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  UE-Home → Online Empire 77 → Editorial last update: 14.12.2018, 19:47:39  

Im Strom der Bedeutungslosigkeit.

├ťber die Flut der Nichtigkeiten, die in den sozialen Netzwerken ├╝ber den ├äther geht, ist schon viel gesagt und geschrieben worden. Kommunikation stellt f├╝r uns menschliche Wesen eben eine enorme Notwendigkeit dar, was man auf Facebook & Co. hervorragend ausleben kann - so sehr, da├č oftmals die pers├Ânliche, direkte Kommunikation zwischen zwei Menschen auf der Strecke bleibt. Daf├╝r kriegt man aber bei jeder Amazon-Bestellung nach Abschlu├č des Bestellprozesses eine Link angeboten, mit dem man sofort auf Facebook oder Twitter teilen kann, was man gerade gekauft hat - wie unglaublich sinnlos ist das bitte!?

Auch ├╝ber die Art und Weise, wie gerade das rechte politische Spektrum die sozialen Medien mi├čbraucht, um die Wahrnehmung der Gesellschaft zu verzerren und so ihre machtpolitischen Interessen zu erreichen, wurde angesichts der Ergebnisse der Bundestagswahl oft diskutiert.

L├Ąngst nicht so gef├Ąhrlich, aber doch zumindest ├Ąrgerlich ist ein Ph├Ąnomen, das sich mehr und mehr der Metalszene bem├Ąchtigt: der Nachrichten-Overkill. Und zwar mit solchen Nachrichten, von denen man gerne sagt, da├č sie so interessant seien, "wie wenn in China ein Sack Reis umf├Ąllt".

So werden wir mittlerweile mit tonnenweise Pseudonews zugesch├╝ttet, die mal von besonders selbstdarstellerischen Bands oder K├╝nstlern stammen, mal von den mittlerweile unz├Ąhligen gro├čen und kleinen Promoagenturen, die gegen├╝ber ihren Kunden dokumentieren wollen, da├č sie "etwas f├╝r ihr Geld tun", mal von den Plattenfirmen selbst. Gerade wenn eine Band eine neue Platte in der Pipeline hat, scheint es in manchen Kreisen ein extrem nerviges Gesetz zu sein, da├č rund um den Ver├Âffentlichungstermin pro Tag mindestens eine Promomail versandt oder ein Posting generiert werden mu├č, in der irgendwelche Nichtigkeiten publiziert werden oder der K├╝nstler zu irgendwelchen Sachen Stellung nimmt, die keinen Menschen interessieren.

Doch was ist die Konsequenz des Tuns dieser Zeitfresser? Ich bin sicherlich nicht der einzige, der die Mails der "├╝blichen Verd├Ąchtigen" inzwischen ungesehen wegklickt oder ihre Postings keines Blickes w├╝rdigt, was ein netter Effekt ist, wenn man bedenkt, da├č die Urheber eigentlich die entgegengesetzte Wirkung erzielen wollten. Auf alle F├Ąlle werden wir uns bem├╝hen, auch weiterhin die in irgendeiner Form relevanten Nachrichten in unserer Newsabteilung f├╝r Euch zu sammeln, so da├č Ihr Zeit sparen k├Ânnt und trotzdem informiert seid.

Weggewaschen.

Stefan Glas

P.S.: Das aktuelle Cover stammt von Len Rooney, der f├╝r die fr├╝hen ANNIHILATOR-Cover zust├Ąndig war. Seither hat er sich zwar vom metallischen Artwork zur├╝ckgezogen, als K├╝nstler ist er aber immer noch t├Ątig. Sein Werk, das er uns gestiftet hat, stellt sein Tribut an die Horrorfilme der F├╝nfziger dar. Wer mehr von Len sehen m├Âchte, begebe sich auf seine Homepage.

 
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