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ATHROX (I) – Through The Mirror

REVALVE RECORDS (Import)

In ihrer Heimat scheint diese Band bereits ĂŒber ein durchaus beeindruckendes Gefolge zu verfĂŒgen, schließlich durften ATHROX schon fĂŒr GrĂ¶ĂŸen wie ICED EARTH oder Ross The Boss das Publikum bei deren Auftritten in der Toskana in Stimmung bringen. Dabei wird man bis vor kurzer Zeit zwar wohl vorwiegend Material des Debuts »Are You Ready« zu hören bekommen haben, seit einigen Monaten mit Sicherheit aber auch Songs des vorliegenden zweiten Drehers »Through The Mirror«.

Der wurde produktionstechnisch und auch optisch wirklich gut in Szene gesetzt und entpuppt sich sowohl als Eye- wie auch als Ear-Catcher. Der transparente, drĂŒckende Sound lĂ€ĂŸt speziell die teils recht komplexen Arrangements sowie die progressiven VersatzstĂŒcke verdammt gut zur Geltung kommen. Hier wurde gute Arbeit verrichtet, keine Frage.

Das lĂ€ĂŸt sich aber auch fĂŒr die Songs an sich attestieren, denn »Through The Mirror« klingt in allen Belangen in sich stimmig. Als Basis lĂ€ĂŸt sich traditioneller Heavy/Power Metal mit dezentem US-Einschlag heraushören, der immer wieder durch eine gehörige Dosis Tempo in Richtung Thrash getrimmt wird. Doch auch an Melodien mangelt es nicht. Allen voran versteht es SĂ€nger Giancarlo Picchianti mit seiner Stimme, diesbezĂŒglich fĂŒr Akzente zu sorgen, und zudem lĂ€ĂŸt er ab und an Andy B. Franck denken. Keine schlechte Referenz, oder?

Auch fĂŒr Abwechslung wird gesorgt, unter anderem durch unterschiedliche AtmosphĂ€re. So kommt etwa das Anti-Kriegs-Epos â€șAshes Of Warsawâ€č erst durch eingespielte Sprach-Sequenzen und Background-Growls entsprechend dĂŒster daher und sorgt fĂŒr GĂ€nsehaut. Dem gegenĂŒber steht unter anderem die bluesig angehauchte Ballade â€șImagine The Dayâ€č, fĂŒr die man sich allerdings ein klein wenig zu sehr an der Grundstruktur von â€șNothing Else Mattersâ€č orientiert hat. Mit dem auf einem fesselnden Baßlauf basierenden, fett groovenden â€șSadness N' Tearsâ€č, dem bereits als Video veröffentlichten â€șFallen Apartâ€č sowie dem sich von einer jazzig-eleganten Einleitung zu einem brachialen Stampfer entwickelnden Titelsong hat ATHROX auf jeden Fall feine OhrwĂŒrmer am Start und sollte nicht zuletzt deshalb auch bei einigermaßen aufgeschlossenen Metalheads auf reges Interesse stoßen. Empfehlenswert!

http://www.athroxofficial.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
ATHROX (I) im Überblick:
ATHROX (I) – Through The Mirror (Rundling)
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