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ATLANTEAN KODEX – The White Goddess (A Grammar Of Poetic Myth)

CRUZ DEL SUR MUSIC/AL!VE

Es gibt zwar wohl einfachere ├ťbungen f├╝r Bands als sich mit jeder Ver├Âffentlichung gewisserma├čen selbst zu ├╝bertreffen, andererseits l├Ą├čt sich gerade in diesem Punkt auch immer wieder erkennen, da├č so manche Truppe f├╝r das gefeierte Debut eben deutlich l├Ąnger Zeit hatte, um die Songs auszut├╝fteln, w├Ąhrend der Nachfolger gewisserma├čen wie ein "Schnellschu├č" wirkt. Von daher d├╝rfte auch die Erwartungshaltung, an die Burschen von ATLANTEAN KODEX nach ihrem weit ├╝ber den Underground hinaus respektiertem und zum Teil gar ├╝berschwenglich gefeierten Debut ┬╗The Golden Bough┬ź eine gewaltige gewesen sein.

Nicht viel geringer d├╝rfte auch die Erwartung der Band an sich gewesen sein, denn ┬╗The White Goddess (A Grammar of Poetic Myth)┬ź ist auf der einen Seite das geradezu logische Nachfolgeteil zum Erstling geworden, beinhaltet auf der anderen allerdings sowohl mehr an gro├čartigen Melodien und epischen Momenten und erzeugt zudem - trotz mehreren "Ohrw├╝rmern" - eine noch intensivere Tiefenwirkung. Obendrein besitzt der F├╝nfer ein derma├čen feines Fingerspitzengef├╝hl f├╝r ├ťberleitungen, Spoken-Words-Einsprengsel und sonstige "Zusatzstoffe", da├č man dieses Album - das im Prinzip zwar "nur" f├╝nf Kompositionen enth├Ąlt, die durch drei Intermezzi, die das Album quasi zu einem Gesamtkunstwerk "auffetten" - gar nicht anders h├Âren kann als am St├╝ck.

Und speziell diese kurzen, jedoch perfekt inszenierten Zwischenspiele entpuppen sich als unabdingbar, schlie├člich tragen sie sehr viel zum Spannungsaufbau des Teils bei und bewirken obendrein einen inneren Zusammenhalt. Nicht zu vergessen, da├č die eigentlichen Songs von ┬╗The White Goddess (A Grammar Of Poetic Myth)┬ź dadurch erst so richtig zur Geltung kommen.

Dennoch w├Ąre das alles noch nicht einmal halb so viel wert, w├Ąren da nicht eben genau diese Songs, die beweisen, da├č sich ATLANTEAN KODEX ohne jedwede Protektion oder sonstige "Hilfsmittel" zu einer der momentan essentiellsten Metalbands ├╝berhaupt entwickelt haben. Denn egal, welche Nummer man als Favorit auserkoren will, die Erhabenheit, mit der uns diese Formation ihre epischen, abwechslungsreichen und vielschichtigen Tracks darbietet, ist momentan schlichtweg von den "Mitbewerbern" einfach nicht zu erreichen. Selbst dann nicht, wenn die Band f├╝r ihre Verh├Ąltnisse extrem hart und mit Vollgas unterwegs ist wie in ÔÇ║Sol invictus (With Faith And Fire)ÔÇ╣, oder aber sich in ÔÇ║Heresiarch (Thousandfaced Moon)ÔÇ╣ von einer pechschwarzen Intensit├Ąt zeigt. Und erst recht nicht logischerweise, wenn das Quintett unter Beweis stellt, da├č es den Pathos von BATHORY in Kombination mit jenem der ganz fr├╝hen MANOWAR auf tiefsch├╝rfende und elegante Weise wie in ÔÇ║Enthroned In Clouds And Fire (The Great Cleansing)ÔÇ╣ darbieten kann.

Kurzum, auf diesem Album stimmt einfach ALLES, unter anderen auch weil ATLANTEAN KODEX Melodien f├╝r die Ewigkeit und elegischen Epic Metal in perfekter Harmonie zu kredenzen wissen, wie das in ÔÇ║Twelve Stars And An Azure Gown (An Anthem For Europa)ÔÇ╣ der Fall ist, mit dem die Truppe einen Ohrwurm der Sonderklasse abgeliefert hat, der f├╝r mich eindeutig den "Song des Jahres" darstellt. Fast zur "Nebenerscheinung" verkommt da das lyrische Konzept, das sich mit der Entstehung und dem Fall Europas besch├Ąftigt. Zwar wird das Album dadurch (auch durch diverse "Spoken-Word-Passagen" unter anderem von Winston Churchill) noch ein wenig intensiver, doch bei allem Respekt davor: Dieses Album w├Ąre auch dann Weltklasse geworden, w├╝rden ATLANTEAN KODEX ├╝ber Schuhcreme oder Plastiksackerl singen!

Fazit: Die Band agiert in absoluter ├ťberform und wird einen unglaublichen Satz auf der Karriereleiter t├Ątigen k├Ânnen, macht es sich selbst aber f├╝r die Zukunft verdammt schwierig, denn um nochmal ein solch' epochales Teil, das fraglos als "Album des Jahres 2013" in die Annalen der Historie eingehen wird, aufzunehmen, werden auch diese K├Ânner einiges zu "knabbern" haben!

http://www.atlanteankodex.de/

genial 18


Walter Scheurer

 
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