiterlaufen wird. Das ist nat├╝rlich f├╝r einen fetteren Sound besser.

Man kann ja nicht behaupten, da├č Hard Rock/Heavy Metal die absolute Keyboardmusik ist. F├╝hlst Du Dich da nicht unterfordert, Ulli?

Ulli: Ich singe ja auch noch Chor mit, so da├č es nicht schlecht ist, da├č ich nicht so viel zu tun habe, so da├č ich mich auch auf den Chor konzentrieren kann. Bei den Gitarrensoli, m├╝ssen, wie schon erw├Ąhnt, Holger, Stephan und ich einiges an Grundlagen bringen, so da├č es da viel zu tun gibt. Au├čerdem w├╝rde ├╝bertriebenes Keyboardspiel mehr kaputtmachen als es gutmachen k├Ânnte. Das Keyboard soll eigentlich haupts├Ąchlich einen harmonischen Teppich legen.

Stephan: Wir haben au├čerdem Strophen, in der die Gitarre nicht spielt und nur das Keyboard zum Tragen kommt, weil Andy eben auch sehr gut zu Synthiemelodien singen kann.

VANDEN PLAS-Shot: Stephan Lill & Holger M├╝nz

Bei Euerer Musik spielt der Chorgesang eine sehr wichtige Rolle, und selbiger kommt auch sehr gut. Hat einer von Euch mal Gesangsunterricht genommen?

Andy: Ja, richtig, der Chor nimmt auch einen Gro├čteil unserer Arbeit im Proberaum ein und hat einen Stellenwert wie die Gitarre. Der einzige, der jemals Gesangsunterricht hatte, war ich. Diese Ausbildung belief sich allerdings auf zwei bis drei Stunden und die Lehrerin hat mir damals haupts├Ąchlich etwas ├╝ber die Atemtechnik erz├Ąhlt und beigebracht. Man mu├č aber sagen, da├č zu viele Ch├Âre auch nicht gut sind. Zu denn "Heavy Pop"-Zeiten mit Markus waren die Lieder total mit Ch├Âren ├╝berladen und das wirkte sich st├Ârend aus.

An dieser Stelle wollte ich eigentlich noch je eine Frage an Holger und Andreas einschieben. Dummerweise hatte mein Gehirn schon auf Nachtbetrieb umgestellt und war nicht mehr zu motivieren. (Ein Verfahren wegen Arbeitsverweigerung l├Ąuft schon. - Red.) Gl├╝cklicherweise sprang Ulli in die Bresche und half mir (honorarfrei) aus.

Holger, was versprichst Du Dir von der Verwendung eines f├╝nfsaitigen Basses?

Holger: Ich stehe einfach auf die saum├Ą├čig tiefen T├Âne und die kann man am besten auf einem 5-Saiter erzeugen. Ich mag es einfach, wenn es so richtig sch├Ân rummst. (Kein dummer Kommentar an dieser Stelle! - Red.)

Andreas, Du hast am Anfang Doublebass gespielt, dann bist Du auf eine Bassdrum umgestiegen und schlie├člich wieder zum Doublebass zur├╝ckgekommen. Wozu tendierst Du momentan am ehesten?

Andreas: Momentan spiele ich wieder Doublebass. Ich war auf die Singlebassdrum umgestiegen, weil die damalige seichte Musik nicht f├╝r Doublebass geeignet war. Ich wollte damals auch das Spiel mit einer Bassdrum perfektionieren bevor ich wieder auf die doppelte umsteigen wollte.

Jetzt konnte ich wieder meine gesammelten Weisheiten meines Spickzettels nutzen, so da├č ich Ulli entlassen konnte. Der Dank der Nachwelt sei ihm gewi├č!

Obwohl Ihr noch eine ziemlich unbekannte Band seid, hattet Ihr schon Auftritte im Fernsehen und konntet schon bei mehreren Wettbewerben Erfolge erzielen.

Ulli: Der erste Auftritt im Fernsehen war in "Sportarena". Dort spielten wir, weil in der gleichen Sendung Andys Cousin Stefan Kuntz (der jetzt beim 1. FC Kaiserslautern spielt - Red.) Studiogast war und da hat sich das gut getroffen. Dann kam noch ein Auftritt in "Clip-Clap" und zwei Livemitschnitte vom Sch├╝lerferienfest dazu. Unser erster Wettbewerb war 1984 in der Fruchthalle in K-Town vor 2000 Leuten, der zugleich der erste Auftritt von Stephan war. Bei einem F├Ârderpreis der Stadtsparkasse belegten wir zusammen mit SOUL BAZAAR und der WALTER ELF den ersten Platz. In letzter Zeit waren dann noch die beiden Wettbewerbe von RPR, bei dem wir einmal Zweiter und einmal Erster wurden.

Die meisten Bands Eueres Genres haben nur die langweiligen Standardliebestexte. Ihr dagegen schreibt auch Texte wie ÔÇ║WarÔÇ╣.

Andy: Ich schreibe die Texte, aber ich habe es gerne, wenn die Band daran mitarbeitet. Ich nehme das Textwriting nicht f├╝r mich allein in Anspruch, aber im Endergebnis mu├č ich als S├Ąnger die Texte verkaufen, und mu├č daher hinter ihnen stehen. Seit es auf die Platte zugeht mache ich mir noch mehr Gedanken um die Texte. So habe ich zum Beispiel im Urlaub alle nochmals ├╝berarbeitet. ÔÇ║One StepÔÇ╣ war mal ein Lovesong, handelt jetzt von Rassenproblemen, in ÔÇ║Fire In The NightÔÇ╣ geht es um die Ausrottung des Urwaldes. Andererseits sind uns auch Liebestexte wichtig, denn es soll auch mal gut Feeling r├╝berkommen.

Wie beurteilt Ihr selbst Euere Chancen, es zu etwas zu bringen?

Andy: Ich glaube, da├č jeder, der auf dem Level wie wir steht, die Chance hat, mal ganz gro├č herauszukommen, wobei aber das Gl├╝ck eine sehr gro├če Rolle spielt.

Holger: Wenn man Vertrauen in die Sache steckt und man den Enthusiasmus entwickelt, es unbedingt schaffen zu wollen, dann sind die Chancen gr├Â├čer, als wenn man einfach nur abwartet, was passiert.

Axel: Realistisch betrachtet kann man sagen, da├č durchaus die M├Âglichkeit besteht, nicht nur einen nationalen Erfolg zu erreichen. Es h├Ąngt nat├╝rlich auch alles vom Umfeld, der Promotion, der Etat, etc. ab. Das alles hat heutzutage einen sehr gro├čen Einflu├č auf die Karriere von Leuten, denn sonst k├Ânnten manche Leute, die einfach nur zweitklassige Musik machen, nicht ganz vorne in den Charts auftauchen. Einerseits ist VANDEN PLAS von der musikalischen Seite her sicherlich in der Lage, Karriere zu machen, andererseits sind wir aber keine Tr├Ąumer und wissen, da├č es genausogut schiefgehen kann. Wie Andy schon gesagt hat, es h├Ąngt sehr viel vom Gl├╝ck ab.

VANDEN PLAS-Einzelshot: G.K. Verneaux

Wollt Ihr sonst noch was loswerden?

Axel: Wir hoffen, da├č sich in Zukunft mehr Leute wie Du mit der Band besch├Ąftigen werden.

Nachdem jetzt auch noch mein Ego seine ├ľlung bekommen hatte, konnte ich das Interview abschlie├čen und will nun den Worten von VANDEN PLAS nicht noch weitere hinzuf├╝gen, sondern hiermit den Schlu├čpunkt setzen.

Interview:
Stefan Glas und nicht zu vergessen: Ulli Knapp

Vorbereitung & Bearbeitung:
Stefan Glas

Photos: Stefan Glas [Photo 2-6]

VANDEN PLAS im ├ťberblick:
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VANDEN PLAS – News vom 05.06.1998
VANDEN PLAS – News vom 28.10.2000
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VANDEN PLAS – News vom 17.06.2011
VANDEN PLAS – News vom 21.10.2011
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Playlist: VANDEN PLAS-Album »The God Thing« in "Jahrescharts 1997" auf Platz 2 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Album »The Seraphic Clockwork« in "Jahrescharts 2010" auf Platz 5 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Liveshow Frankfurt, Spritzehaus 04.11.1999 in "Jahrescharts 1999" auf Platz 2 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Liveshow Kaiserslautern, Cotton Club 26.01.2000 in "Jahrescharts 2000" auf Platz 3 von Stefan Glas
Playlist: VANDEN PLAS-Liveshow München, Backstage-Halle 20.05.2016 in "Jahrescharts 2016" auf Platz 3 von Gerald Mittinger
Playlist: VANDEN PLAS-Liveshow Paris, Caf├ę de la danse 25.11.1997 in "Jahrescharts 1997" auf Platz 1 von Stefan Glas
siehe auch: CD zum Musical "Nostradamus", bei dem VANDEN PLAS mitwirken
andere Projekte des beteiligten Musikers Andy Kuntz:
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ABYDOS – ONLINE EMPIRE 31-"Eye 2 I"-Artikel: ┬╗Abydos┬ź
Playlist: ABYDOS-Album »Abydos« in "Jahrescharts 2004" auf Platz 6 von Stefan Glas
siehe auch: Review der ''Abydos''-Urauff├╝hrung
AMASEFFER – News vom 14.06.2006
ATLANTYCA – To Nowhere And Beyond (Rundling)
LADY BLUSH – News vom 29.09.2007
MISSA MERCURIA – ONLINE EMPIRE 14-Interview
NO GRAVITY – News vom 06.03.2011
SEMANTIC SATURATION – Solipsistic (Do It Yourself)
siehe auch: Andy Kuntz als Coverk├╝nstler f├╝r ONLINE EMPIRE 1
andere Projekte des beteiligten Musikers Andreas Lill:
HEADCRASH – News vom 04.11.2013
MISSA MERCURIA – ONLINE EMPIRE 14-Interview
Ian Parry – Visions (Rundling)
SECTION A – The Seventh Sign (Rundling)
WINTERLONG (S) – Second Coming (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Stephan Lill:
Ian Parry's CONSORTIUM PROJECT – Criminals & Kings (Re-Release)
CONSORTIUM PROJECT II – Continuum In Extremis (Rundling)
CONSORTIUM PROJECT III – News vom 06.08.2003
CONSORTIUM PROJECT V – News vom 11.01.2010
MISSA MERCURIA – ONLINE EMPIRE 14-Interview
Ian Parry – Visions (Rundling)
┬ę 1989-2020 Underground Empire


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