Daß SPREAD EAGLE, die in den frühen 90ern vor allem durch ihre bei MTV phasenweise in Dauerrotation gesendeten Videos kurz vor dem ganz großen Durchbruch standen, danach jedoch leider in der Versenkung verschwanden, vor sieben Jahren mit »Subway To The Stars« ein überaus bemerkenswertes Comebackalbum abliefern würden, war keineswegs vorhersehbar.
Bassist Rob Deluca und Sänger Ray West lassen uns auf Nachfrage unter anderem wissen, daß die Band schon zu jener Zeit als langfristig existierendes Unternehmen aufgezogen wurde.
Zuallererst muß Euer Zeitmanagement hinterfragt werden…
Rob: Berechtigte Frage, die ich auch stellen würde. Vom Gefühl her waren es keine sieben Jahre, doch der Kalender lügt nicht. Es kam einfach eine ganze Menge zusammen. Sowohl Ray als auch ich waren bei diversen anderen Bands und Projekten involviert, weshalb nicht viel Zeit für SPREAD EAGLE blieb.
Ray: Und als es so weit war, haben wir geschätzte 20 Monate der letzten beide Jahre auf Achse verbracht, um Konzerte zu spielen.
Sind Konzerte für Euch generell wichtiger als Alben aufzunehmen?
Ray: Wir haben uns schon immer als Liveband betrachtet. Klar sind Tonträger und Videos auch wichtig, aber ein Konzert zu geben, ist noch einmal eine andere Hausnummer.
Rob: Da sich das Business stark verändert hat, muß man heutzutage einfach vielmehr darauf achten, Geld über Gigs einzuspielen. Ohne Gigs kannst du als Band nicht überleben. Davon waren schon zu Zeiten unseres Debuts überzeugt. Alles, was da so kam wie Videos und so weiter, war sicher sehr fein. Doch wer keine Gigs absolviert hat, ist schnell weg vom Fenster gewesen. Daran hat sich nun mal nichts geändert.
Habt Ihr eine Idee, was heutzutage mit einem neuen Album wie »The Brutal Divine« noch zu erreichen ist?
Rob: Schwierige Frage. Finanziell gesehen wahrscheinlich nicht mehr viel. Unabhängig davon hoffe ich aber natürlich, daß einiges gehen wird. Wir haben schließlich unsere Stärken konservieren und auf Tonträger verewigen können, was unsere Fans hoffentlich genauso sehen.
Ray: Sicher ist auch, daß nichts überfrachtet klingt. Wir haben schließlich keine zwei Monate gebraucht, um alles fertigzustellen.
Rob: Daß manche Songs an die zehn Jahre auf dem Buckel haben, wird hoffentlich nicht stören.
Keineswegs. Das noch viel ältere ›Pushed To The Limit‹ hat mir auf Anhieb ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Rob, wolltest Du UFO damit Tribut zollen?
Rob: Exakt. Auch wenn ich an »Walk On Water« nicht beteiligt war, und zu jenem Zeitpunkt auch noch nicht zum Tourtroß gehört habe. Doch ich habe dieser Band sehr, sehr viel zu verdanken, und genau das wollte ich mit diesem Track zum Ausdruck bringen. Es war eine phantastische Zeit, die ich nicht missen möchte.
Photos: Keith Celentano
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