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DUBLIN DEATH PATROL – DDP 4 Life

GODFODDER RECORDS (Import)

Sogenannte "All-Star-Truppen" gibt es mittlerweile wohl überall auf der Welt und auch die Thrash-Szene der Bay Area ist davon "betroffen". Dem Thrash Metaller werden bei Erwähnung der beteiligten Musiker Steve "Zetro" Souza, Chuck Billy und Willy Lange wohl die Freudentränen nur so aus dem Gesicht sprudeln, doch diese drei Herrschaften sind nur ein Teil dieses Projektes, an dem neben den zum Line-up zählenden acht Musikern auch noch illustre Gäste wie Phil Demmel oder Troy Luccketta beteiligt waren. Begonnen hat die Sache aber offenbar als "Familienbetrieb", denn neben Chuck sind auch seine Brüder Eddie (b) und Andy (g) mit von der Partie und zudem mit John Souza auch ein Bruder von Steve bei DUBLIN DEATH PATROL involviert. Mit Andy Billy (u.a. SACRED DOG und RAMPAGE), Steve Robello (u.a. OUT OF CONTROL), Greg Bustamante (RAMPAGE) und John Hartsinck (ebenfalls OUT OF CONTROL) sind gleich vier Gitarristen im Line-up angeführt, die zusammen mit der übrigen Meute unter dem Banner DUBLIN DEATH PATROL für Unruhe im Underground sorgen.

Auch wenn wir es hierbei nicht wirklich mit einer neuen Band zu tun haben, sondern lediglich mit einem Projekt, das die Initiatoren aus reinem Spaß an der Sache ins Leben gerufen haben, sollte sich kein Anhänger der Bands der involvierte Musiker diese Scheibe entgehen lassen. Zwar offeriert uns das Ensemble ein sehr melodiös ausgeführtes, mitunter sogar eher an der alte Schule des harten Rock orientiertes Programm, doch die Basis von »DDP 4 Life« ist fraglos Thrash Metal in Reinkultur. Die Gitarren dominieren logischerweise das Geschehen, die Riffs sind auch durch die Bank gelungen und auch gesangstechnisch wird von den involvierten Herrschaften das Erwartete geboten. Von den Eigenkompositionen werden vor allem das ungemein dynamisch vorgetragene, mit dezenter TESTAMENT-Schlagseite versehene ›Pigs In The Hollow‹, der fetzige Titelsong und der schwer nach alten EXODUS tönende ›Trail Of The Executioner‹ jedes Thrash-Herz höher schlagen lassen.

Zu diesen Tracks gesellen sich auch gelungene Coversongs, mit denen DUBLIN DEATH PATROL nicht nur ihre Vorliebe für alte Helden (THIN LIZZY, MOTÖRHEAD und UFO) zur Schau stellen, sondern darüber hinaus auch unterstreichen, daß es ihnen in erster Linie wahrhaftig um den Spaß an der Sache selbst gegangen ist. So lassen uns die Jungs im alten UFO-Gassenhauer ›Lights Out‹ wissen, daß diesmal Dublin vom besungenen "Stromausfall" betroffen ist und nicht erneut London, wie das im Original der Fall ist. Das kurze, logischerweise schwer punkig anmutende ›Sid Vicious‹ trägt ebenso zur Auflockerung und Unterhaltung dieser Scheibe bei, wie die zum Schluß zu vernehmenden ›Central Pomo Indian Songs‹, die quasi das Outro des abschließenden ›Corruption‹ darstellen und gut in besagte Nummer eingearbeitet wurden. Damit beenden die Herrschaften aus der Bay Area »DDP 4 Life« ungemein kurzweilig und lassen beim Hörer die Hoffnung aufkeimen, daß dieses Projekt eine Fortsetzung erfahren möge.

http://www.dublindeathpatrol.com/

super 14


Walter Scheurer

 
DUBLIN DEATH PATROL im Überblick:
DUBLIN DEATH PATROL – DDP 4 Life (Rundling-Review von 2007)
DUBLIN DEATH PATROL – Death Sentence (Rundling-Review von 2012)
DUBLIN DEATH PATROL – News vom 12.11.2006
DUBLIN DEATH PATROL – News vom 22.09.2010
DUBLIN DEATH PATROL – News vom 18.10.2010
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