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MEGAERA (D, Schmelz)

As You Suffer

(7-Song-CD-R: € 5,50)

Eine Kombination der Bandnamen MEGORA und NEAERA war das erste, das mir zu dem mir zuvor unbekannten Begriff MEGAERA in den Sinn gekommen ist, doch es handelt sich selbstredend keineswegs um eine schwermetallische "Fusion", sondern vielmehr um eine junge, aufstrebende Band aus dem Saarland, die sich diesen Namen ausgesucht hat und sich dazu der griechischen Mythologie bedient hat, wo eine der Eriyen (Rachegöttinnen) den Namen MEGAERA getragen hat. Besagtes Quartett existiert erst seit knapp mehr als vier Jahren, konnte bislang lediglich Erfahrung auf den BĂŒhnen sammeln und tritt nun zum ersten Mal mit einer Veröffentlichung in Erscheinung. Sieben Exponate des bisherigen Schaffens hat der Vierer darauf anzubieten, wobei man aber nicht bloß Studioaufnahmen verewigt hat, sondern mit â€șUnleash Hellâ€č auch einen Live-Track prĂ€sentiert, der anlĂ€ĂŸlich des Auftritts der Burschen beim letztjĂ€hrigen "Metal gegen Rechts"-Festival in der "Eisenbahnhalle" Losheim mitgeschnitten wurde. Zwar tun sich hier soundtechnische LĂŒcken auf, doch im Endeffekt sorgen die Jungs damit nicht nur fĂŒr Abwechslung, sondern lassen auch erkennen, daß bei ihren Gigs mĂ€chtig die Post abgeht. Außerdem haben MEGAERA damit ein wahrlich mörderisches Brett in petto, das hoffentlich auch einmal zu Studioehren kommen wird. Stilistisch haben sich MEGAERA eindeutig auf Death Metal festgelegt, kredenzen diesen aber auf recht abwechslungsreiche Weise. Man merkt der Band durchweg an, daß sie sowohl von "alten Helden", aber auch von eher angesagten Formationen beeinflußt wurde, auch wenn ich die "alte Schule" in deutlich höherer Dosis zu vernehmen meine.

Zumeist brettert das Quartett im Uptempo los und lĂ€ĂŸt dabei rifftechnisch vorwiegend an die alten Garde aus Florida als Inspiration denken, doch durch zahlreiche geschickt eingestreute "Bremsmanöver" gewinnen MEGAERA immer wieder zusĂ€tzlich an BrutalitĂ€t und Druck. Das tut dem Hörer verdammt gut und erst recht dem Stiernacken desjenigen, der versucht dem weisen Haupt die LieblingsbeschĂ€ftigung zu vergönnen. Bei allem Respekt vor ihren HochgeschwindigkeitsvortrĂ€gen empfinde ich persönlich die brachiale Mixtur der Jungs aber vor allem im gemĂ€ĂŸigten Tempobereich als geradezu mörderisch, weshalb die Jungs meiner Meinung nach mit dem finalen Titeltrack, in dem das Tempo sehr hĂ€ufig gewechselt wird und die Nackenmuskulatur noch einmal bedenklich durchgewirbelt wird, ihr stĂ€rkstes StĂŒck am Start haben.

http://myspace.com/megaerafuckinmetal

megaerametal@web.de

Bremsmanöver bringen Abwechslung


Walter Scheurer

 
MEGAERA (D, Schmelz) im Überblick:
MEGAERA (D, Schmelz) – As You Suffer (Do It Yourself)
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