UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
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”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  GLENMORE-Interview

Date:  15.05.1994 (created), 16.07.2021 (revisited), 22.01.2022 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

Wir erleben GLENMORE an einem Wendepunkt: Die Demos waren großartig, der Erstling »Materialized« erwies sich weitgehend dieser Lorbeeren würdig. Allerdings sollte die zweite Scheibe, die entgegen des Arbeitstitels nicht "Lost In A Daydream" sondern »For The Sake Of Truth« heißen sollte, deutlich schwächer ausfallen; Markus' Hinweis, Wir wollen von der puren Hard Rock-Schiene weg wurde in der Tat umgesetzt, was für GLENMORE zugleich den Anfang vom Ende bedeutete.

Den Ausstieg von Didi aus gesundheitlichen Gründen hat Jürgen schon erwähnt, so daß Tausendsassa Jörg Michael die Platte eintrommelte. Daher sind auf dem zweiten Bandphoto auch nur vier Musiker zu sehen, weil Jörg eben nur ein Studiomusiker gewesen war.

Anschließend übernahm der ehemalige LYON-Musiker Michael Kasper das Schlagzeug, doch auch das Gitarrenteam zerfiel: 1996 stieß der ehemalige RISK-Klampfer Thilo Hermann zu GLENMORE.

Doch schon ein Jahr später wurden die Neulinge wieder ersetzt: LETTER-X-Klampfer Rüdiger Fleck sowie der heutige HELLOWEEN-Drummer Daniel Löble formierten mit Sänger Jürgen Volk und Bassist Markus Ratheiser die letzte Besetzung von GLENMORE. Für Jürgen und Rüdiger ging es anschließend Richtung RAWHEAD REXX weiter.

Ursprünglich sollte der Titel des Interviews "Mind Metal" lauten, und das entsprechende Design war auch schon erstellt worden:

GLENMORE-Headline [ursprünglich geplante Version]

Doch dann entschied ich mich für den neuen Titel, der quer durch die Story gewürfelt wurde: Im Livephoto, das im gedruckten Heft als Aufmacher fungierte, hier nun aber am Storyende zu sehen ist, war oben links das selbstgebaute Logo, rechts unten das Wort "Lost" eingebaut. Auf der zweiten Seite war dann im unteren Bereich die restlichen drei Worte etwas verdreht arrangiert unter den Text gelegt worden - und zwar mit dem gleichen Muster verziert wie der oben zu sehende "Mind Metal"-Schriftzug.

Als weiteres optisches Element hatten wir auf Seite 3 das heuer zu Eröffnung verwendete Logodesign farbig unter den Text gelegt; unter der GLENMORE-Story folgte nämlich die halbseitige MAS OPTICA-Anzeige, in die eine Farbe eingedruckt worden war. Also nutze ich dies aus, um auch der Story ein wenig Farbe zu verschaffen; bei der Erstauflage handelte es sich um Gelb, in der zweiten Auflage um Magenta.

In der Onlineversion haben wir neben dem offiziellen »Materialized«-Bandphoto auch das Logo vom »For The Sake Of Truth«-Cover sowie das Photo der Viererbesetzung ergänzt, da das Album noch 1994 erschien, in dieser Story ausgiebig thematisiert wird und zudem der Interviewtitel von einem der »For The Sake Of Truth«-Songs stammte, der sich auf einem Promotape befand, den ich von der Band erhalten hatte.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

GLENMORE-Logo 1

In UNDERGROUND EMPIRE 4 vorgestellt, war ein Interview schon in UNDERGROUND EMPIRE 5 geplant, aber auch in UNDERGROUND EMPIRE 6 noch nicht realisiert. Jetzt, in UNDERGROUND EMPIRE 7 muß es endlich passieren - das Interview!
Für den METAL HAMMER hatte ich nach Veröffentlichung des Debuts bereits zwei Interviews mit GLENMORE-Sänger Jürgen Volk gemacht und, da aller guten Dinge bekanntlich drei ist, nistete ich mich damals an einem Wochenende bei GLENMORE ein und führte ein weiteres Interview mit der ganzen Band. Die folgenden Zeilen stellen zunächst einmal das Ergebnis des heroischen Versuchs, die Quintessenz aus insgesamt über 120 Minuten Small Talk herauszufiltern, dar! Dieser Quasi-Rückblick zu Beginn wird kombiniert mit Statements zu der zweiten GLENMORE-Scheibe.

GLENMORE-»Materialized«-Promophoto

Zunächst wäre es wohl angebracht, einige wichtige Details über das bisherige Treiben der Band zu erfahren!

Jürgen: Im Jahre 1982 fingen Didi Vogt (d), Wolfgang Heuchert (g) und ich zusammen an, Musik zu machen, wobei ich damals noch den Baß gespielt habe. Damals lief das Ganze als christliche Kirchenmusik ab, mit MARSHALL und ähnlichem in der Kirche - war 'ne richtig tolle Sache! Wir hatten damals einen Vikar, der die Sache gesponsort hat. Für uns war entscheidend, daß wir dadurch einen Proberaum kriegten. 1987 hat die Band allmählich begonnen, Formen anzunehmen, als Markus Ratheiser zu uns kam und den Baß übernahm. 1990 hat Olaf Bert Adami als zweiter Gitarrist das Line-up komplettiert. 1988 war dann ein wichtiger Schritt, als wir beim Nachwuchswettbewerb der Rockfabrik Ludwigsburg teilnahmen und durch diverse "Heimlichkeiten" auf Platz 18 landeten. Jedoch hat es sich später rausgestellt, daß unsere Plazierung getürkt war, weil wir private Probleme mit einigen Leuten aus der Jury hatten. Trotzdem haben wir damals Frank Bornemann kennengelernt, weil einige Leute ihm von uns erzählten. Also kam er auf uns zu, und wir gaben ihm ein Demo. Zwei Wochen später sind wir zu ihm gefahren. So kam dann Ende 1989 der Verlagsvertrag zustande. Von diesem Zeitpunkt an, haben wir begonnen, das Material zu erarbeiten, das jetzt zu großen Teilen auf dem Debut zu hören ist. Wir haben eigentlich nur ein offizielles Demo gemacht, welches Ende 1990 aufgenommen wurde. Wir waren zwar vorher mehrmals in Demostudios, aber das war eigentlich nichts Amtliches. Auch nach diesem Demotape haben wir immer wieder Songs mit Frank aufgenommen, die jedoch nie offiziell veröffentlicht wurden. Nach dem Demo haben wir begonnen, Showcases für etliche Firmen zu spielen. Aus den Angeboten, die wir erhielten, haben wir uns POLYDOR ausgesucht.

Inwiefern hatte Frank Bornemann Einfluß auf Eure Stilprägung?

Wolfgang: Als wir Frank kennenlernten, hatten wir eine Phase, in der wir so progressiv und schwierig wie nur möglich gespielt haben. Er hat uns damals beispielsweise die Kunst des Weglassens beigebracht.

Jürgen: Er kam immer wieder über's Wochenende zu uns und hat mit uns Songs geschrieben und arrangiert. Frank hat uns sehr geholfen, aber er hat seinen eigenen Stil, wie er Songs schreibt, so daß wir desöfteren auch mal "Nein!" gesagt haben, wenn uns etwas nicht gefiel.

Didi: Er hatte viele gute Ideen, war aber immer bereit zuzugeben, wenn eine Idee mal nicht so toll war. Wir haben viel diskutiert, es war eine sehr konstruktive Zusammenarbeit!

Markus: Es wird sich sicherlich für die nächste Platte stilistisch einiges tun. Wir stehen mittlerweile auf etwas andere Sounds. Wir wollen mehr als nur die Bratgitarre im Wechsel mit einer klaren Gitarre. Wir wollen mehr Abwechslung in Sachen Sound, ein etwas strangeres Arrangement. Wir wollen von der puren Hard Rock-Schiene weg, es soll anspruchsvoller werden! Wir haben keinen Bock, auf dem gleichen Level stehenzubleiben! Die Platte zieht ein Resümee über die Demophase, und wir sind jetzt frei, neue Dinge zu machen! Es ist sogar möglich, daß es einen richtigen Stilbruch geben wird. Wir wissen selbst noch nicht, wie es genau aussehen wird. Wir haben verschiedene Ideen im Kopf und werden uns überraschen lassen, was im Endergebnis dabei rauskommt! So wird Frank auch bei der Wandlung unseres Stils ein Wörtchen mitzureden haben. Die Basis, die Grundstruktur wird wohl immer der Hard Rock sein, aber es wird sich für die Zukunft einiges ändern!

Ich finde das Cover Eures Debuts faszinierend! Es wirkt, als würdet Ihr aus dem Stein herauskommen!

Jürgen: Der Designer kam zu uns ins Studio, und bevor er sich einen Ton unserer Musik anhörte, stellte er uns total konfuse Fragen nach Lieblingsfilmen, unserer bevorzugten Musik oder wollte wissen, wie wir drauf sind! Das Cover ist seine Idee. Er hatte den Eindruck, daß wir etwas abgesponnen, etwas fantasy-mäßig drauf sind und kam dann mit der Story, daß sich alles aus dem puren Naturgestein geformt hat und daß wir aus dem Fels herauskommen und uns verwirklichen, mit all unseren Gefühlen und unseren Gedanken. Er hat mit Computeranimation, der Paint-Box, gearbeitet und daher sieht es echt toll aus. Es wirkt wie gemalt und doch fotografiert!

GLENMORE-Livephoto: Jürgen Volk

Der Titel Eures Debuts lautet »Materialized«. Wollt Ihr damit andeuten, daß Ihr materialistisch determinierte Kapitalistenschweine seid???

Wolfgang: Der Titel hängt mit dem Cover zusammen. Er soll aussagen, daß sich die Band in einer langen Zeit geformt und sich zusammengeschweißt hat. Alles, was man auf der CD hört, ist langsam gewachsen und Materie geworden.

Was ich höchst erwähnenswert finde, ist die Tatsache, daß Ihr Euch als Band das positive Denken als Motto auf Eure Fahnen geschrieben habt! Bitte erläutere das doch genauer!

Jürgen: Ich beschäftige mich seit mehr als sieben Jahren mit dem Gebiet Esoterik und Selbsthypnose. Ich habe damals Leute kennengelernt, die so drauf waren. Es hat mich sehr fasziniert, und ich beschloß, es einfach auch zu versuchen. Ich muß sagen, daß es mir für mein Leben sehr viel gebracht hat. Ich bin sicher, daß ich es anders nicht gepackt hätte, dorthin zu kommen, wo ich heute bin.

Olaf: Es gibt heutzutage sehr viele depressive Strömungen, und wir wollen da ein klein wenig dagegensetzen. Die gesamte Band ist so drauf, daß wir versuchen, unser Leben durch das positive Denken bestimmen zu lassen.

Wolfgang: Es bringt jeden für sich etwas weiter! Es nützt nichts, wenn man sich in Depressionen reinstürzt. Wir versuchen, in allen Situationen die positiven Seiten zu sehen.

Olaf: Man kann damit sicher nicht die Welt verändern, aber man kann sein näheres Umfeld beeinflussen. Wenn das jeder machen würde, sähe es schon mal viel besser aus!

Jürgen: Es soll in keinster Weise ein Diktat, ein erhobener Zeigefinger, sein! Ich selbst bin auch immer mal wieder gereizt, aggressiv und schaffe es nicht, positiv zu denken. Wir wollen nur einen Gedankenanstoß geben, denn ich denke, daß man viele Lebenssituationen mit positivem Denken besser meistern kann. Vielleicht können manche Leute mit unseren Ideen etwas anfangen. Das wäre sehr schön und würde uns freuen!

Wie sieht diese Lebensphilosophie von ihrer praktischen Auswirkung her aus? Meditation, autogenes Training?

Jürgen: Früher habe ich sehr viel Selbsthypnose und autogenes Training gemacht, bin aber mittlerweile auf die Mind Machine umgestiegen. Es ist ein Gerät, mit dessen Hilfe man sich mit audio-visuellen Impulsen selbst hypnotisieren kann. Nach einer halben Stunde ist man schon in einem Hypnosezustand und kann sich per Kassetten alles mögliche suggerieren, sei es einfach zur Beruhigung oder um irgendwelche anvisierte Ziele besser zu erreichen. Das Gerät wurde oft auch an Universitäten getestet und kam sehr gut an. Es ist eine gute Sache, die mir selbst sehr viel bringt, denn ich bin dadurch viel ruhiger und ausgeglichener! Der Rest der Band ist mittlerweile auf diese Welle miteingestiegen. Zwei haben sich auch eine Mind Machine gekauft und jeder macht etwas in diese Richtung. Das gibt uns als Band richtig tollen Zusammenhalt!

Die Idee des positiven Denkens prägt auch Eure Texte!

Jürgen: Weil mir das positive Denken sehr wichtig ist, habe ich mich auch textlich damit auseinandergesetzt. Ich wollte einige Texte schreiben, bei denen in alltägliche Situationen das positive Denken und der Einsatz des Unterbewußtseins miteinfließt. Ich hasse einfach Banaltexte. So etwas gibt es zu oft und würde auch nicht zu unserer Musik passen. Wenn man so viel Zeit und Energie in die Musik reinsteckt, kann man keinen dumpfen Text draufsetzen, der alles wieder kaputtmacht! Ich fand es interessant, solch ein Thema anzuschneiden. So kam ein Text zu anderen, und irgendwann drehten sich fast 90 Prozent der Texte um dieses Themengebiet. ›Speak To Me‹, zum Beispiel, ist eine Konversation zwischen mir und meinem Unterbewußtsein. Ich fordere mein Unterbewußtsein auf, mit mir zu sprechen und mir Impulse und Signale zu geben. Ich weiß, daß das funktioniert! Wenn ich irgendwann mal nicht weiter weiß, dann höre ich nach innen und kriege Infos, wie ich über die Situation hinwegkomme. Ebenso interessiert mich das Phänomen des schizophrenen Denkens sehr! Darum dreht sich ›The Voice‹, in dem es um einen Typen geht, der seine Frau abgöttisch liebt und sie umbringt, aber nicht weiß, daß er sie umgebracht hat. Die Stimme seiner Frau verfolgt ihn aber immer weiter, und er weiß nicht warum. ›Feel The Fire‹ beschreibt einen Menschen, der sich jeden Morgen im Spiegel betrachtet und sich fragt, was er eigentlich tut, der sich fragt, warum er die ganze Scheiße immer weiter durchzieht, obwohl er doch etwas anderes will. Er gibt sich dadurch den Anstoß sein Leben zu verändern. Das hat sicher jeder schon mal erlebt, daß er in einer Krise steckt und sich dann von der Gewohnheit weitertreiben läßt. Dabei bräuchte er nur einen kleinen Anstoß, um sein Leben zu verändern. Ich dachte jedoch, daß es genug ist, wenn sich acht von zehn Songs um dieses Thema drehen, weil es sonst vielleicht zu eintönig geworden wäre. Also habe ich ›Miracles‹ geschrieben, das sich um die Umweltverschmutzung dreht, um das, was wir unserer Mutter Erde derzeit antun und daß irgendwann Schluß sein wird. Es war für mich ein sehr aktuelles und hartes Thema, das ich in einem Text aufgreifen wollte. ›End Of The Line‹ schließlich handelt vom Todesmoment, vor dem ich selbst ziemlich Angst habe. Ich habe ein Buch gelesen, in dem Menschen, die schon klinisch tot waren und dann wieder zurückgeholt wurden, schildern, wie sie das erlebt haben. Keiner weiß wie es danach ist, aber anhand dem, was diese Menschen erzählt haben, kann man vermuten, daß es vielleicht nicht so angstvoll und gräßlich sein muß. Das war für mich so etwas wie ein Hoffnungsschimmer, und deshalb wollte ich den Song schreiben.

GLENMORE-Livephoto: Olaf Adami

Inwiefern hat eine Geschichte wie die von ›The Voice‹ etwas mit positivem Denken zu tun?

Jürgen: Es geht, etwas allgemeiner ausgedrückt, in diesen Texten um Dinge, die in deinem Gehirn ablaufen. Schizophrenes Denken ist ein Extremfall, bei dem positives und negatives Denken einander gegenüberstehen! Ich denke, daß jeder zu einem gewissen Prozentsatz eine gespaltene Persönlichkeit hat.

Wolfgang: Jeder führt jeden Tag seinen Kampf mit seinem zweiten Ich. Er trifft auf eine Situation, und plötzlich übernimmt sein zweites Ich die Kontrolle.

Didi: Es ist schwierig, auf eine große Masse zuzugehen! Man sollte lieber versuchen, auf die einzelne Person zuzugehen! Wir haben zehn Songs auf der Platte, und ich denke, daß in jedem Text etwas für jemanden drin ist. Ein Lovesong spricht eigentlich jeden an, ist aber andererseits so ausgelatscht, daß wir ihn nicht bringen wollen.

Ihr habt den Begriff "Mind Metal" geprägt, um Eure Musik zu beschreiben. GLENMORE bieten also Futter fürs Gehirn!

Jürgen: Wir investieren so viel Energie und Zeit in die Songs, daß sie über Monate hinweg entstehen. Es wird sehr, sehr viel dran rumgedoktert, weil wir nicht nur mit Herz und Gefühl, sondern auch sehr viel mit dem Kopf an den Stücken arbeiten, bis alle Harmonien stimmen und das Arrangement so ist, wie wir es wollen. Jedoch haben wir immer den Hintergedanken, daß die Musik nicht zu abgedreht wird, sondern für jeden hörbar bleibt! Es steckt sehr viel Kopf in der Musik und auch in den Texten, deshalb der Begriff "Mind". Der zweite Bestandteil der Ausdrucks, "Metal", ist eigentlich Blödsinn, da wir keinen Metal mehr machen. Er steht vielmehr für unsere Ursprünge, denn wir haben früher richtig straighten Heavy Metal gemacht. Heute sollte man eher von harter Rockmusik sprechen. Unser Management hat sich lange überlegt, welches Image wir uns zulegen sollen. Ich find' eigentlich, "ehrlich währt am längsten" - wir sind so, wie wir sind! Daher haben wir das positive Denken auch als Image gewählt und wollen das mit dem Begriff "Mind Metal" unterstreichen.

Ist also das Gehirn die Ansprechstation Nummer Eins für Eure Musik?

Jürgen: Unser Wunschpublikum ist ein Publikum, das nicht nur mit dem Herzen und dem Gefühl mitmacht, sondern auch etwas mitdenkt, das sich die Musik intensiv reinzieht und sie durchlebt! So, wie ich es selbst mache. Wenn ich mir eine Scheibe kaufe, dann versuche ich mich in die Musik und Texte hineinzuversetzen.

Ganz witzig und erwähnenswert finde ich zum Abschluß noch die Tatsache, daß Euer Bandname von einem Whiskey stammt!

GLENMORE-Headline

Wolfgang: Wir suchten einen Bandnamen und wollten keinen Namen, den man direkt übersetzen kann. Damals sahen wir einen Spiegel, auf den das Signet eines Whiskeys mit dem Namen "Glenmore" aufgedruckt war, und schon hatten wir da so eine Idee.

Jürgen: Der Name hat schon über zehn Jahre durchgehalten, so daß wir ihn uns nicht mehr wegdenken können.

GLENMORE-Logo 2

Nicht zehn Jahre, sondern etwa ein dreiviertel Jahr wollen wir nun nach vorne springen und zuhören, während ich erneut mit Sänger Jürgen telefoniere, der topaktuellen News von den Aufnahmen der zweiten GLENMORE-Scheibe auf Lager hat!

GLENMORE-»For The Sake Of Truth«-Promophoto

Ihr seid gerade dabei, Euer zweites Album abzumischen. Was gibt es dazu zu sagen?

Ja, wo soll ich anfangen? Tatsache ist, daß Didi raus ist. Er hatte zwei Gehörstürze und einen Monat vor'm Studiotermin hatte er einen dritten. Sein Arzt sagte ihm, daß er, wenn er mit 40 noch etwas hören möchte, mit der Musik aufhören müsse, so daß er sich entschieden hat, aufzuhören, was für uns sehr schwer war, denn Didi war von Anfang an dabeigewesen. Fürs Studio haben wir nun Jörg Michael verpflichtet, der die Drums eingespielt hat. Das Schlagzeug wurde in Gelsenkirchen in den "RA.SH"-Studios aufgenommen, und der Rest entstand wieder im "Horus"-Studio. Als Produzenten haben wir Charlie Bauerfeind, was eine ganz neue Erfahrung war, weil es er eine ganze andere Arbeitsweise hat. Er läßt der Band sehr viel freien Lauf. Er macht zwar Vorschläge, hat aber am Songwriting nichts verändert. Die ganze Aufnahme klingt recht frisch, allein schon weil kein Stück älter als ein Jahr ist. Wir haben gesanglich viele neue Sachen ausprobiert und sind ein bißchen von dem weggegangen, was wir bisher gemacht hatten. Ich singe nicht mehr so hoch, sondern mit mehr Feeling, statt zu viel Technik. Ich denke, daß das ganz gut kommt. Ich bin auf jeden Fall zufrieden bislang.

Cover? Titel? Release?

Das Album soll Ende Juli/Anfang August bei POLYDOR erscheinen. Unser Arbeitstitel lautet »Lost In A Daydream«, so wie auch ein neuer Song heißt, und das Cover soll auch auf den Titel abzielen. In dem Song geht es um einen Typen, der für alle Außenstehenden als verrückt gilt, aber im Prinzip weiß er ganz genau, was er tut, und er lebt in seiner eigenen Welt, in seinem Innern. Wenn sich diese Story covermäßig gut umsetzen läßt, werden wir bei diesem Titel bleiben.

GLENMORE-Livephoto: Markus Ratheiser

Euer 8-Spur-Tape zeigt deutlich, daß sich musikalisch eine Menge seit dem Debut getan hat!

Das kommt zum einen daher, daß das Material von »Materialized« sehr alt war und daß Frank Bornemann großen Einfluß hatte. Beim neuen Material haben wir getrennt geschrieben. Es war also nie die ganze Band am Songwriting beteiligt, sondern es waren immer nur einzelne Musiker. Man hört also verschiedene Handschriften, und daher klingt das neue Material anders als bisher. Wir wollten uns einfach freien Lauf lassen und das schreiben, worauf wir Bock hatten. Ich finde ganz lustig, daß sich im Endeffekt dennoch ein roter Faden durchgeht, obwohl die Songs von verschiedenen Musikern stammen. Es wird auch relativ hart produziert werden, so daß es heavier wird als auf dem Debut.

Hier muß ich jedoch einhaken und sagen, daß die Stücke an sich sanfter, weicher klingen. Ihr arbeitet beispielsweise viel weniger mit der verzerrten Gitarre und setzt stattdessen verstärkt Akustik- und Cleangitarren ein!

Das stimmt schon. Wir kamen mit unserem 8-Spur-Tape ins Studio, und wir haben mit Absicht alles deutlich härter produziert, weil auch Charlie der Meinung war, daß es zu soft kam. Zudem spielt Jörg Michael ein sehr hartes Schlagzeug, so daß es sich von Anfang an anders entwickelt hat, als die Drumcomputergeschichte vom 8-Spur-Tape, die recht synthetisch klingt. Jedoch ist dies eine positive Begleiterscheinung, mit der jeder hochzufrieden ist.

Ich glaube aus Deinen Worten herauszuhören, daß Frank Bornemann doch keinen allzu großen Einfluß auf Eure stilistische Veränderung hatte, wie das bei unserem letzten Gespräch noch angeklungen war!

Wir haben uns produzententechnisch von Frank getrennt. Er hat uns beim ersten Material sehr geholfen und uns weitergeholfen, uns viel beigebracht. Er hat uns angeboten, wieder zu helfen, und wir haben ihn auch immer wieder um Rat gefragt, aber ansonsten hat er seine Finger aus den Kompositionen rausgelassen. Wir wollten uns unbeeinflußt weiterentwickeln. Es ist wie eine Schüler/Lehrer-Beziehung. Irgendwann will sich der Schüler nichts mehr beibringen lassen. Das hat sicher auch dazu beigetragen, daß sich das Material total anders anhört.

GLENMORE-Livephoto: Didi Vogt

Ihr wolltet also kreativ auf eigenen Füßen stehen!

Richtig, und genau das ist extrem wichtig! Wir haben Gott sei Dank bei der POLYDOR den Vorteil, daß die Firma recht wenig am Material rumnörgelt, sondern die Band die Musik machen läßt, die sie will. Wir hatten also freie Hand!

Was gibt es über das Textkonzept zu sagen? Ist es immer noch "Mind Metal", steht immer noch das positive Denken im Vordergrund?

Es ist immer noch "Mind Metal", aber mehr auf die alltäglichen Dinge bezogen. Ich bin mittlerweile kritischer, realistischer geworden, so daß die Texte nun auch etwas mehr in diese Richtung gehen. Es geht immer noch hauptsächlich durch den Kopf, jedoch haben wir versucht, das mit dem Feeling der Musik zu verbinden, und ich glaube, daß dies ganz gut gelungen ist.

Erwähne doch bitte als Beispiel einen der neuen Texte!

Den Text zu ›TV War‹ habe ich geschrieben als der Golfkrieg tobte. Mich hatte da tierisch die CNN-Masche genervt, die schon am frühen Morgen die aktuellen Bilder und Todesnachrichten brachten. Es war fast wie ein Videospiel, in dem Leute abgeknallt werden, und man kann in Stereo, Farbe und Dolby zusehen. Dieser Text geht an diese blutgeilen Reporter. Das ist eine Sache, mit der ich nicht leben kann, von der ich finde, daß man sie boykottieren sollte. Das hat für mich nichts mehr mit Informationsvermittlung zu tun, sondern ist die totale Aufputscherei.
Es hat also immer noch etwas mit "Mind Metal" zu tun, aber nicht mehr so positiv, so esoterisch, sondern kritischer. Ich bin auch weiterhin ein rundum positiv denkender Mensch, aber ich betrachte jetzt vielleicht auch mal die Kehrseite dessen, was ich auf der letzten Scheibe geschrieben hatte. Der Grund für diese Änderung liegt vielleicht auch darin, daß mich viele Leute ansprachen, weil ihnen die Texte zu "Friede, Freude, Eierkuchen"-mäßig waren, was mir doch zu denken gegeben hat.

War damals zu sehr die rosarote Brille im Spiel?

Irgendwo schon... Die Unerfahrenheit und auch die rosarote Brille, auch wenn ich es nur ungern zugebe. Aber im Nachhinein betrachtet hat das schon eine Rolle gespielt.

GLENMORE-Logo 3

Genug der Worte. Nun ist es für Euch an der Zeit, aktiv zu werden. Auch wenn »Materialized« schon einige Monate alt ist, bleibt es nach wie vor ein super Album, das es verdient, daß Ihr mal genauer reinhört. Ich bin mir sicher, daß Ihr dann genauso abfahren werdet wie ich. Welche Trümpfe die Jungs für die Zukunft in der Hinterhand haben, wird sich auf dem zweiten Album abzeichnen, von dem ich dank des 5-Song-Tapes zwar eine wage Idee erhalten habe, mich aber letztendlich ebenso überraschen lassen muß wie Ihr!

GLENMORE-Livephoto

Vorbereitungen, Interviews & Bearbeitung:
Stefan Glas

Photos: Dirk Zumpe [Photo 1], Stefan Glas [Photo 2+3, Klaudia Weber

GLENMORE im Überblick:
GLENMORE – Demo '90 (Demo-Review von 1991)
GLENMORE – UNDERGROUND EMPIRE 4-"German Metal"-Artikel
GLENMORE – UNDERGROUND EMPIRE 7-Interview
GLENMORE – METAL HAMMER 04/93-Interview
GLENMORE – METAL HAMMER 05/93-Interview
Playlist: GLENMORE als Newcomerhoffnung in "Jahrescharts Metal Hammer 1992" von Stefan Glas
Playlist: GLENMORE-Album »Demo '91« in "Cavelist Metal Hammer 05/92" auf Platz 2 von Stefan Glas
siehe auch: Informationen über weitere Besetzungen von GLENMORE im "Extra-Info" des UNDERGROUND EMPIRE 7-Interviews
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HUMAN ZOO – ONLINE EMPIRE 32-"Living Underground"-Artikel
HUMAN ZOO – ONLINE EMPIRE 33-"Living Underground"-Artikel
HUMAN ZOO – ONLINE EMPIRE 48-"Living Underground"-Artikel
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RAWHEAD REXX – ONLINE EMPIRE 4-"Living Underground"-Artikel
RAWHEAD REXX – ONLINE EMPIRE 8-"Living Underground"-Artikel
RAWHEAD REXX – ONLINE EMPIRE 20-"Living Underground"-Artikel
RAWHEAD REXX – News vom 15.02.2005
RAWHEAD REXX – News vom 08.01.2007
RAWHEAD REXX – News vom 31.01.2008
Playlist: RAWHEAD REXX-Album »Rawhead Rexx« in "Playlist Heavy, oder was!? 56" auf Platz 3 bei den aktuellen Faves von Stefan Glas
siehe auch: Der Film "Rawhead Rex" als Vorlage für das Maskottchen von RAWHEAD REXX
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AVENGER (D, Herne) – News vom 11.02.2008
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DEVIL'S TRAIN – Devil's Train (Rundling-Review von 2011)
DEVIL'S TRAIN – II (Rundling-Review von 2014)
DEVIL'S TRAIN – ONLINE EMPIRE 50-Interview
DEVIL'S TRAIN – ONLINE EMPIRE 62-Interview
DEVIL'S TRAIN – News vom 18.03.2010
DEVIL'S TRAIN – News vom 30.11.2010
GRAVE DIGGER (D) – UNDERGROUND EMPIRE 7-Interview
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KALEDON – Legend Of The Forgotten Reign - Chapter 3: The Way Of The Light (Rundling-Review von 2005)
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Playlist: RAWHEAD REXX-Album »Rawhead Rexx« in "Playlist Heavy, oder was!? 56" auf Platz 3 bei den aktuellen Faves von Stefan Glas
siehe auch: Der Film "Rawhead Rex" als Vorlage für das Maskottchen von RAWHEAD REXX
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