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A.M.E.S.

Postmortem Rites

(9-Song-CD-R: € 10,-)

Wofür die Abkürzung A.M.E.S. steht, konnte ich nicht in Erfahrung bringen (Mir hat ein Vögelchen gezwitschert, daß sich die Abkürzung in "Angelic Moral Enforce Severity" auflösen lassen soll... - sg), dafür fällt es um so leichter, jene Band, die sich diesen Namen auserkoren hat, stilistisch zu beschreiben: A.M.E.S. stehen ohne Zweifel für derben Thrash Metal in Kombination mit heftigem Death Metal der brachialen Spielart und eben jene Art von Musik gibt das aus Bad Pyrmont stammende Quintett auch in seinem Infoblättchen zu deren aktueller Scheibe »Postmortem Rites« als Kurzbeschreibung an, womit die Band auch verdammt recht hat. Vorliegendes Werk beinhaltet neun Exemplare, die immerzu in den Dunstkreis der beiden Subgenres passen, wobei es A.M.E.S., trotz ihrer noch nicht wirklich vorhandenen langjährigen Erfahrung, bereits gut verstehen, die Essenzen beider Stilformen zu vereinigen. Melodien kommen zwar mitunter zu kurz, aber die extrem harsche Art und Weise, mit der die Gitarristen ihre Riffs abfeuern, weiß um so mehr zu gefallen. Zudem hat die Formation mit Marco Steinmeyer einen Mann am Mikro (und zusätzlich am Baß), der exakt den zu jenen harschen Tönen passenden Gesang abzuliefern imstande ist. Seine Stimme klingt keinesfalls zu sehr gurgelnd, aber genauso wenig ist sein Gesangstil im melodiösen Bereich anzusiedeln, sondern vielmehr offenbart uns Marco ebenso heftige Sangeseinlagen wie es er und seine Mitstreiter an ihren Instrumenten vorexerzieren. Dominiert von deftigen Riffs und einer adäquaten Rhythmusabteilung, offerieren uns die Jungs über die gesamte Spielzeit von 45 Minuten ihr Können. Dieses ist kompositorisch, wie auch handwerklich-technisch schon recht ausgereift und verfehlt vor allem seine durchschlagende Wirkung nicht. Besonders dann, wenn rifftechnisch die alte Schule des Thrash Metal zu hören ist, wie in ›New Death‹, ›Dissolving/Out‹ oder ›Murder‹ können A.M.E.S. schon durchaus mit der Konkurrenz mithalten. Vor allem aber der zunächst schleppend eingeleitete Opener ›Kinds Of Dying‹, bei dem durch einen gesprochenen Text zusätzlich eine sehr beklemmende Atmosphäre zu Beginn aufkommt, ehe ein heftiger Thrash Metal-Track daraus wird, kann mich beeindrucken. Ein wenig unspektakulär sind dagegen ›Hand Of Prayer‹ und ›13,5 Grains‹ ausgefallen, da in diesen Songs irgendwie die Überraschungsmomente fehlen. Aber diese beiden weniger gelungenen Tracks können den überaus positiven Gesamteindruck von »Postmortem Rites« nicht wirklich trüben. Die harsche Mischung dieser Jungs geht geradeaus in die Nackenmuskulatur und tut jedem Banger bestimmt gut!

Wer sich darüber hinaus ein Bild von der musikalischen Entwicklung dieser Formation machen möchte, kann dies problemlos über die Website der Formation tun, da A.M.E.S. dort ihr erstes Demo »Demise« und Auszüge aus ihrem zweiten Demo »God's Sign Under Suffering Souls« zum Download bereitgestellt haben:

http://www.ames777.com/

band@ames777.com

gut fĂĽr die Nackenmuskulatur


Walter Scheurer

 
A.M.E.S. im Ăśberblick:
A.M.E.S. – Postmortem Rites (Do It Yourself)
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