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”Y-Files”-Datasheet

Contents:  ENSIFERUM-"Off The Board"-Artikel

Date:  13.06.2012 (created), 25.08.2023 (revisited), 11.01.2024 (updated)

Origin:  HEAVY

Status:  published

Task:  from paper to screen

Comment:

Meine letzte Story fürs HEAVY war kein klassischer Studioreport, denn diese Kosten nahmen Plattenfirmen damals nur noch selten auf sich. Stattdessen hatte ich vorab eine CD erhalten und konnte dann ein Interview mit ENSIFERUM-Bassist Sami Hinkka führen.

Na ja, der Schlußsatz des Schlußartikels war vielleicht etwas pathetisch, aber irgendwie muß man seine Trauerarbeit ja ausüben...

 


 

Da bei den bereits im UNDERGROUND EMPIRE online veröffentlichten Artikeln bei der Portierung der HEAVY-Seiten nur ein kleines Thumbnail der HEAVY-Story zu sehen ist, von dem aus man zu der bereits veröffentlichten, meist umfangreicheren Version gelangt, soll diese kleine Graphik im Falle einer noch nicht online zu findenden Story nun hier auftauchen:

ENSIFERUM-Story

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

ENSIFERUM

Im Jahr 2001 schlug eine junge Band namens ENSIFERUM in der Szene auf, die mit einem frischen, neuen Stil begeisterte und half, dem Metal eine neue Facette zu verleihen, die seither stark an Popularität gewonnen hat: den Folk Metal. Mittlerweile sind mehr als zehn Jahre vergangen, und die Finnen stehen mit ihrem fünften Album parat, in das wir für unsere Abschiedsausgabe vorab hineinhören durften: »Unsung Heroes«.

ENSIFERUM-Studiophoto

Man spürt sofort eben jene Jahre, denn die unbesungenen Helden klingen älter und reifer - obgleich die Macher immer noch ihrem jugendlichen Leichtigkeit frönen. Zumindest sieht es danach aus, wenn man sich die sieben Episoden des Studioreports anschaut, die die Band auf YouTube veröffentlicht hat - und so drängt sich gleich die erste Frage auf: "Warum müßt Ihr eigentlich ständig nackt sein, wenn Ihr eine Platte aufnehmt?" ENSIFERUM-Bassist Sami Hinkka lacht schallend: "Weißt Du, das passiert nicht nur bei Aufnahmen, sondern eigentlich immer, wenn wir betrunken sind..." So oft also... Oh Gott... Doch das zieht umgehend die zweite Frage nach sich: "Und warum macht Eure Keyboarderin Emmi bei Euren 'Nackt im Schnee-Sessions' nie mit? Das wäre doch ein deutlich erfreulicherer Anblick als diese haarigen Männerärsche..." Sami prustet lachend: "Emmi ist eine Lady, die mit solchen Dingen natürlich nichts am Hut hat. Wir sind ja schon dankbar, daß sie so tolerant ist und uns gewähren läßt."

Nachdem dies geklärt ist, wollen wir uns dem Album widmen, das in der Tat auf den ersten Blick etwas schwerer verdaulich als die bisherigen ENSIFERUM-Werke wirkt. "Wir hatten beim letzten Album »From Afar« sehr viel mit Orchestrierungen gearbeitet. Da wir uns nicht wiederholen wollten, haben wir dies deutlich zurückfahren. Die neue Platte sollte einen möglichst natürlichen Sound haben", kommentiert Sami die Grundintention der Band bei der Kreation von Album Nummer 5.

Nach dem Intro ›Symbols‹ folgt ›In My Sword I Trust‹, bei dem es sich allerdings um eine typische ENSIFERUM-Hymne handelt: "Ich freue mich drauf, den Song live zu spielen, denn ich habe schon bei den Proben die hochgerissenen Fäuste der Fans vor mir gesehen", nickt Sami, der sich als äußerst netter und offener Gesprächspartner präsentiert. Der Titelsong fällt dann getragener und erhabener aus, während es bei ›Burning Leaves‹ als Kontrapunkt wieder etwas flotter zur Sache geht und das perfekte Headbanger-Tempo eingeschlagen wird. ›Celestial Bond‹, dem sich später als zweiter Teil ›Star Queen‹ anschließt, wird indes sehr bedächtig vorgetragen, wobei auch eine Gastsängerin zum Einsatz kommt.

Doch dann muß Sami wieder weiterhelfen: "Kannst Du mir übrigens erklären, warum ich bei ›Retribution Shall Be Mine‹ immer das Bedürfnis habe, beim Gitarrenthema in der Songmitte den ›Bard Song‹ von BLIND GUARDIAN im Speedversion mitzusingen?" Sami ist zunächst etwas verwundert: "Das ist mir noch nicht aufgefallen. Aber wenn dem so sein sollte, dann wäre es ein unbewußter Tribut an BLIND GUARDIAN - und da gibt es wahrlich schlechtere Bands, vor denen man sich verneigen kann!"

In der Schlußkurve erschallt das zugleich groovige und flotte ›Pohjola‹, dessen Urversion schon mal 2005 bei »Victory Songs« zur Debatte stand, doch erst jetzt auf den Punkt fertigkomponiert wurde, wie Sami erläutert. ›Last Breath‹ überrascht danach als fast schon getragener Folkwalzer. Doch die Überraschung soll noch größer werden: Was bitte ist bei dem 17-minütigen Schlußsong ›Passion Proof Power‹ los, wo mittendrin plötzlich ein paar Herren anfangen, sich auf Deutsch zu unterhalten? Sami sorgt ein weiteres Mal für Erleuchtung: "Bei einem derart langen Song muß man allerhand aufbieten, so daß es nicht langweilig wird. Zudem ist es ein ziemlich verrückter Song, so daß wir etliche Sprachparts eingebaut haben, wobei die deutschsprachigen unsere Freunde von den APOKALYPTISCHEN REITERN beigesteuert haben."

Da wir leider kein reguläres Review und Interview mehr folgen lassen können, sei an dieser Stelle vorweggenommen, daß »Unsung Heroes« zwar etwas länger braucht, um sich zu öffnen, doch dann garantiert keinen ENSIFERUM-Fan enttäuschen wird. Ab dem 28. August könnt Ihr das selbst herausfinden, so daß wir mit den Worten von ENSIFERUM aus dem »Unsung Heroes«-Opener schließen wollen: "Rise, my brothers, we are blessed by steel!"


Stefan Glas

Photo: Band

ENSIFERUM im Überblick:
ENSIFERUM – Dragonheads (Rundling-Review von 2006 aus Online Empire 27)
ENSIFERUM – Ensiferum (Rundling-Review von 2002 aus Online Empire 10)
ENSIFERUM – From Afar (Rundling-Review von 2009 aus Online Empire 41)
ENSIFERUM – Iron (Rundling-Review von 2004 aus Online Empire 19)
ENSIFERUM – One Man Army (Rundling-Review von 2015 aus Online Empire 62)
ENSIFERUM – Unsung Heroes (Rundling-Review von 2012 aus Online Empire 52)
ENSIFERUM – Victory Songs (Rundling-Review von 2007 aus Online Empire 31)
ENSIFERUM – Heavy 99-"Bildnews"-Artikel (aus dem Jahr 2007)
ENSIFERUM – Heavy 141-"Off The Board"-Artikel (aus dem Jahr 2012)
ENSIFERUM – Online Empire 20-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2004)
ENSIFERUM – Online Empire 20-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2004)
ENSIFERUM – Online Empire 24-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2005)
ENSIFERUM – Online Empire 26-Special (aus dem Jahr 2006)
ENSIFERUM – Online Empire 29-"Eye 2 I"-Artikel: »10th Anniversary Live« (aus dem Jahr 2006)
ENSIFERUM – News vom 07.01.2004
ENSIFERUM – News vom 19.02.2004
ENSIFERUM – News vom 27.10.2004
ENSIFERUM – News vom 09.12.2004
ENSIFERUM – News vom 22.09.2005
ENSIFERUM – News vom 11.09.2007
ENSIFERUM – News vom 07.06.2008
ENSIFERUM – News vom 24.05.2012
ENSIFERUM – News vom 25.05.2013
ENSIFERUM – News vom 31.03.2016
ENSIFERUM – News vom 22.12.2017
ENSIFERUM – News vom 04.06.2018
ENSIFERUM – News vom 15.09.2018
ENSIFERUM – News vom 28.02.2020
Soundcheck: ENSIFERUM-Album »Ensiferum« im "Soundcheck Heavy, oder was!? 61" auf Platz 4
Soundcheck: ENSIFERUM-Album »From Afar« im "Soundcheck Heavy 124" auf Platz 9
Soundcheck: ENSIFERUM-Album »Iron« im "Soundcheck Heavy, oder was!? 77" auf Platz 9
Soundcheck: ENSIFERUM-Album »Victory Songs« im "Soundcheck Heavy 101" auf Platz 7
Playlist: ENSIFERUM-Advance Tape »Iron« in "Playlist Heavy, oder was!? 76" auf Platz 1 von Stefan Glas
Playlist: ENSIFERUM-Advance Tape »Victory Songs« in "Playlist Heavy 99" auf Platz 1 von Stefan Glas
Playlist: ENSIFERUM-Album »Ensiferum« in "Jahrescharts 2001" auf Platz 4 von Stefan Glas
Playlist: ENSIFERUM-Album »Ensiferum« in "Playlist Heavy, oder was!? 61" auf Platz 3 von Stefan Glas
Playlist: ENSIFERUM-Album »Iron« in "Jahrescharts 2004" auf Platz 4 von Stefan Glas
Playlist: ENSIFERUM-Liveshow Abtsgemünd, "Summer Breeze"-Festival 21.08.2004 in "Jahrescharts 2004" auf Platz 4 von Stefan Glas
siehe auch: ENSIFERUM mit »Ensiferum« auf Platz 3 der "Besten Platten der 00er" in den Redaktions-Faves für HEAVY 100 von Stefan Glas
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