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WARHEAD (D, Osnabrück)

Captured

(10-Song-CD: Preis unbekannt)

"Gut Ding braucht Weile", sagt der Volksmund und im Falle von »Captured«, dem aktuellen Werk der deutschen Power/Thrash Metaller von WARHEAD gibt es diesbezüglich auch nichts zu entgegnen. Ganze sieben Jahre hat es gedauert, ehe sich die Fanscharen nun endlich an einem Nachfolger zum Konzeptalbum »Beyond Recall« ergötzen dürfen. Doch dieses lange, zum Teil durch den Ausstieg von Björn Eilen verursachte Warten hat sich definitiv gelohnt. Vom Opener ›Thanx Killing‹ an kredenzen uns Drummer und »Obersprengkopf» Peter Breitenbach und seine Mannschaft, zu der auf »Captured« Michael A. Mueller (v) und Stefan Rolf (g, b) gehören, eine satte Dosis feinster Klänge, irgendwo in der Schnittmenge aus Power Metal US-amerikanischer Prägung und ebensolchem Thrash mit viel Melodie. Im zweiten Song ›Lies!‹ fühle ich mich wohl nicht nur aufgrund der Textzeile ›Fire In The Hole‹ ein klein wenig an LÅÅZ ROCKIT erinnert, ehe der Titelsong wie ein dunkler kleiner Bruder der Machenschaften eines gewissen Herrn Mustaine anmutet. Vor allem der immer wieder an Dave M. erinnernde Gesang von Michael läßt diesen Vergleich durchaus zu, auch wenn, vor allem was die Rhythmusparts betrifft, mitunter die eine oder andere Parallelität zum Großmeister der deutschen Metal-Gemeinde Udo und seiner ehemaligen Band ACCEPT ans Tageslicht befördert wird. Aber in Summe behalten die Einflüsse aus den US of A klar und deutlich die Überhand, die Speed Metal-Nummer ›Deatheater‹ reiht sich beispielsweise in eben jene Kategorie ein und auch das brachiale ›Alive‹, mit dem uns WARHEAD eindrucksvoll unter Beweis stellen, daß sie auch langsamere Kompositionen aus dem Ärmel schütteln können, ohne dabei an Härte einzubüßen, läßt nicht wirklich auf die Herkunft der Band schließen. Der ›Zombie Ride‹ erinnert mich dann ein wenig an TANKARD auf einem OVERKILL-Trip, ehe ›Phantoms‹ mit einem Kerry King-Gedächtnis-Riff aus den Boxen ballert. Das sich gen diverser Bay Area-Helden verneigende ›Purple People‹ und das gut sechseinhalb Minuten groovende ›City Of God‹ beenden den musikalischen Reigen auf »Captured«, mit dem sich WARHEAD eindrucksvoll in der Szene zurückgemeldet haben und obendrein gleich in Richtung Speerspitze des deutschen Power Metals amerikanischer Machart und Ausführung abzielen.

Feine Sache, jetzt aber bitte nicht locker lassen, sondern unbedingt nachhaken, Jungs!

http://www.warhead.de/

jetzt mit noch stärkerer Sprengwirkung


Walter Scheurer

 
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WARHEAD (D, Osnabrück) – News vom 16.03.2000
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GRAVE DIGGER (D) – News vom 28.07.1992
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SLEEPING GODS – News vom 27.07.2005
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