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  UE-Home → History → Online Empire 87 → Interview-Übersicht → ILLUSORY-Interview last update: 18.06.2022, 10:01:29  

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Nahezu fünf Jahre hat es gedauert, ehe die aus THE IVORY TOWER hervorgegangenen griechischen Prog/Power Metaller ILLUSORY ihr drittes Album startklarmachen haben können. Mit »Crimson Wreath« liefert man aber definitiv Qualität und offeriert einen adäquaten Nachfolger zum durchaus respektabel aufgenommenen »Polysyllabic«.
Zu den Gründen für die unvorhergesehen lange Wartezeit haben wir Sänger Dee Theodorou befragt.

Was war los? Woran mangelte es?

Eigentlich hatten wir vor, »Crimson Wreath« Ende 2018 zu veröffentlichen. Doch leider sind zu jenem Zeitpunkt, als wir mit der Vorproduktion fertig waren, einige unvorhersehbare und tragische Dinge eingetreten. So mußte zunächst unser Gitarrist George Papantonis den Tod seiner Eltern innerhalb kurzer Zeit verkraften, und danach mußte unser Keyboarder aus persönlichen Gründe die Musik komplett an den Nagel hängen. Einen Nachfolger zu finden war nicht einfach, doch mit Makis Vandoros haben wir einen Glücksgriff gemacht. Er ist ein begnadeter Musiker, hat aber zu unserem Glück keine Zeit für andere Bands, weil er als Orthopäde verdammt gut ausgelastet ist.

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Gab es neben all diesen persönlichen auch noch andere Gründe?

Ja, leider. Auch wir blieben von der Pandemie nicht verschont und waren gezwungen, den Mix und das Mastering über das Internet zu stemmen. Wir hatten zwar nicht viel Ahnung, aber auch keine andere Wahl. Mit dem Ergebnis sind wir auf jeden Fall zufrieden.

Gerechtfertigterweise. Vor allem die Arrangements sind geschmackvoll und elegant geworden. Kann es sein, daß da Euer Nebenprojekt ein wenig abgefärbt hat?

Danke, das nehmen wir als Kompliment! Allerdings muß unsere SAVATAGE-Tribute-Band SIRENS momentan pausieren. Weshalb, brauch' ich wohl nicht weiter zu erklären, oder?

Nö. Sehr wohl aber, was es mit den Texten auf sich hat? Zumindest der zweite Teil des Albums klingt nach einer konzeptionellen Geschichte.

Ein Konzeptalbum wie unser Debut ist es nicht, auch wenn sich die Antikriegsthematik wie ein roter Faden durch mehrere Tracks zieht. Die drei Teile von ›An Opus Of Loss And Sorrow‹ sind aber auf jeden Fall als zusammenhängend und in sich geschlossen zu sehen. Dabei handelt es sich um den persönlichsten Text, den ich jemals geschrieben habe.

Daran scheint Dir generell viel zu liegen?

Auf jeden Fall! Fantasy-Trallalla-Geschichten waren noch nie meine Sache. Mir geht es seit jeher darum, daß Texte als essentielle Beiträge einer Komposition betrachtet werden. Mehr noch, ich sage, daß der Text das Gesicht eines Lieds ist! Also nicht bloß das Beiwerk der Musik.

http://www.illusoryband.com/

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

ILLUSORY im Überblick:
ILLUSORY – Crimson Wreath (Rundling-Review von 2021)
ILLUSORY – ONLINE EMPIRE 87-Interview
unter dem ehemaligen Bandnamen THE IVORY TOWER:
THE IVORY TOWER – The Ivory Tower (Do It Yourself-Review von 2007)
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