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ANNISOKAY – The Lucid Dream[er]

STEAMHAMMER/SPV

Einschl√§gig orientierte Metal/Core/Modern/Post-Szenekenner werden wissen, da√ü diese Scheibe an sich schon 2012 aufgelegt wurde und die Band aus Halle bald darauf sogar einen Deal in Japan an Land ziehen konnten, wo man das Album nun auch schon seit l√§ngerer Zeit erstehen kann. Zuletzt wurde man mit SPV handelseinig, weshalb das Label ¬ĽThe Lucid Dream[er]¬ę nun also auch "offiziell" auflegt.

Wer mit dem Namen dieser Band noch gar nicht konfrontiert wurde, dem sei gesagt, da√ü die eigentlich ANN IS OKAY genannte Formation in der eingangs erw√§hnten Abteilung offenbar ein bereits beachtliches Gefolge ihr nennt. Das hat zwar an sich nichts weiter zu bedeuten, doch man mu√ü selbst als konsequenter Ignorant besagter Stilrichtung zugeben, da√ü auf dieser Scheibe √ľberraschend abwechslungsreiche, von kehlig-garstig bis hin zu emotionsgeladen, aber - Pluspunkt f√ľr die Band - niemals zu weinerliche Gesangsparts und ebensolche Kl√§nge regieren, wobei die heftigen Momente in Summe doch die √úberhand behalten. Der Variantenreichtum wird auch dadurch hervorgehoben, da√ü die Jungs zwar immer wieder ordentlich losbrettern, in den entscheidenden Momenten aber sehr wohl mit Gef√ľhl und dementsprechender Melodik agieren.

Selbstverst√§ndlich hat auch diese Truppe eine hitverd√§chtige Ballade (‚ÄļWho Am I‚ÄĻ) am Start, wobei man auch diese als absolut gelungen bezeichnen mu√ü. Erw√§hnenswert deshalb, weil ANNISOKAY damit wohl nicht nur unz√§hlige junge Fans begeistern werden, sondern selbst einem alten Sack wie mir ein mehr als nur beipflichtendes Nicken entlocken. Respekt!

Womit die Band mir pers√∂nlich aber doch h√∂chstens ein entsetztes "Warum bitte?" herausrei√üen kann, ist der an den Schlu√ü gesetzte "HoppiTronic Remix" des eigentlich gar nicht mal √ľblen, weil ansprechend und spannungsgeladen aufgebauten Openers ‚ÄļThe Final Round‚ÄĻ, dessen urspr√ľngliche Durchschlagskraft mich sogar √ľber die elektronischen Einsprengsel hat hinwegsehen hat lassen.

Wollen wir einmal davon ausgehen, da√ü die Burschen damit ihre experimentelle Phase ausgelebt haben und uns keinen Ausblick auf zuk√ľnftige Taten gew√§hrt wurde... Ansonsten geht dieses Album aber in Ordnung, auch weil der "Suder-Faktor" √ľberraschend gering gehalten werden konnte.

http://www.facebook.com/annisokay

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
ANNISOKAY im √úberblick:
ANNISOKAY – The Lucid Dream[er] (Rundling)
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