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ANANKE

Promo 2008

(3-Song-CD-R: Preis unbekannt)

UrsprĂŒnglich war von den Musikern angedacht, ANANKE als reines "Spaßprojekt" zu betreiben. Doch nach einiger Zeit entschieden sich die sechs Italiener dann doch dazu, die Sache ein wenig ernster anzugehen. Das erste Demo »Trick Of The Eye« im Jahr 2006 wurde in Folge als Test betrachtet und sollte zeigen, wie die von den Burschen kreierte Musik ankommen wĂŒrde. Offenbar gut genug, denn danach legten sich ANAKE richtig ins Zeug, spielten jede Menge an Gigs in der Heimat und waren zuletzt im Studio, um sich von Mattia Stancioiu (LABYRINTH) einen amtlichen Sound fĂŒr ihre aktuellen Tracks schneidern zu lassen. FĂŒr den Gesang wurde zusĂ€tzlich noch Michele Luppi in seinem "Milu Studio" aufgesucht, ein weiteres deutliches Indiz dafĂŒr, daß aus dem einstigen Spaßprojekt mittlerweile ein sehr ambitioniertes Unterfangen herangewachsen ist.

Durch die durchwegs positive Resonanz auf ihre Live-Shows und ihr erstes Demo ist das Sextett mittlerweile sogar dabei, ihr erstes Langeisen aufzunehmen, zuvor ist jedoch einmal »Promo 2008« in Umlauf gebracht worden, um weiteres Feedback zu erhalten. Die drei Nummern lassen zwar sofort und ohne jeden Einwand die Herkunft der Band erkennen, doch die vor einigen Jahren noch als "typisch italienisch" abgehandelten KlÀnge sind zuletzt ohnehin recht rar geworden, wodurch Kritiker geradezu zur UntÀtigkeit gezwungen waren. ANANKE versorgen also die Welt mit "Italo-Metal" in bester Tradition.

Die Burschen stellen zunĂ€chst einmal ihren sehr feinfĂŒhligen, aber dennoch durchaus kraftvollen Umgang mit den Instrumenten unter Beweis und lassen trotz dominierendem Bombast, den nötigen Biß nicht vermissen. Einzig in den Refrains haben sie zu tief in die Kitschkiste gegriffen, weshalb vor allem â€șThe Gameâ€č diesbezĂŒglich einmal mehr die erschreckende NĂ€he von derlei KlĂ€ngen, die an sich auf harten Rocksounds basieren und dem, was wir als Schlager verachten, offenbart. Der Opener (bereits als Titelsong auf dem ersten Demo zu hören) dagegen lĂ€ĂŸt viel eher an hochwertigen Bombast-Melodic Metal denken und auch der mit gefĂŒhlvollen, atmosphĂ€rischen KlĂ€ngen eröffnete "Abgesang" â€șAnathemaâ€č erweist sich zunĂ€chst als kitsch- und pathosfrei. Allerdings ĂŒbertreibt es hier Riccardo Minicucci mit den hohen Tönen und offeriert exakt das, was der Italo-Metal-Verachter seit jeher als "Eierkneif-Gesang" abhandelt. Leider haben die Jungs in besagtem Rausschmeißer im Refrain erneut geradezu Song-Contest-verdĂ€chtige Melodien anzubieten, wodurch auf »Promo 2008« eine Überdosis "Zuckerwatte" auszumachen ist.

Sehr positiv dagegen erweisen sich die Strukturen der Tracks und auch was die Arrangements betrifft, wissen ANAKE bereits wirklich aufhorchen zu lassen, weshalb man in Summe doch positiv gestimmt auf den Longplayer warten darf.

http://www.ananke.it/

info@ananke.it

fĂŒr Diabetiker ungeeignet


Walter Scheurer

 
ANANKE im Überblick:
ANANKE – Promo 2008 (Do It Yourself)
ANANKE – Promo 2008 (Do It Yourself)
andere Projekte des beteiligten Musikers Riccardo Minicucci:
SCHYSMA – ONLINE EMPIRE 53-"Known'n'new"-Artikel
SCHYSMA – News vom 28.09.2012
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