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ROADWOLF – Unchain The Wolf

METALIZER RECORDS/SOULFOOD

Man kann durchaus sagen, daß diese Band den harten, beschwerlichen Weg auf sich genommen hat. Schließlich waren ROADWOLF in den ersten Jahren auf unzĂ€hligen BĂŒhnen, um nicht zu sagen an jeder Steckdose in der Heimat zu sehen, wartete jedoch den Zeitpunkt fĂŒr das erste Langeisen geduldig ab. Kein schlechter Plan, sich zunĂ€chst lediglich mit Sampler-BeitrĂ€gen im Verbund mit anderen österreichischen Formationen unter dem Banner "Austrian Heavy Metal Alliance" sowie auf den Brettern einen Namen zu machen. So etwas steigert das Interesse an einer Band und die Neugierde auf ein erstes Album immens.

Das ist ROADWOLF definitiv gelungen, so hat man sich durch diverse Auftritte, wie etwa beim "Trveheim Festvial" lĂ€ngst auch schon im benachbarten Ausland als feste GrĂ¶ĂŸe im Underground etabliert und kann nun eben bereits auf ein durchaus beachtliches Gefolge setzen.

Jetzt aber kommt der Vierer aus dem Osten der Alpenrepublik doch auch mit seinem ersten Album an den Start, und diesem merkt man von Beginn an die intensive Vorarbeit an. Jeder einzelne der zehn Tracks lĂ€ĂŸt sich auf Anhieb mitsingen und klingt prĂ€destiniert dafĂŒr, um auf den Brettern, die die Welt bedeuten, vorgetragen zu werden. Kein Wunder also, daß einige der Nummern schon gewisse Reifezeit hinter sich haben und bei den zahlreichen Gigs der Burschen, die unter anderem im Vorprogramm von NIGHT DEMON, LIZZY BORDEN oder VICIOUS RUMORS deren österreichischer Fanschar begeistern konnten, fĂŒr "Alarm" gesorgt haben.

Das gelingt der Band mit »Unchain The Wolf« ebenfalls ganz locker, denn schon der Opener â€șAll Hell's Breaking Looseâ€č macht nicht nur vom Titel her klar, was Sache ist. Der tief in der NWoBHM verwurzelte Track, dessen Gitarrenarbeit an Heroen wie SAXON oder JUDAS PRIEST denken lĂ€ĂŸt, hat alles, was klassisch intonierter Metal besitzen muß. Dasselbe lĂ€ĂŸt sich auch fĂŒr den Titelsong festhalten, wĂ€hrend uns bei â€șM.I.A. (Missing In Action)â€č zum ersten Mal auch der nicht von der Hand zu weisende Einfluß diverser GrĂ¶ĂŸen aus den US Of A (ich werf' mal die Namen RIOT, LIZZY BORDEN und W.A.S.P. in die Runde) in Form einer stĂŒrmischen Komposition entgegenweht.

Doch ROADWOLF haben nicht nur Uptempo-Metal-Knaller auf Lager, mit der Bandhymne â€șRoadwolfâ€č gibt es auch bluesig unterlegten Hard Rock in klassischer Manier zu hören. Anzunehmen, daß sich auch so manches Album aus dem FrĂŒhwerk von Y&T in den Archiven der Musiker finden lĂ€ĂŸt. Aus ihren Wurzeln machen die vier Jungs generell kein Geheimnis, allerdings scheinen sie musikalisch ĂŒberaus vielseitig interessiert zu sein. Nachzuhören etwa in â€șCurse Of The Gypsyâ€č, dessen Gitarrenarbeit schwer nach THIN LIZZY tönt, wĂ€hrend â€șTurn It Looseâ€č vom Rock'n'Roll-Faktor her auf die alte MOTÖRHEAD-Schule schließen lĂ€ĂŸt.

Mit dem lĂ€ssigen Stampfer â€șCondemned To Rockâ€č (stellt Euch vor RHINO BUCKET und KIX kooperieren mit JACKYL und lassen im Proberaum so richtig die Sau raus!), mit dem das Quartett ĂŒbrigens im Vorjahr einen Songwettbewerb eines österreichischen Rocksenders fĂŒr sich entscheiden konnte, beenden ROADWOLF diese wirklich imposante Erstvorstellung, die schon jetzt Lust und Laune auf einen Nachfolger (und weitere Gigs, aber...) macht. Thumbs up!

http://www.roadwolf.at/

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
ROADWOLF im Überblick:
ROADWOLF – Unchain The Wolf (Rundling)
ROADWOLF – ONLINE EMPIRE 55-"Living Underground"-Artikel
ROADWOLF – ONLINE EMPIRE 86-Interview
andere Projekte des beteiligten Musikers Franz Bauer:
SUCKCEED – Sonication 24/7 (Do It Yourself)
SUCKCEED – Suckceed (Do It Yourself)
SUCKCEED – This Side Up (Do It Yourself)
SUCKCEED – ONLINE EMPIRE 41-"Living Underground"-Artikel
SUCKCEED – ONLINE EMPIRE 42-"Living Underground"-Artikel
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