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HELLOWEEN – Walls Of Jericho

HELLOWEEN – Keeper Of The Seven Keys Part 1

HELLOWEEN – Keeper Of The Seven Keys Part 2

HELLOWEEN – Pink Bubbles Go Ape

NOISE RECORDS/SANCTUARY RECORDS/SOULFOOD

Das waren noch Zeiten als im März 1987 zwei Jungspundtruppen namens HELLOWEEN und OVERKILL durch Deutschland tourten und jeden Abend die Bude rappelvoll und die Stimmung überschäumend war. Heute ist so etwas völlig undenkbar, daß zwei Fast-Nobodies jeden Abend etliche hundert, manchmal sogar über tausend Zuschauer in einen Konzertsaal locken würden. Doch die "Basis" dieser Tour war mehr als beachtlich: So hatten die New Yorker OVERKILL gerade ihr Debut »Feel The Fire« herausgebracht, das für alle Zeiten zu den fünf besten US-Metal-Platten zählen wird, während HELLOWEEN gerade ihre zweite Full Length-Platte, »Keeper Of The Seven Keys Part 1« veröffentlicht hatten, die ebenso wie der Vorgänger »Wall Of Jericho« in den nächsten Jahren zum Grundsockel einer Stilrichtung werden sollte, an der sich bis heute eine Unzahl von Bands versuchen sollte, doch nur ein minimaler Prozentsatz an die Leistungen dieser Stammväter heranreichen sollte.

Beim Nachfolger »Keeper Of The Seven Keys Part 2« war trotz exzellenten Songmaterials wie ›Eagle Fly Free‹, ›Dr. Stein‹ oder ›I Want Out‹ der Gipfelpunkt schon überschritten, obwohl diese Platte dennoch mit leichten Abstrichen als Klassiker tituliert werden kann.

Völlig anders indes auf dem Nachfolger »Pink Bubbles Go Ape«: Kai Hansen hatte seinen Abschied eingereicht, um GAMMA RAY ins Leben zu rufen und HELLOWEEN hatten sich auf dieser Platte - vermutlich unfreiwillig - zu einer katastrophalen Comedyshow degradiert. Denn: schlechtes Songmaterial in Kombination mit idiotischen Späßchenkonzepten (s. ›Heavy Metal Hamsters‹ oder schlicht der Albumtitel...) waren ein Schlag ins Gesicht für die riesige Fanschar und ließen den zuvor noch so erfolgversprechend dahinrollenden Kürbis glatt an die Wand klatschen. Drei Jahre nach dem "Keeper"-Epos war man meilenweit von dem entfernt, was einst den Reiz der Band ausgemacht hatte. Nach dem kometenhaften Aufstieg war der ebenso formidable Absturz vorprogrammiert.

Die Firma SANCTUARY hat just diese drei Pflichtübungen plus einen Totalausfall auf CD wiederveröffentlicht und man kann ihr für diese Arbeit nur ein dickes Kompliment unterbreiten, denn man hat wirklich jegliches zusätzliche Songmaterial auf die CDs gepackt, was von der ersten HELLOWEEN-EP über Single-B-Seiten oder den »Death Metal«-Samplerbeiträgen ›Oernst Of Life‹ und ›Metal Invaders‹ bis hin zu alternativen Mixen reicht, und zudem tolle Booklets und einen Pappschuber gestiftet, so daß der HELLOWEEN-Fan diese Neuauflagen mal kräftig unter die Lupe nehmen sollte - auch wenn er die Originale schon im Schrank stehen hat.

http://www.helloween.org/


Stefan Glas


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