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ASTRAY PATH – The Hidden Line

HECKMANN SOUNDS

Nachdem uns die Ulmer ASTRAY PATH vor etwas mehr als zwei Jahren mit »Follow The Path« quasi dazu aufforderten ihrem Weg zu folgen, zeigen sich nunmehr ein klein wenig kryptischer und entfĂŒhren uns hinter »The Hidden Line«. An ihrer Marschrichtung, Rock mit klassischen Elementen zu kombinieren und diese Melange von "Frontengel" Kathrin Appel gesangstechnisch umsetzen zu lassen, hat sich nichts geĂ€ndert, die Formation zeigt sich auf ihrem aktuellen Dreher jedoch mutiger als zuvor. Trotz imposanter Auswahlmöglichkeit haben sich die SĂŒddeutschen nĂ€mlich dafĂŒr entschieden ihr aktuelles Scheibchen mit ihrer lĂ€ngsten Kompositionen zu eröffnen. â€șDreamâ€č kratzt an der Neuneinhalb-Minuten-Grenze und offeriert nicht nur die musikalisch vielschichtige Bandbreite der Band selbst, sondern auch AtmosphĂ€re in ungemein dichter Variante, aber auch pure Romantik und lĂ€ĂŸt damit die Klientel der Band wohl himmelhoch jauchzen.

Allerdings bieten ASTRAY PATH genau damit auch Kritikern jede Menge an AngriffsflĂ€che. Die ungemein helle, klassisch ausgebildete Gesangsstimme von Kathrin wird mit Sicherheit nicht den Geschmacksnerv jedes Zuhörers treffen und somit einen Teil der Kritik ausmachen, zu der auch die mitunter fast schon zu "schöne" Musik im Hintergrund beitragen wird. Soll heißen, wer konventionellen Rock oder gar Metal-Sounds erwartet, wird von ASTRAY PATH eher enttĂ€uscht sein, auch vom Gothic in konventioneller Bauweise konnte ich nicht viel ausmachen. Meiner Meinung nach könnte man bei den KlĂ€ngen dieser Band auch gut und gerne von Kammermusik mit ausgeprĂ€gtem Hang zu U-Musik sprechen.

Von daher ist der Mut, den die Band an den Tag legt durchaus nachvollziehbar, und zudem gibt bereits der Opener einen guten Überblick ĂŒber die weitere Marschrichtung. Das Quartett versteht es aber nicht nur, in ĂŒberdimensionaler SonglĂ€nge ein homogenes Bild zu hinterlassen und fĂŒr Spannungsbögen zu sorgen, sondern auch in eher radiotauglicher SonglĂ€nge. Generell lĂ€ĂŸt sich festhalten, daß dem Zuhörer empfohlen wird, sich im Idealfall schlichtweg fallenzulassen und in die Musik der Band einzutauchen. Bei ihrer Gangart fĂ€llt es leicht, sich auf den musikalischen Elaboraten von ASTRAY PATH regelrecht treiben zu lassen, auch wenn bei der klassischen Ballade â€șAloneâ€č, in der Kathrin nur von einem Klavier und Streichern begleitet wird, die Traumwelt verdĂ€chtig nahe erscheint. Einen Exkurs in die musikalische "Anderswelt" von ASTRAY PATH ist aber dennoch eine lohnende Sache!

http://www.astray-path.de/

info@astray-path.de

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
ASTRAY PATH im Überblick:
ASTRAY PATH – The Hidden Line (Rundling)
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