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PUKY SPOON-CD-Cover

PUKY SPOON

Damned - ein Leben, ein Schicksal

(12-Song-CD-R: € 10,-)

Als besonderes Schmankerl für ihre Fans haben sich die Musiker von PUKY SPOON dazu entschieden, ihr aktuelles Scheibchen in zwei verschiedenen Artwork-Varianten anzubieten. Feine Sache, zumal sich der Interessent bei Bestellung bereits im Vorfeld für eine Version entscheiden kann und nicht erst, wie leider viel zu oft, einen unbestimmten Zeitraum nach dem Erwerb des Silberling damit konfrontiert wird, daß es auch »Damned - ein Leben, ein Schicksal« mit verändertem Coverartwork gibt. Coole Idee, sehr fanfreundlich und von Vorbildwirkung - einige Plattenfirmen dürfen das durchaus als Anregung betrachten!

Aber lassen wir die Sache mit dem Cover sein und widmen uns dem Inhalt dieser Veröffentlichung, der bereits dritten von PUKY SPOON, einer als Quintett agierenden Band aus dem Großraum Frankfurt/Main. Insgesamt zwölf Tracks hat uns die Formation darauf anzubieten, wobei einige Songs jedoch nicht mehr wirklich brandneu sind, sondern wir es dabei lediglich mit neueingespielten Versionen von Songs des aus dem Jahr 2002 stammenden Debuts »Taste It!« zu tun haben. Da dieses aber wohl auch nicht gerade von weltweiter Bekanntheit sein dürfte, machen die Neueinspielungen fraglos Sinn. Die Jungs haben in Summe ein sehr abwechslungsreiches Programm zu bieten und fahren über die gesamte Spielzeit mit abwechslungsreich intonierten, aber immerzu dem traditionellen Metal zugehörigen Kompositionen auf. Hinsichtlich der instrumentalen Umsetzung gibt es nicht viel zu bemängeln, die Rhythmusabteilung Johannes Oehl (Baß) und Boldie von Herbolder (Schlagzeug) weiß durch tightes Spiel zu gefallen und liefert ein ordentliches Fundament, auf dem die Gitarristen Ralph Kindlein und Christian Weber ihr abwechslungsreiches Riffing ausbreiten können. Dazu gehen es die Burschen in unterschiedlichen Tempobereichen an, was für ein differenziertes, aber dennoch homogenes Erscheinungsbild und auch für unterschiedliche Stimmungen sorgt.

Zumeist geht es zwar recht flott zur Sache, doch auch im unteren Tempobereich haben PUKY SPOON etwas zu bieten. ›Time Is Nothing‹ beispielsweise kommt sehr emotionsgeladen aus den Boxen und veranlaßt den Zuhörer wohl sofort, nach einem Feuerzeug zu kramen, um beim Zuhören die richtige Atmosphäre zu gestalten. Wie bereits der Titel des Albums verrät, legen sich die Herren hinsichtlich der Vortragssprache nicht fest und kredenzen uns neben den zum Großteil in englischer Sprache eingesungenen Texten auch Exponate in Deutsch. Während ›Arschloch‹, wie der Titel schon ein wenig verrät, eher punkig im Gesamterscheinungsbild wirkt, wenngleich die Musik doch als Heavy Metal im eigentlichen Sinne zu bezeichnen ist, weiß ›Angst‹ rundum in stampfender Heavy Metal-Manier zu gefallen. Allerdings muß festgehalten werden, daß Sänger Dragan Kremenovic in dieser Nummer nicht ganz das Niveau seiner Komparsen halten kann.

Der Gesang stellt sich generell als der Kritikpunkt von PUKY SPOON heraus. Dragan weiß an sich mit einer eigenständigen und leicht theatralisch klingenden Stimme durchaus zu beeindrucken und läßt, wenn überhaupt, höchstens Vergleiche zum Ober-POWERWOLF Attila aufkommen, der eine ähnliche Phrasierung an den Tag legt, doch mitunter klingt die Chose in ihrer Gesamtheit ein wenig überfrachtet, sprich zu sehr "gekünstelt". Vor allem dann, wenn Dragan zu sehr auf Emotionen erpicht scheint, geht die Authentizität des Gesangs dadurch verloren. In den deutschsprachigen Tracks klingt das dann ein wenig zu sehr kitschig, auch wenn die Texte ganz und gar nicht so ausgefallen sind. Als bestes Beispiel für dieses Manko sei hier ›Without Fear‹ genannt, wo Gesang und Musik im getragenen Beginn nicht wirklich zueinander finden und man den Eindruck erhält, Dragan müßte durch übertrieben vokalisierte Emotionen zusätzlich für Atmosphäre sorgen. Wäre aber keinesfalls nötig gewesen, denn mit der Steigerung des Tempos im weiteren Verlauf dieser Nummer läßt sich auch mitverfolgen, wie Dragan auf natürlichen Gesang umsteigt, dabei überzeugt und die Nummer doch noch ein Gewinn für PUKY SPOON wird. Die Burschen machen ihre Sache in Summe bestimmt nicht schlecht, aber durch die mitunter wirklich gezwungen klingende Gesangstimme kommt die Musik der Truppe mitunter nicht wirklich natürlich rüber und exakt dahingehend sehe ich Nachholbedarf bei diesen Jungs.

http://www.pukyspoon.de/

info@pukyspoon.de

übertrieben theatralisch


Walter Scheurer

 
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PUKY SPOON – Damned - ein Leben, ein Schicksal (Do It Yourself)
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