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PLAGUE 9

Mr. Ass

(5-Song-CD: 15,- australische Dollar)

Aus der australischen Metropole Adelaide stammt diese Formation, die mit der nicht gerade charmant betitelten EP »Mr. Ass« ihr Debut vorlegt. Wer auch immer die vier, musikalisch offenbar noch "unbescholtenen" jungen Herren zu diesem Titel inspiriert hat, ist zwar nicht bekannt, das Ergebnis sollte denjenigen aber auf jeden Fall stolz machen, denn ein solches Brett muß man erst einmal als "Dank" serviert bekommen.

Der Vierer fühlt sich eigenen Angaben nach sowohl im traditionellen Metal als auch im Thrash beheimatet und macht auch gar kein Hehl daraus, seine Inspirationsquellen heraushören zu lassen. Warum auch, METALLICA in ihren frühen Jahren (›Stuck In Hell‹ klingt schwer nach Hetfield und Co. zu Cliff Burton-Zeiten) sind schließlich eine ehrwürdige Referenz, wie selbstredend auch deren "schwarzes" Album, dessen Groove für ›Criminal Justice‹ Pate gestanden haben dürfte. ›Flavour Of The Weak‹ läßt dann gesangstechnisch ein klein wenig an Phil Rind denken, während die Riffs durchaus auch von Jeff Waters stammen könnten. Noch ein wenig stärker aufs Gaspedal wird dann in ›Feed It‹ gedrückt, jener Nummer, in der uns Sänger/Rhythmusgitarrist Devon Smith besonders deutlich zu wissen gibt, daß er zur Spezies der eingeschworenen TESTAMENT-Fans zu zählen ist und unter anderem mit »The Ritual« sozialisiert worden sein dürfte.

Irgendwie eigenwillig mutet zunächst der Titeltrack an, mit dem PLAGUE 9 den Reigen beendet. Schließlich wird nicht nur das Tempo im Vergleich zu den vorangegangenen Nummern drastisch reduziert, auch die Atmosphäre wirkt irgendwie geheimnisvoller und dunkler. Ein Glück, daß sich dieses Mysterium schnell auflöst, denn die von einem coolen Baßlauf eingeleitete Bridge und der Refrain machen klar, daß die vier Jungs eben nicht nur knallharten Metal und Thrash zu ihren Vorlieben zählen, sondern ganz offensichtlich auch BLACK SABBATH.

Damit wird aber nicht nur die Debut-EP der Jungs beendet, sondern auch der Hunger auf das erste Langeisen noch ein wenig größer. Allzu lange werdet Ihr uns doch nicht warten lassen, oder, Jungs?

http://www.facebook.com/plague9band/

Man reiche das Langeisen!


Walter Scheurer

 
PLAGUE 9 im Überblick:
PLAGUE 9 – Mr. Ass (Do It Yourself-Review von 2019 aus Online Empire 81)
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