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  UE-Home → History → Online Empire 51 → Interview-Übersicht → AT VANCE-Interview last update: 10.06.2024, 23:20:47  

AT VANCE-Logo

AT VANCE-Bandphoto 1

Auch wenn es einige Zeit gedauert hat, ehe uns die deutsch-schwedische Allianz AT VANCE endlich mit frischem Stoff versorgt, braucht sich der Fan keinerlei Gedanken zu machen, denn es steht erneut ausschließlich feinster Stoff auf dem Programm.
Das sieht auch Mastermind Olaf Lenk so, der sich alle Zeit dieser Welt für uns genommen hatte, um unsere Fragen ausführlich zu beantworten.

AT VANCE-Headline

Ehrlich gesagt hatte ich schon befürchtet, daß Eure letzte Scheibe »Decade« nicht bloß als "Best Of"-Werkschau eingeplant war, sondern als Abschiedsgeschenk. Dem war zwar zum Glück nicht so, dennoch wollen wir wissen, was der Grund dafür war.

Eine "Best Of" zum 10-jährigen Bestehen von AT VANCE war eine naheliegende Sache, und daß die Bonustracks für viele Fans - trotz YouTube - obendrein zum Großteil unbekannt waren, machte noch reizvoller. Allerdings heißt ein solches Album natürlich noch lange nicht, daß ich in Rente gehe. Dafür hab' ich noch viel zu viel vor.

Ein Glück, daß dem nicht so ist und AT VANCE immer noch Gas geben und zwar so wie in ihren besten Tagen, schließlich klingt »Facing The Enemy« eindeutig nach altem Stoff. Gab es eine bestimmte Intention, wie das Album zu klingen hätte?

Ich versuch' eigentlich immer nur, gute Songs mit coolen Gitarrenriffs und Hooks zu schreiben, ohne dabei zu sehr in Klischees abzudriften. Midtempo-Nummern machen mir am meisten Spaß zu komponieren, weil einfach mehr Raum vorhanden ist. Bei den Doublebass-Nummern wird die Chose doch sehr schnell gleichförmig. Im Klartext gesprochen heißt das, wenn's ausschließlich ballert, ist die Hütte zu. [lacht]

AT VANCE-Singleshot: Olaf Lenk

Da muß ich Dir beipflichten, denn auch mir gefallen die in diesem Tempo angesiedelten Nummern wie der Titelsong oder ›Fear No Evil‹ am besten. Diese Songs klingen zudem auch am heftigsten. Wie kommt's?

Zusammen mit ›See Me Cryin'‹ sind das auch meine Faves. Wie schon gesagt, fühl' ich dabei einfach mich am wohlsten. Das liegt bestimmt am Alter. [lacht] Nee, ernsthaft: Im Midtempo ist es einfacher Atmosphäre aufbauen. Das ist der Tiefgang quasi vorprogrammiert, wie auch die dunklen Seiten.

Außerdem fällt auf, daß Rick Altzi (seit knapp fünf Jahren als Sänger an Bord und obendrein noch beim multinationalen Projekt EPYSODE involviert sowie auf dem kommenden Herman Frank-Album zu hören - der Verf.) deutlich stärker klingt als zuvor. Waren die Songs offenbar ihn zugeschnitten, oder hat sich das einfach so ergeben?

Das ist Dir auch aufgefallen? Cool! Ich find' nämlich auch, daß Rick immer besser wird. Die Arbeit mit ihm macht zudem immer viel Spaß, natürlich aber auch das Feiern danach. [lacht] Schweden können es nämlich richtig krachen lassen! Rick ist einfach unglaublich und bodenständig, deswegen macht die Arbeit mit ihm auch tierisch Spaß. Da können sich einige Sänger eine Scheibe abschneiden!

AT VANCE-Singleshot: Rick Altzi

Stimmt, das Album lebt nämlich auch von seiner imposanten Gesangsleistung. Doch Respekt gebührt auch Dir für Deine Gesangsdarbietung in ›Things I Never Needed‹. Weshalb hast Du Dir denn so lange Zeit gelassen, um es auch als Sänger zu versuchen?

Wenn ich Rick neue Songs von AT VANCE schicke, sing' ich diese eigentlich immer vorher selbst ein. Deshalb war die Sache zumindest für mich keineswegs neu und ungewohnt. Aber danke für die Blumen, es freut mich, daß mein Gesang gefällt. Für mich ist es im Vorfeld immer wichtig, daß die Tracks nach AT VANCE klingen, und obendrein ist es auch durchaus interessant, zunächst meine Stimme darauf zu hören und danach die Powerröhre von Rick.

Was erwartet Ihr von diesem Album?

Es steckt eine Menge Arbeit dahinter, und daher hoffen wir, daß die Fans so fair sind und sich das Album kaufen oder kostenpflichtig runterladen. Jedes Album kostet enorm viel Energie, und ich bin mir am Ende nie sicher, ob's auch wirklich gut ist. Momentan läuft die CD bei mir aber in der Dauerrotation, und das ist ein gutes Zeichen!

http://www.at-vance.com/

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

P.S.: Abschließend noch eine Bemerkung zur Photoauswahl. Das obige Bandphoto zeigt eine mögliche "offizielle" Besetzung von AT VANCE: Gitarrist Olaf Lenk, Bassist Chris Hill, Sänger Rick Altzi (hinten, v.l.n.r.) und Drummer Tim Breideband (vorne). Auf Facebook wird derzeit allerdings auch noch Alex Landenburg als Drummer neben Tim Breideband aufgeführt, während »Facing The Enemy« von KAMELOT-Drummer Casey Grillo eingespielt wurde. Für die Baßposition bei AT VANCE werden auf Facebook derzeit Wolfman Black und Holger Münker aufgeführt, während Chris Hill, der auf »Facing The Enemy« zu hören ist, nicht zu erspähen ist. Daher haben wir uns entschlossen, von den beiden "Hauptmusikern" im Hause AT VANCE noch je einen Singleshot hinzuzufügen.

Stefan Glas

AT VANCE im Überblick:
AT VANCE – Chained (Rundling-Review von 2005 aus Online Empire 23)
AT VANCE – Facing Your Enemy (Rundling-Review von 2012 aus Online Empire 50)
AT VANCE – Only Human (Rundling-Review von 2002 aus Online Empire 13)
AT VANCE – Ride The Sky (Rundling-Review von 2009 aus Online Empire 41)
AT VANCE – Heavy, oder was!? 64-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2002)
AT VANCE – Online Empire 51-Interview (aus dem Jahr 2012)
AT VANCE – News vom 25.09.2003
AT VANCE – News vom 16.02.2005
AT VANCE – News vom 14.08.2007
AT VANCE – News vom 04.04.2009
AT VANCE – News vom 22.07.2012
Soundcheck: AT VANCE-Album »Chained« im "Soundcheck Heavy 81" auf Platz 20
Soundcheck: AT VANCE-Album »Facing Your Enemy« im "Soundcheck Heavy 140" auf Platz 33
Soundcheck: AT VANCE-Album »Only Human« im "Soundcheck Heavy, oder was!? 62" auf Platz 14
Soundcheck: AT VANCE-Album »Ride The Sky« im "Soundcheck Heavy 125" auf Platz 44
Soundcheck: AT VANCE-Album »The Evil In You« im "Soundcheck Heavy, oder was!? 69" auf Platz 11
Soundcheck: AT VANCE-Album »VII« im "Soundcheck Heavy 103" auf Platz 17
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