Wenn man bisher noch nichts von dieser Band mitbekommen haben sollte, könnte man in der Tat sehr leicht irregeleitet werden. Schließlich haben die aus dem Osten Kanadas stammenden Herrschaften von FATAL VISION ihr Debut »Once« erst 2022 veröffentlicht. Daß die Band in anderer Besetzung bereits in den späten 80ern existiert hat, scheint sich hierzulande jedoch kaum herumgesprochen zu haben. Nicht weiter schlimm, denn ein erster Höreindruck ihrer Alben sollte ausreichen, um festzustellen, daß es sich weder um "Greenhorns" noch um Szene-Einsteiger handelt.
Sänger Simon Marwood bedankt sich für diese Feststellung zunächst einmal ganz herzlich und läßt uns in weiterer Folge auch jede Menge interessanter Details zum neuesten Album »Four Sides To Every Story« wissen.
Eure Alben sind nicht nur wohldurchdacht und strukturiert, es scheint, als ob Ihr allein mit den Titeln darauf hinweisen wollt, eine Art Konzept zu verfolgen. Oder etwa nicht?
Oh doch. Da liegst Du völlig richtig. Ursprünglich war das zwar nicht unbedingt geplant, mittlerweile verfolgen wir damit aber definitiv eine Linie. Deshalb kann ich Dir auch schon verraten, daß unsere nächste Scheibe ein Livealbum sein wird, das voraussichtlich den Titel »Five Men Alive« tragen wird. Und unser nächstes Studioalbum wird die Zahl sechs beinhalten.
Klingt nach einem durchdachten Plan. Seid Ihr denn andauernd am Komponieren?
Definitiv. Im Prinzip sind wir seit den Aufnahmen unseres Debuts permanent am Schreiben von Songs und haben auch nicht vor, daran etwas zu ändern. Unser Konzept beinhaltet zudem seit Beginn auch die visuelle Umsetzung der Tracks.
Sind die von Euch veröffentlichten Videos als durchgehende Fortsetzungsgeschichte zu sehen?
Nicht alle. Aber ein Teil auf jeden Fall. Außerdem hatten wir bislang immer das Glück mit denselben Schauspielern zusammenarbeiten zu können. Das intensiviert den Gesamteindruck mit Sicherheit auch noch. Für uns sind Videos noch immer unentbehrlich. Wir setzen nach wie vor auf dieses Medium!
Du bist nicht nur Sänger und Komponist, sondern auch Texter und Produzent bei FATAL VISION. Haben wir es nicht doch etwa mit einem "Soloprojekt" zu tun?
Nein, überhaupt nicht. Für die Produktion beispielsweise habe ich nur einen geringen Teil beigetragen, und am Songwriting waren dieses Mal sämtliche Bandmitglieder involviert.
Euer neues Album imponiert auch mit einer monströsen Gästeliste. Unter anderem waren Phil X, Harry Hess, Jeff Scott Soto und Michael Shotton mit dabei. Wie war das zu organisieren?
Völlig unproblematisch, weil wir mit einem Großteil dieser Kollegenschaft befreundet sind. Vor allem mit Michael und VON GROOVE pflege ich regen Kontakt. Zuletzt haben wir sogar überlegt, ob eine gemeinsame Tournee Sinn machen würde.
http://www.facebook.com/fatalvisionband
Photo: Lisa Thompson
|
|
| © 1989-2026 Underground Empire |












