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ASTEROID – III

FUZZORAMA RECORDS/CARGO

Schwer zu erraten sollte es nicht sein, bei welchem Album die drei Schweden inzwischen angelangt sind. Und ebenso klar sollte es selbst fĂŒr bis dato unbedarfte Zeitgenossen sein, womit sie es zu tun bekommen, wenn sie sich an ASTEROID heranwagen.

Zwar lĂ€ĂŸt die "Flying V" spontan und durchaus auch berechtigterweise an UFO denken, allerdings ist es die Phase vor dem Einstieg von Michael Schenker, die hier als inspirativ betrachtet werden kann. Damit ist aber selbstredend die gesamte Bandbreite noch lĂ€ngst nicht erwĂ€hnt. Da die drei Burschen aus der Musikmetropole Örebro mit Sounds der spĂ€ten 60 und ganz frĂŒhen 70er Jahre offenbar nicht nur sozialisiert wurden, sondern diese dermaßen verinnerlicht haben, daß man mitunter gar den Eindruck haben kann, das Trio wĂ€re einer "Zeitmaschine" entstiegen, kann man jede Menge an unterschiedlichen Idolen heraushören. Unter anderem die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen wie LED ZEPPELIN und BLACK SABBATH, aber auch CREAM, MOUNTAIN, WISHBONE ASH und HAWKWIND.

Wie bei ASTEROID scheinbar Usus, ist es die elegante MelodienfĂŒhrung von Gitarrist Robin Hirse, die den Zuhörer förmlich durch die Songs trĂ€gt. Als klangtechnische Referenzen lassen sich durchaus David Gilmour und Jimmy Page erwĂ€hnen, und das ohne schlechtes Gewissen. Aber auch diverse Anleihen bei skandinavischen ProgRockern lassen sich heraushören, wie man desöfteren auch folkloristische Einsprengsel vernehmen kann.

So weit, so bekannt? Nicht ganz. Im direkten Vergleich zu den ersten beiden Scheiben fĂ€llt zum Beispiel auf, daß es die Burschen inzwischen sehr wohl auch draufhaben, in regelrecht beĂ€ngstigend kurz gefaßten Tracks auf den Punkt zu kommen und dabei auch noch dazu OhrwĂŒrmer in die Welt zu setzen. Als Paradebeispiel hierfĂŒr sei das nur knapp mehr als drei Minuten lange â€șSilver And Goldâ€č angefĂŒhrt, mit dem sich Asteroid wohl endgĂŒltig um den inzwischen verwaisten GRAVEYARD-Thron bewerben dĂŒrfen.

Mit dem Ă€hnlich angelegten und ebenso ĂŒberaus geschmackvollen, wenn auch stilistisch eher aus der BLACK SABBATH-Schule kommenden â€șTil' Dawnâ€č drĂ€ngt sich das Trio zudem auch noch regelrecht fĂŒr gemeinsame Shows mit GrĂ¶ĂŸen wie HORISONT oder WITCHCRAFT auf. Ein Ă€hnlicher Bekanntheitsstatus sollte fĂŒr ASTEROID mit »III« durchaus zu erreichen sein. Coole Scheibe (in einem noch viel coolerem Cover)!

http://www.asteroid.se/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
ASTEROID im Überblick:
ASTEROID – Asteroid (Rundling)
ASTEROID – III (Rundling)
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