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PANDEMONIUM (S)

Whispers

(7-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Dieses schwedische Sextett lĂ€ĂŸt sich erst gar nicht auf etwaige AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnisse im Musikbusiness ein und stellt sein aktuelles Album »Whispers« von Beginn an kostenfrei zur "Saugung" zur VerfĂŒgung. Schlaue Idee, denn dadurch besteht durchaus die Chance, daß den Burschen zumindest einige potentielle Fans zuströmen. FĂŒr das GebrĂ€u braucht der schon seit mehr als zehn Jahren aktive und auch veröffentlichungstechnisch mehrfach in Erscheinung getretene Sechser keinerlei Vergleiche zu namhaften GrĂ¶ĂŸen zu scheuen, denn »Whispers« ist ein rundum gelungenes Epos geworden, auf dem sich nicht nur die Erfahrung dieser Jungs positiv bemerkbar macht, sondern fĂŒr mein DafĂŒrhalten auch eine nicht unerhebliche Kompetenz in Sachen "Treffsicherheit" der Melodien.

Dadurch wissen PANDEMONIUM, mit ihrem vielschichtigen Sound relativ mĂŒhelos ins LangzeitgedĂ€chtnis vorzudringen, auch wenn es an sich nicht wirklich einfach ist, die KlĂ€nge der NordmĂ€nner zu erfassen. Als Essenz dieses Albums kann man wohl in erster Linie die perfekte HomogenitĂ€t aus Aggression, Melodik und AtmosphĂ€re bezeichnen, die ĂŒber dem Gesamtklangbild thront.

Basierend auf symphonischen und melodischen Black Metal-KlĂ€ngen kredenzt uns die Truppe ein sehr ĂŒppiges MenĂŒ, das spieltechnisch als durchweg imposant zu bezeichnen ist. Aber auch die Produktion hat ĂŒberaus hohes Niveau, wodurch die einzelnen Instrumente ungemein transparent klingen und auch als Arrangeure beweisen PANDEMONIUM ihr Geschick. Die Tracks leben von ihrer abwechslungsreichen, aber dennoch eingĂ€ngigen Vortragsweise, Spannungsmomente werden speziell dann aufgebaut, wenn die schwarzmetallische Basis mit Sequenzen und EinflĂŒssen aus Doom, Gothic und Death Metal mĂ€chtig aufgefettet wird. Zudem wissen PANDEMONIUM, die Keyboards so einzusetzen, daß diese den Songs mitunter einen Hauch von Soundtrack verabreichen, wodurch zusĂ€tzliche AtmosphĂ€re entstehen kann.

Auch wenn sich diese Melange mitunter recht schwerverdaulich anhört, wissen die Schweden diese durch prĂ€gnante, aber völlig unkitschige Melodien zur Wirkung zu bringen. Klar werden hinsichtlich der Melodien mitunter Anleihen bei großen Namen aus Göteborg auffĂ€llig, wie auch der Name DIMMU BORGIR desöfteren wie ein Schatten ĂŒber PANDEMONIUM auftaucht, in Summe aber haben die Schweden auf »Whispers« eine ĂŒberaus eigenstĂ€ndige Mixtur kreiert.

Wie eingangs erwĂ€hnt, ist das Album auf der Homepage bereitgestellt. Mal sehen, inwieweit diese Art von "Vermarktung" zum Ziel fĂŒhrt.

http://www.pandemonium-metal.com/

info@pandemonium-metal.com

eigenstÀndig schwarz


Walter Scheurer

 
PANDEMONIUM (S) im Überblick:
PANDEMONIUM (S) – Whispers (Do It Yourself)
PANDEMONIUM (S) – News vom 09.12.2008
PANDEMONIUM (S) – News vom 08.05.2009
andere Projekte des beteiligten Musikers Thomas "Lugal-Hellord" Ahlgren:
ARSONIST (S) – News vom 09.12.2008
DERANGED (S) – News vom 31.03.2008
DERANGED (S) – News vom 16.09.2009
DERANGED (S) – News vom 01.09.2011
DERANGED (S) – News vom 22.01.2012
DERANGED (S) – News vom 06.02.2017
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andere Projekte des beteiligten Musikers Jacob "Enlil" Blecher:
YGGDRASIL (S) – News vom 24.10.2010
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ARSONIST (S) – News vom 09.12.2008
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