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Movie

Ghosts Of Mars



SONY PICTURES

DVD



Stefan Glas


John Carpenter ist ein Genie. Nicht mehr und nicht weniger. Kaum ein anderer Mann hat es verstanden, eine derart pr├Ągnante Handschrift zu entwickeln, da er von Drehbuch ├╝ber Regie bis hin zu - ganz wichtig! - der Musik alles in seiner Hand hatte.

Sein aktuelles Werk hei├čt "Ghosts Of Mars" und kann sicherlich nicht mit Johns gr├Â├čten Kreationen konkurrieren (├╝berirdische Streifen wie "Die Klapperschlange" oder "The Fog" macht man nun mal nicht jeden Tag...), ist aber dennoch ein guter, locker aus der gro├čen Masse herausragender Actionrei├čer, der vom Konzept her ein wenig an "Alien" erinnert: Auf dem Mars, wo die Menschen im Jahr 2176 Kolonien gegr├╝ndet haben, um die Bodensch├Ątze auszubeuten, wird ein b├Âser Geist geweckt, der von den Menschen Besitz ergreift und sie in mordgierige Wahnsinnige verwandelt. Ein Trupp Marspolizisten steht inmitten eines Routineeinsatzes dieser ├ťbermacht gegen├╝ber. Und als der Kopf der rangh├Âchsten Offizierin (Pam Grier) pl├Âtzlich Bekanntschaft mit einem ├╝berdimensionalen Schaschlikspie├č macht, steht pl├Âtzlich die n├Ąchstranghohe Polizistin (die wunderbare Natasha Henstridge) an vorderster Front und mu├č das schwindende Gr├╝ppchen anf├╝hren. Sie ist dabei sogar gezwungen, ein Zweckb├╝ndnis mit einem Ganoven (Ice Cube) und seiner Bande einzugehen, obwohl sie eigentlich genug damit zu tun h├Ątte, ihre eigenen D├Ąmonen in Zaum zu halten.

Jenseits der visuellen Ebene ist "Ghosts Of Mars" in musikalischer Hinsicht sehr metallisch ausgefallen, was nichts damit zu tun hat, da├č der marsianische Oberfiesling wie eine norwegische Schwarzwurzel aussieht, sondern "Ghosts Of Mars" stellt in einer Hinsicht eine Ausnahme dar: Da sich John Carpenter, der eher der Meister der Tasten ist, hier f├╝r recht riffige Musik entschieden hatte, die nun mal am besten von einer Gitarre vorgetragen wird, heuerte er die New Yorker Moshkings ANTHRAX, Saitengott Steve Vai und Klampfer Buckethead von Axl Roses' aktueller Quasi-GUNS N' ROSES-Mannschaft an, um seine Kompositionen umzusetzen.

Und so riffen sich die Mannen nicht nur un├╝berh├Ârbar durch den Streifen, sondern beim Bonusmaterial gibt es einen Beitrag, der bei den Aufnahmen der Filmmusik entstand. Folglich erleben wir Steve Vai, der f├╝r die eher spacigen Gitarrenparts zust├Ąndig war, Buckethead, nat├╝rlich mit seiner altbekannten Gesichtsmaske und seinem ultimativen Wahrzeichen, dem KFC-Pappeimer, auf der Birne (der Typ mu├č doch rund um die Uhr nach Chicken Wings m├╝ffeln...), und ANTHRAX, zwar ohne Jon Bush, da es nat├╝rlich keine Gesangsparts gibt, aber daf├╝r mit Paul Crook, der damals zur Band geh├Ârte, obwohl die Band ihn nie auf einer Platte genannt hatte - was nat├╝rlich nicht gerade die feine englische Art war...

Anyway - "Ghosts Of Mars" wird auf alle Zeiten der r├Âteste Film von John Carpenter bleiben, was sowohl an der Deko als auch an dem gl├╝hend-hei├čen Klangstahl liegt, der pa├čgenau f├╝r den Film geschmiedet wurde.

 
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