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SYRENS CALL – Fantasea

BRENNUS MUSIC (Import)

Endlich! Mehr kann ich dazu nicht sagen. Bei mir liegt mittlerweile seit geschlagenen fünf Jahren eine CD von der französischen Band SNAILBOOSTER herum. Und kaum hatte ich das zugehörige Review verfaßt erhielt ich einen Brief von Drummer Sébastien Paul mit dem Hinweis, daß die Band einige Besetzungswechsel durchlaufen (heuer ist außer Sébastien nur noch Gitarrist Stéphane Thuriot bei der Band involviert) und sich daher in SYRENS CALL umbenannt hätte. Da es nach seiner Aussage demnächst neue Aufnahmen von der Band geben sollte, stellte ich das Review erst mal zurück - nicht ahnend, daß "demnächst" mit einigen Jährchen gleichzusetzen sei.

Die SNAILBOOSTER-CD »Why« wurde von einem Intro eröffnet, das man heutzutage, da die Band von einer Dame gefrontet wird, gestimmt nicht durchgekriegt hätte: Da stöhnte sich eine Weiblichkeit alle Lustbarkeiten der Welt von der Seele (oder von sonstwo...) und kurz bevor sie endlich ihren Höhepunkt hätte feiern dürfen, setzte die Band mit ihrem Instrumentalintro ›69‹ ein, so daß die Madame auf alle Ewigkeiten unbefriedigt aus der Wäsche schauen muß. Inwiefern es sich dabei um jene Lady handelte, die auf dem Cover kopflos nur mit einem Negligé bekleidet zu sehen war, ließ sich damals nicht feststellen. Ansonsten war »Why« eine souveräne Heavyscheibe, die jedoch noch nicht die Klasse bewies, die SYRENS CALL heute an den Tag legen. Und auf die Gefahr hin, ein heftiges Kopfschütteln zu ernten könnt Ihr ja mal bei der Band nachfragen, ob es diese CD noch käuflich zu erwerben gibt.

In der - wie erwähnt sehr langen - Zwischenzeit wurden wir lediglich mit dem SYRENS CALL-Beitrag auf dem von Sébastien initiierten Sampler »Metal Sessions Vol. 1« vertröstet, bis nun endlich mit »Fantasea« die komplette Platte von SYRENS CALL vor uns liegt.

Wie schon der Beitrag auf »Metal Sessions Vol. 1« andeutete spielen SYRENS CALL progressiven Power Metal. Dabei wird der Sound von zwei Elementen geprägt: den moll-igen Gitarren sowie der klaren Stimme von Sängerin Valérie Paul. Allgemein betrachtet sind die Songs von SYRENS CALL recht anspruchsvoll gestaltet, so daß man einige Durchläufe braucht, bevor man sich richtig mit ihnen anfreunden kann (Zur Not kann man jedoch die KISS-Coverversion ›I Still Love You‹ für den flotten Einstieg anwählen.) Dies macht es der Band in der derzeitigen Situation, da es jeden Monat en masse gute, ohrwurmartige Veröffentlichungen gibt, nicht unbedingt einfacher, aber dadurch haben SYRENS CALL die Chance, sich auf lange Sicht gesehen zu etablieren. Wenn die Band also in Zukunft nicht mehr ganz so rumtrödelt, sondern etwas Gas gibt hat sie durchaus eine Chance, sich in die Frontregionen der französischen Szene vorzuspielen. Und Odysseus jubliert jetzt schon!

SYRENS CALL
c/o BOOSTER PRODUCTIONS
15, rue du Rieu
F - 59230 Château l'Abbaye
Frankreich

http://www.syrenscall.com/

sc@syrenscall.com

beeindruckend 12


Stefan Glas

 
SYRENS CALL im Überblick:
SYRENS CALL – Against The Wind And Tide (Rundling-Review von 2006 aus Online Empire 29)
SYRENS CALL – Emoceans (Rundling-Review von 2005 aus Online Empire 23)
SYRENS CALL – Fantasea (Rundling-Review von 2001 aus Online Empire 7)
SYRENS CALL – Raging Waters (Rundling-Review von 2011 aus Online Empire 47)
SYRENS CALL – News vom 21.01.2005
SYRENS CALL – News vom 29.02.2008
unter dem ehemaligen Bandnamen SNAILBOOSTER:
SNAILBOOSTER – Why (Do It Yourself-Review von 1995 aus Y-Files)
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