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  UE-Home → Online Empire 87 → Editorial last update: 12.06.2021, 16:53:16  

Corona. Ein Jahr Quarant├Ąne.

Na ja, nat├╝rlich befinden wir uns nicht seit zw├Âlf Monaten in Quarant├Ąne. Aber es f├╝hlt sich oftmals so an. Und f├╝r Musiker, die seither quasi ein Auftrittsverbot haben, kommt dies gewisserma├čen auch einer Quarant├Ąne gleich. Sie k├Ąmpfen um Alternativen, auch wenn "Abstandskonzerte", Autokinoauftritte oder Streamingshows bestenfalls als Methadonprogramm dienen, die zudem nat├╝rlich nicht die Verdienstm├Âglichkeiten bringt wie ausgiebige Tourneen.

Die ├ťberlegung, welche Konsequenzen die Corona-Pandemie auf die Gesellschaft und die Kunst im Speziellen hat, haben wir schon in den letzten Editorials angesto├čen. Doch je weiter die Zeit voranschreitet, scheint es so, als w├╝rden die entsprechenden Antworten immer weiter in die Zukunft zu r├╝cken. Klar ist nur, da├č jeder in den letzten zw├Âlf Monaten etliche Kr├Âten schlucken mu├čte, die Hoffnung, da├č nach einem Lockdown und mit ein bi├čchen Geduld alles wieder "normal" sein w├╝rde, aber schon l├Ąngst gestorben ist. Mittlerweile ist uns allen bewu├čt, da├č auch 2021 kein "normales" Jahr werden kann; todesmutig gebuchte Touren wurden schon auf den sp├Ąten Herbst umgeplant, die fr├╝hen Festivals sind schon erneut um ein Jahr verschoben, w├Ąhrend derzeit jene Open Airs, die f├╝r die Jahresmitte geplant sind, von Tag zu Tag mehr zittern m├╝ssen.

Angesichts von erneut explodierenden Infektionszahlen, w├Ąhrend der gewissenlose Leugner-Mob immer lauter meckert, wodurch eine verh├Ąltnism├Ą├čig kleine Gruppe durch den Einsatz von Social Media & Co. in der Au├čenwahrnehmung derart verzerrt und ├╝bersteigert wird, da├č sich die Politik nicht mehr traut, die notwendigen Ma├čnahmen zu treffen steuern wir momentan sehenden Auges in eine Katastrophe.

Zugegeben: Es ist derzeit in vielerlei Hinsicht schwierig, das positive Denken aufrecht zu erhalten, aber letzten Endes bleibt es unsere einzige M├Âglichkeit, um diese verfahrene Situation zu ├╝berleben. Immerhin erscheinen mittlerweile wieder sehr viele neue Releases - auch jene von gr├Â├čeren Band, die vor einigen Monaten noch angek├╝ndigt hatten, da├č ihre Platte erst erscheinen w├╝rde, sobald man wieder normal touren k├Ânne. Denn: Mittlerweile hat wohl jeder kapiert, da├č dieses "irgendwann" unbestimmter ist denn je, und da├č dieses "normal" von fr├╝her garantiert v├Âllig anders sein wird als das zuk├╝nftige "normal". Somit gibt es viele neue Platten, die wir h├Âren k├Ânnen, und die alten Klassiker sind nat├╝rlich auch vorz├╝glich geeignet, um uns Mut einzuhauchen.

Durchhalte-Modus aktiviert!

Stefan Glas

P.S.: Mehr als anderthalb Jahrzehnte nach unserer Story "Buffy & Angel - The Sound Of Demons And Vampires" ist es sch├Ân zu sehen, da├č es immer noch Fans der Serie gibt, deren letzte Staffel im Jahr zuvor gedreht worden war: Der K├╝nstler Miguel Blanco von den Philippinen widmet sich haupts├Ąchlich sogenannter Fan-Art und malt Figuren aus seinen Lieblingsfilmen und -serien, zu denen eben auch Vampirj├Ągerin Buffy geh├Ârt. Auf seiner ArtStation-Seite k├Ânnt Ihr seine Werke bestaunen.

 
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