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  UE-Home → History → Y-Files »UE« → Review-Überblick → Re-Release-Review-Überblick → DEATH – »Scream Bloody Gore«-Review last update: 01.07.2020, 22:57:16  

”Y-Files”-Datasheet

Contents:  DEATH-Re-Release-Review: »Scream Bloody Gore« & »Leprosy« & »Spiritual Healing« & »Human« & »Individual Thought Patterns«

Date:  April 2000 (created), 08.09.2008 (revisited), 06.02.2018 (updated)

Origin:  ONLINE EMPIRE

Status:  unreleased

Reason:  unfinished business

Task:  finalize

Comment:

Die umfangreichen COMBAT-Re-Releases wollten wir zum Anlaß nehmen, um Euch einige Metalklassiker ins Gedächtnis zurückzurufen. Obgleich diese während des Jahres 1999 erschienen und ONLINE EMPIRE 2 somit in Reichweite war, sollte dieser Plan damals nicht zu seiner Fertigstellung gelangen, so daß die oft nur teilweise fertiggestellten Reviews hier aufpoliert wurden.

Wie bei Re-Releases durchaus üblich enthalten die jeweiligen Reviews etliche Ausführungen zur Geschichte und dem weiteren Schicksal der Band, so daß solche Anmerkungen an dieser Stelle außen vor bleiben können.

 


 

Zum Zeitpunkt als dieses Review verfaßt wurde, das sich dem DEATH-Backkatalog widmet, konnte noch niemand ahnen, daß Mastermind Chuck nur noch wenige Wenige zu leben hätte. Zwar war der Gehirntumor bereits im Mai 1999 diagnostiziert worden, doch bis zum Mai 2001 galt Chuck als geheilt, als ein Rezidiv des Tumors auftrat. Während bei der Erstdiagnose Chuck behandelt wurde, wodurch sich die Familie mit fast 70.000 Dollar verschuldete, die anschließend allerdings durch Spendenaktionen und Benefizkonzerte gedeckt werden konnten. Bei dieser erneuten Krebsdiagnose wird die notwendige Behandlung indes verweigert, da die notwenigen Mittel fehlen. Bis die neuerliche Spendenwelle richtig anrollte (s. auch das "In Death We Trust"-Festival, über das wir berichtet hatten) war Chuck bereits am 13. Dezember 2001 verstorben. Als Opfer der Landes der unbegrenzten Möglichkeiten...

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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DEATH – Scream Bloody Gore

DEATH – Leprosy

DEATH – Spiritual Healing

DEATH – Human

DEATH – Individual Thought Patterns

COMBAT/CENTURY MEDIA RECORDS/SPV

Trotz des wahrlich beachtlichen Programms, das die Company vorzuweisen hatte, waren DEATH vermutlich der dickste Fisch, den COMBAT an Land gezogen hatten, da diese Band und vor allem ihr Kopf Chuck Schuldiner einen neuen Musikstil ins Leben (oder in den Tod...) rief: den Death Metal. Und dieses revolutionäre Potential war schon auf den Demos zu erkennen, die bis heute als unsterbliche Klassiker gelten müssen. Deshalb war unterm Strich das DEATH-Debut »Scream Bloody Gore« trotz allem eine Enttäuschung, da die Songs nicht mehr diese rohe Kraft entfalteten wie auf den Demos, der Sound der aber dennoch relativ schwach war (während die klangtechnische Seite der einzige Nachteil der Tapes war).

Der weitere Weg von DEATH führte zu einer immer höheren Spielkultur, die jedoch die Brutalität und die Kompromißlosigkeit der Songs nie auslöschte. Das hohe technische Niveau, auf dem DEATH sich bewegten, wird bis heute von nur wenigen Band erreicht. Zu DEATH gehört jedoch auch die unglaublich hohe Frequenz von Besetzungswechseln, so daß keine Platte im selben Line-up eingespielt wurde und Chuck teilweise von eine Platte zur nächsten die komplette Mannschaft auswechselte. Dabei kamen und gingen echte Crack wie James Murphy, der bekanntlich auch bei OBITUARY oder TESTAMENT gezockt hatte und für DEATH »Spiritual Healing« einspielte; auf »Human« wirkte dann Überdrummer Sean Reinert von CYNIC mit, der jedoch für die nächste DEATH-Platte »Individual Thought Patterns« die Sticks an Drummonster Gene Hoglan abgab, der auf besagter Platte an der Seite von KING DIAMOND-Gitarrist Andy LaRocque aufspielte. Ergo: Selbst ein Mann, der eher auf dem melodischen Sektor zu Hause war, konnte sich der Faszination von DEATH nicht erwehren und gab Chuck sein Jawort.

Kurz: Diese fünf Scheiben, die nun wiederveröffentlicht wurden, bedeuten evolutionär gesehen, daß hier im Stammbaum des Metals ein neuer Ast abgespalten wurde, der bis heute mehr als lebhaft vor sich hinrankt.


Stefan Glas


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