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WHAT THE HELL

Have A Seat

(13-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Moderne und mit massivem Groove versehene Rock- und Metal-KlĂ€nge liefert die aus Schaffhausen stammende Band WHAT THE HELL auf ihrem zweiten Langeisen »Have A Seat« ab. Da seit der Veröffentlichung des DebĂŒts sind mittlerweile zehn Jahre verstrichen sind, werden sich wohl nur wenige Zeitgenossen an diese Truppe erinnern, die mittlerweile vom Trio zum Quartett aufgestockt worden. »Walk Through«, so der Titel des Erstlings, wurde damals sogar mit PANTERA verglichen, ein Fakt, der auf die aktuelle Veröffentlichung nicht wirklich zutrifft. Zum einen, weil »Have A Seatâ€č nicht ausschließlich Metal enthĂ€lt, sondern sehr wohl auch im wahrsten Sinne des Wortes rockt, zum anderen, weil die Herrschaften offenbar sehr stark darauf erpicht sind, ihre eigene musikalische IdentitĂ€t zu erlangen, was ihnen auch fraglos gelungen ist. Die insgesamt 13 Tracks kommen allesamt in sehr druckvoller Version aus den Boxen, wobei die Gitarren von Markus Dossenbach ganz klar das Geschehen dominieren und das in wahrlich imposanter Manier. Auch wenn die Riffs manchmal an GrĂ¶ĂŸen der Szene erinnern, wie etwa PRONG bei â€șChopped-Off Handsâ€č, fĂ€llt es in Summe schwer, direkte Vergleiche zu anderen Formationen herzustellen. Zu mannigfaltig gehen WHAT THE HELL im Verlauf der Spielzeit von einer knappen Stunde ans Werk und lassen dabei zwar allerlei Anleihen zum Vorschein kommen, haben es aber dennoch geschafft, diese zu einer eigenstĂ€ndigen und homogenen, vor allen Dingen aber immens loslegenden Mischung zu vereinen.

Die Melange, die Drummer Matthias Frey, Basser Michael Fanni und SĂ€nger Michi Seelhofer ins Leben gerufen haben, beeindruckt aber nicht nur durch ihre EigenstĂ€ndigkeit, sondern ebenso durch EingĂ€ngigkeit, außerdem sei erwĂ€hnt, daß »Have A Seat« groovt wie Sau, und das ohne Ende. Die Songs werden in variablem Tempo und ebensolchen HĂ€rtegraden offeriert, wodurch auch fĂŒr ausreichend Abwechslung gesorgt ist. Daß dabei desöfteren eher die Beine als der Nacken zum Mitmachen animiert werden, wie im geradezu zum HĂŒpfen animierenden â€șDisaster Remainsâ€č ergibt sich in erster Linie aus der ungemein rhythmusorientierten Vortragsweise der Schweizer, zu deren aktuellem Album man wohl alles benötigt, bloß nicht den im Titel vorgeschlagenen Sitz.

Sich still verhalten kann bei dieser immerzu rockenden und verdammt gut abgehenden Mixtur wohl kein Mensch. Vor allem dann nicht, wenn die Band rabiat loslegt und mit dezenter Hardcore-Schlagseite metallisch und im Uptempo (wie in â€șS.W.L.â€č) die Ohren zum GlĂŒhen bringt. Genau dann fliegt bei WHAT THE HELL definitiv die Kuh und in den Konzerthallen wohl die eventuell vorhandenen StĂŒhle, oder war »Have A Seat« ohnehin so gemeint?

http://www.whatthehell.ch/

info@whatthehell.ch

Knabbereien ĂŒberflĂŒssig


Walter Scheurer

 
WHAT THE HELL im Überblick:
WHAT THE HELL – Have A Seat (Do It Yourself)
© 1989-2019 Underground Empire



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