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"Nova Rock"-Festival 2018

Nickelsdorf (Österreich), Pannonia Fields II

14.-17.06.2018

Auch wenn sich der Wettergott zum Start ins Festivalwochenende von einer gruseligen Seite zeigt, hält das niemand davon ab, ins beschauliche Nickelsdorf (im Osten Österreichs, unmittelbar an der ungarischen Grenze gelegen) zu reisen, um zusammen mit insgesamt weit mehr als 200.000 Besuchern ein entspanntes Festival zu genießen.

''Nova Rock''-Atmoshot 1

Durch den ziemlich dichten Anreiseverkehr beziehungsweise den Stau (der im Endeffekt aber der einzige des gesamten Wochenendes bei der täglichen Anreise zum Festivalgelände bleiben sollte) bei der Ausfahrt zum Parkplatz, kommen zunächst noch Bedenken ob der Machbarkeit auf, BLACK STONE CHERRY als Einstieg ins Festival tatsächlich live zu erleben, doch im Endeffekt löst sich alles in Wohlgefallen auf. Bis zu ›Blame It On The Boom Boom‹, dem Opener der Show von BLACK STONE CHERRY auf der "Blue Stage", ist nämlich die Bandausgabe, der Besuch des Presseschalters und die Einlaßkontrolle erledigt, und der Spaß kann beginnen. Wer den US-Rockern schon einmal bei der Arbeit zusehen konnte, wird wissen, daß es in der Tat ein Vergnügen ist, einem Auftritt des Quartetts beizuwohnen. Hingebungsvoll und motiviert ackert sich die Formation (allen voran der wie von der Tarantel gestochen über die Bretter tobende Gitarrist Ben Wells) durch ihr Programm. Dieses enthält neben einigen älteren Tracks und einem kurzen Cover von Bob Marleys ›Stir It Up‹ als Einleitung zu ›Me And Mary Jane‹ selbstredend auch einige Auszüge des aktuellen Drehers »Familiy Tree«. Frontmann Chris Robertson hebt vor dem als Finale präsentierten Titeltrack den "familiären" Aspekt des Sets noch einmal gesondert hervor und bedankt sich höflich für die Beifallsbekundungen der zwar noch überschaubaren, aber überaus begeisterten Zuseherschar. Beim nächsten Mal gerne auch in "abendfüllender" Länge! Thums up!

SHINEDOWN-Liveshot

Der ursprüngliche Plan, zumindest auch einen Teil der Show von SHINEDOWN mitzuerleben, die nahezu zeitgleich auf der "Red Stage" angesetzt ist, fällt der mitreißenden Darbietung des Kentucky-Quartetts zum Opfer. Nicht zum einzigen Mal sind "Parallelveranstaltungen" das leidige Thema an diesem Wochenende, doch alles kann man nun eben mal nicht miterleben. Sehr wohl aber das Finale von MASSENDEFEKT auf der "Red Bull Stage", das ist nämlich nach der Wanderung von der "Blue Stage" in Richtung des hinteren Bereichs noch mitzuverfolgen. Vor der im Vergleich zu früher gehörig vergrößerten Bühne (die bis im letzten Jahr noch "Red Bull Brandwagen" benannt war und tatsächlich nur über die Größe eines LKW-Anhängers verfügte) hat sich eine gewaltige Zahl Schau-(und Mitmach-)lustiger versammelt, um zusammen mit der Punkrock-Formation aus Düsseldorf eine amtliche Party zu feiern. Den idealen Soundtrack dazu scheint die Truppe die gesamte Spielzeit über geliefert zu haben, denn zum letzten Song ›Wellenreiter‹ tobt der Mob ganz gehörig.

DEAD CROSS-Liveshot

Zeit zur Flüssigkeitsaufnahme, doch zuvor muß erst einmal Geld gegen eine "Cashless Card" getauscht werden. Dieses System scheint sich für die Veranstalter bewährt zu haben, schließlich hält man auch 2018 daran fest. Einziges Problem: Just zu diesem Zeitpunkt ist dafür bereits eine geschätzte Hundertschaft vor jedem Schalter. Egal, das Personal ist auf Zack, und so geht es mit Getränken bewaffnet wieder zur "Blue Stage", wo die "Supergroup" DEAD CROSS angekündigt ist. Das Ensemble rund um Mike Patton hat jedoch verdammt schwerverdauliche Kost mitgebracht, und die mag zu frühen Nachmittagsstunde noch kaum jemandem so richtig zu munden. Mitunter klingt die Chose sogar stressig und ist auch definitiv alles andere als eingängig. Kein Wunder daher, daß - trotz zahlreicher Interessierter - nicht wirklich für Stimmung gesorgt werden kann.

MESHUGGAH-Liveshot

Daß es durchaus auch anders geht, zeigen zeitgleich MESHUGGAH auf der "Red Stage" mit einem von ›Demiurge‹ beendeten Set, das ausnahmslos zufriedene Zuseher hinterläßt. Auf der "Red Bull Stage" liefern MARROK währendessen den Beweis, weshalb die aus dem Raum Steyr stammende, routinierte Truppe hierzulande einen dermaßen guten Ruf innehat. Das aktuelle, mitunter an LINKIN PARK angelehnte Modern Rock/Metal-Gebräu kommt nämlich nicht nur eingängig daher, es sorgt auch für ausgelassenes Treiben vor der Bühne. Weshalb die Jungs ihre Gesichter dunkel bemalt haben, kann zwar nicht in Erfahrung gebracht werden, einen gewissen Wiedererkennungswert haben sie sich damit aber auf jeden Fall verschafft. Dabei hätte man das dank ohrwurmstichiger Nummern wie der Single ›One Night In Hell‹ gar nicht nötig, denn sowohl die Hooks, als auch der Groove passen. Sänger Brian wirkt zwar in den Höhen nicht immer souverän, Applaus gibt es für die Jungs aber dennoch reichlich.

HOLLYWOOD UNDEAD-Liveshot

Viel los ist auch bei der US-Truppe HOLLYWOOD UNDEAD. Der Mix aus Hip-Hop, Rap, und Rock in diversesten Gangarten sorgt für reichlich Bewegung vor der Bühne. Den Metalfan sprechen die Kalifornier zwar nur bedingt an, mit dem zwischendurch präsentierten Cover-Medley aus ›Enter Sandman‹ und ›Du hast‹ macht man sich aber auch in diesem Lager Freunde. Der unwahrscheinlich lautstarke Publikumschor beim zweiten Teil macht zudem klar, wonach es dem "Nova-Volk" offenbar als Headliner gelüsten würde...
Apropos: Diesbezüglich gab es leider im Vorfeld die einzige Absage im Line-up des Festivals zu vermelden. Die TOTEN HOSEN können nämlich auch beim "Nova Rock" nicht auftreten. Wollen wir hoffen, daß Campino sich rasch von seinem Hörsturz erholt und die Band den Auftritt irgendwann nachholen wird.
Zur Hälfte des Auftritts von HOLLYWOOD UNDEAD (und der parallel stattfindenden Show von ASKING ALEXANDRIA) legt auf der "Red Bull Stage" das niederländische Geschwader THE CHARM THE FURY mit ›The Future Needs Us Not‹ vom 2017er Dreher »The Sick, Dumb & Happy« los als gäbe es kein Morgen. Angeführt von der offensichtlich bestens gelaunten, stimmtechnisch jedoch wie gewohnt unglaublich "giftigen" Sängerin Caroline Westendorp, kredenzt die Formation ihr wüstes, aber niemals zu sehr auf aggressiv getrimmtes Gebräu aus Metalcore der "alten" und "neuen" Schule sowie einer amtlichen Dosis Groove Metal. Vor allem ›Weaponized‹ sorgt bei diversen ZuseherInnen für ekstatische Bewegung in allen erdenklichen Formen.

STONE SOUR-Liveshot

Zeitgemäße Rock- und Metal-Klänge gibt es auch im Anschluß zu vernehmen, erneut veranstaltet als "Parallelslalom". Während auf der großen Bühne, der "Blue Stage", Corey Taylor mit STONE SOUR nach einem "Blues Brothers"-Intro mit ›Whiplash Pants‹ in einen gefeierten Auftritt einsteigt und sich einmal mehr nicht nur als begnadeter Sänger, sondern auch als Kommunikator von Format entpuppt. STONE SOUR indes machen das, wofür die Band bekannt ist. Nämlich mit Vollgas ein ausgewogenes, von wuchtigen Geschossen geprägtes Programm zu präsentieren. Besonders ›Knievel Has Landed‹, ›Song #3‹ und ›Made Of Scars‹ werden lautstark gefeiert. Das wiederum scheint das Quintett dermaßen zu motivieren, so daß ›Through Glass‹ gefühlt doppelt so schnell runtergeboltzt wird als auf Tonträger. Für viele Zuseher der eigentliche Tages-Headliner!

SKILLET-Liveshot

Zeitgleich gibt es auf der "Red Stage" die Vollbedienung von SKILLET. Nach dem Finale in Form der Hitsingle ›Monster‹ und dem anschließenden "Band-Oldie" ›Rebirthing‹ kann die Band mit Sicherheit zahlreiche neue Fans für sich verbuchen.
Diesem "Doppel" fallen OUR HOLLOW, OUR HOME gewissermaßen zum Opfer, denn im Bereich vor der "Red Bull Stage" ist nur wenig los. Das ändert sich zwar vor THY ART IS MURDER erheblich, dennoch den Großteil der Anwesenden zieht es dennoch quer durch das inzwischen vom immer wieder einsetzenden Nieselregen in eine Matsch-Landschaft verwandelte Gelände vor die "Red Stage", um MEGADETH in Empfang zu nehmen. Zu sehen und zu hören gibt es zwar die wohl vom technischen Anspruch her feinste Darbietung des Tages, allerdings auch eine leider nur dürftige Performance. Zwar ist man Mister Mustaines wortkarge Vorstellungen durchaus gewohnt, um den Stimmungspegel auf dem Gelände aufrechtzuerhalten, wäre aber ein klein wenig mehr Kommunikation durchaus angebracht. Dadurch läßt sich - mit Ausnahme einiger weniger Enthusiasten im Bereich ganz vorne vor der Bühne - ab dem zweiten Track ›The Threat Is Real‹ (das ohne das Albumintro auskommt und nahtlos an den Setopener ›Hangar 18‹ angehängt wird) - feststellen, daß überraschenderweise auch reichlich "Musikerpolizei" anwesend ist. Zumindest erwecken die mitunter mehr als nur verhaltenen Reaktionen des Publikums diese Theorie. An sich machen MEGADETH zwar wirklich nicht viel falsch, doch zum einen ist festzustellen, daß die Musik der Herren einen Teil des Publikums überfordert (so richtig zur Sache geht es nur bei ›Symphony Of Destruction‹ in der Mitte des Sets), und zum anderen fällt bei den wenigen Kommentaren und Ansagen auf, daß Dave wohl auch nicht unbedingt den allerbesten Tag zu haben scheint. An der Klasse seines Spiels ändert das aber ebensowenig wie am Umstand, daß er mit Kiko Loureiro erneut einen wahrlich kongenialen Partner an seiner S(a)eite hat. Die Präzision der beiden an ihren Arbeitsgeräten ist beeindruckend, speziell die auf den Leinwänden neben der Bühne überdimensional mitzuverfolgenden Griffvariationen lassen etliche Kinnladen gen Grundwasser tendieren. Doch weder damit, noch mit ›Peace Sells‹ oder ›Mechanix‹ schafft es die Band, die zuvor herrschende Stimmung aufrechtzuerhalten. Selbst der ständig um Animation bemühte, überaus agile David Ellefson kann da nicht viel bewirken. Schade drum, der Gig wär' wohl in jedem Club (und vor allem vor "eigenem" Publikum) besser zur Geltung gekommen.
Der Weg von der "Red Stage" ans andere Ende des Geländes zur "Red Bull Stage" ist zwar inzwischen aufgrund der Witterung ein überaus beschwerlicher, da mit jedem Schritt die Schuhsohle um weitere gefühlte fünf Zentimeter Matsch wächst, lohnt sich aber sehr wohl. Nicht nur, weil THRICE schon mit dem Opener ›Hurricane‹ für gepflegte und entspannte Töne sorgen, sondern weil sich die US-Amerikaner - trotz (oder doch etwa "wegen"?) der von 2012 bis 2016 anberaumten Pause - als ausgefuchste Liveband erweisen und wissen, wie "Rattenfang" funktioniert. Während die Chose durch die schwer PINK FLOYD-lastigen Post Rock/Metal-Konglomerate zahlreiche, reifere Semester aus purer Neugierde vor die Bretter triebt, geht die "Jugend" eher bei den brachialen Metalcore/Hardcore-Einschüben steil. Kurz, ein gepflegtes, soundtechnisch perfekt ausgewogenes Unterhaltungsprogramm, das in ›Black Honey‹ und ›Yellow Belly‹ seine Höhepunkte hat.
Für ausgelassene Stimmung auf der riesigen "Blue Stage" sorgen während MEGADETH die Jungs von KRAFTKLUB, die an die einheimischen Durchstarter von Seiler und Speer übergeben, die einmal mehr unter Beweis stellen, daß momentan kaum eine andere österreichische Band dermaßen angesagt ist. Die Stimmung ist ausgelassen, und die Meute trotzt der sich schön langsam ausbreitenden Abendkühle wie auch dem aufgeweichten, matschigen Terrain unter den hopsenden Beinpaaren. Entertainment kann man eben nicht studieren!

Marilyn Manson-Liveshot

An sich wäre die Band ja ohnehin als Co-Headliner vor Campino und Co. vorgesehen gewesen, doch durch die Absage der TOTEN HOSEN erhält das mit einer überaus kompetent aufspielenden Band agierende Duo ein bißchen mehr Spielzeit und weiß das entsprechend zu nutzen. Die Headliner-Position an sich "erbt" Marilyn Manson, der an sich für die "Red Stage" gebucht war. Nicht zuletzt die Tageszeit, wohl aber auch die Witterungsumstände, leeren den Bereich vor der Bühne im Vergleich zu SEILER & SPEER zusehends und da sich der gute Mann allem Anschein nach auch nicht einmal im Anschein darum bemüht, die Fans wieder vor die Bühne zu bringen, sondern eher lustlos wirkend "Dienst nach Vorschrift" erfüllt, verwundert es kaum, daß im Verlauf der Spielzeit von PARKWAY DRIVE mehr und mehr Besucher zu den Australiern abwandern.

PARKWAY DRIVE-Liveshot

PARKWAY DRIVE wirken nicht nur merklich ambitioniert und sorgen für "Abendsport" im Pit, sie fahren auch eine gewaltige Show auf. Das von grellen Stroboskop-Blitzlichtern geprägte Licht wirkt imposant und beeindruckt auch noch aus der Entfernung. Die Setlist der Truppe wirkt ausgewogen und enthält neben Tracks des brandaktuellen Drehers »Reverence« auch einige ältere Nummern, wie etwa ›Carrion‹, das die Menschenmenge vor der Bühne in eine schier wahnsinnig geworden Horde verwandelt. Da die "Red Stage" die dem Haupteingang am nächsten gelegene Bühne ist, kann man sowohl die Musik, noch vielmehr aber das sich mit dem ebenso hell erleuchteten Vergnügungspark (Bungee-Jumping, Riesenrad etc...) "duellierende" Licht noch nahezu den gesamten, zugegebenermaßen ziemlich mühseligen Weg vom Gelände in Richtung Auto-Parkplatz miterleben. Dennoch ist's irgendwann mal gut. Ab nach Hause, gute Nacht, Nova!

''Nova Rock''-Atmoshot 2

Als erstes fällt am Freitag positiv auf, daß sich das Wetter deutlich gebessert hat und an diesem Tag geradezu ideale Festival-Bedingungen herrschen. Es ist nicht zu heiß, bleibt aber den gesamten Tag über trocken. Dadurch nimmt auch der Matsch auf dem Gelände wieder zu größten Teilen einigermaßen festen Aggregatzustand an. Witzig ist jedoch immer wieder das Gefühl, über einen "Schwamm" zu latschen, wenn man sich etwa auf den vielbegangenen Weg mit dem plakativen Namen "Highway To Hell" von der "Red Stage" zur "Blue Stage" oder zurück begibt.

ANTI-FLAG-Liveshot

Während unserer Ankunft ist bereits aus weiter Entfernung die Punk-Truppe ANTI-FLAG zu hören. Deren herbe, politisch engagierte Mucke kommt ganz gut an und sorgt für entsprechende Stimmung. Die Ansagen jedoch dürfen - bei allem Respekt ob diverser Messages - durchaus überdacht werden, denn im inflationären Gebrauch mit dem "F-Wort" erweist sich selbst ein Alexi Laiho im Vergleich als Waisenknabe.
Wesentlich mehr auf gepflegte Unterhaltung setzen da schon EISBRECHER und ihr Frontmann Alex Wesselsky. Der ist nun mal ein begnadeter Frontmann und versteht, den groovelastigen Mix der Band an vorderster Front auf charismatische Weise darzubieten. Bei ›Himmel, Arsch und Zwirn‹ und ›Eiszeit‹ tobt der Mob gewaltig, und auch das am Schluß kredenzte MEGAHERZ-Cover ›Miststück‹ sorgt für beste Stimmung. Das tut zwar auch das davor integrierte ›Amadeus‹-Cover, doch bei allem Respekt vor dieser Falco-Hommage, muß auch erwähnt werden, daß Tobias Sammet und EDGUY dabei wesentliche bessere Figur abgeben.
Da der deutschsprachige Rap/Hip-Hop der in Wien lebenden Ebow (bürgerlicher Name Ebru Düzgün) so gar nicht reingeht, kann in aller Ruhe die Verkaufsmeile abgegrast werden. Schon interessant, wie verhältnismäßig gering das Angebot an Merchandise (abgesehen vom durchaus imposanten Festival-eigenen Stand) und Tonträgern (nur NAPALM RECORDS ist mit einem Stand vor Ort) im Vergleich zu wesentlich kleineren Festivals in Deutschland ausfällt. Das Angebot an Nahrung und Getränken ist dagegen mehr als nur üppig. Zur Auswahl stehen neben der obligatorischen Festival-Ernährung auch diverse Schmankerl, auf Veranlaßung der Veranstalter aus vorwiegend regionaler Herkunft. Nicht nur deshalb wird die "Genuß Arena Burgenland" bald zu einem immer wieder gerne besuchten Treffpunkt. Der teilüberdachte Bereich kann auch mit gemütlichen Sitzgelegenheiten für die ermüdeten Knochen und Tischen punkten. Doch lange hält es niemand dort, schließlich spielt die Musik doch woanders. Klar doch, auf den Bühnen.
Auf der "Blue" etwa bekommt man am Nachmittag eine geballte Ladung Crossover in zünftiger 90er-Machart von LIFE OF AGONY präsentiert. Das Quartett agiert nach wie vor höchst professionell, doch irgendwie will der Funke nicht so recht überspringen. Vielleicht liegt es daran, daß zahlreiche jüngere Besucher mit seinerzeitigen Hits wie ›Through And Through‹ nicht wirklich viel anfangen können. Scheinbar aber auch mit neuem Stoff der Ostküsten-Ikone nicht wirklich, denn auch ›Meet My Maker‹ vom 2017er Dreher »A Place Where There's No More Pain« erntet - außer bei den eingeschworenen Fans im "Pit", die sich zum Kollektivhopsen versammelt haben - kaum nennenswerte Regung im Publikum. An der Performance des "gemischten Doppels" liegt es jedenfalls nicht und auch am Engagement auf der Bühne gibt es nichts zu meckern. Allerdings muß man anmerken, daß Frau Caputo bei diesem Auftritt eine gewisse Unnahbarkeit ausstrahlt und offenbar zu sehr auf den Gesang selbst fokussiert ist. Einen Tagessieg fährt die Band aber dennoch ein, nämlich jenen des geilsten Sounds. Dieser Pokal geht zu einem Großteil auf die Kappe von Bassist Alan Robert, dessen Groove sich ohrwurmmäßig im Gedächtnis festsetzt.

ARCH ENEMY [S]-Liveshot

Den 50 Minuten LIFE OF AGONY fallen Visiten bei den Ska-Punks MAD CADDIES und dem Hip-Hopper Jugo Ürdens zum Opfer, ein klein wenig Erholung ist vor der anstehenden Urgewalt namens ARCH ENEMY aber ohnehin nicht schlecht. Dabei kommt die Musik (ganz groß: ›We Will Rise‹, aber auch ›War Eternal‹ und ›Ravenous‹ werden abgefeiert als gäbe es kein Morgen!) des Quintetts nicht zuletzt aufgrund des schlicht perfekten Zusammenspiels des Duo Amott/Loomis an den Sechssaitigen an sich überaus Melodie-betont daher (und in diversen Solopassagen schwer Michael Schenker-inspiriert, doch das dürfte kaum jemand erkannt haben...). Doch sobald Sängerin Alissa White-Gluz ins Geschehen eingreift, geht es derbe zur Sache. Die junge Dame mag ein zierliches Erscheinungsbild abgeben, an Energie und Dynamik ist sie momentan wohl nur schwer zu übertreffen. Welcher Schalter in ihr sich auch immer umlegen mag, sobald Alissa eine Bühne betritt, scheint sie sich in eine Bestie zu verwandeln. Ihre Performance läßt einmal mehr daran denken, sie wäre unmittelbar zuvor in ein Wespennest geplumpst. Umwerfend! Doch selbst das ändert das nichts an de Tatsache, daß man sich an ihre brachialen Gesangsdarbietungen erst einmal gewöhnen muß und schlußendlich ihre Stimme allein den Grund für die immer noch polarisierenden Meinungen zu ARCH ENEMY darstellt.
Währenddessen animieren ALAZKA aus Recklinghausen mühelos sämtliche Schaulustigen vor der "Red Bull Stage" zum Mitmachen. Irgendwie hat man als Außenstehender zwar den Eindruck einer öffentlich angeleiteten Sportstunde mit musikalischer Untermalung beizuwohnen, doch der eigenwillige Mix aus unterschiedlichsten Zutaten (von Death Metal-Passagen über Metalcore-Breakdowns und Hardcore-Groove bis hin zu melodischen Einsprengsel und funkigen Jazz-Beats ist innerhalb weniger Minuten alles zu hören!) kommt gut an und veranlaßt Sänger Tobias zu gar euphorischen Dankeskundgebungen, ehe die Band sich vom Acker macht.
Einen solchen gibt es generell zu queren, will man denn von einer Bühne zur anderen. Dieses Unterfangen fällt aufgrund der Trocknung des Untergrunds heute zwar wesentlich leichter als am Tag davor, der dabei entstehende, dezent moderige Geruch nimmt jedoch im Verlauf des Tages immer mehr zu. Den altgedienten FestivalveteranInnen macht so etwas aber längst nichts aus. Im Gegenteil, mehrfach sind Kommentare wie "So etwas gehört zu einem Open Air einfach dazu!" zu vernehmen. Das "Nova Rock" bildet da keine Ausnahme. Aufgrund der Lage des Geländes mit Namen "Pannonia Fields II" am Rande eines Windparks im Flachland, hat man zwar mit keinerlei Anstiegen oder dergleichen zu kämpfen, ist jedoch immer wieder mal dem Wind ausgeliefert. Dadurch ergibt es sich ab und an nämlich doch, daß sich die Sounds der an sich diesbezüglich günstig voneinander getrennt ausgerichteten Bühnen gewissermaßen überschneiden.
Vor allem in der "Genuß Arena" kann man dadurch den Klängen von der "Red Bull Stage" als auch jenen von der "Blue Stage" zeitgleich lauschen. Durchaus unterhaltsam, wenn Jonathan Davis sein vergleichsweise experimentelles, von üppiger Streicheruntermalung unterstütztes Soloprogramm zur Aufführung bringt, während CRAZY TOWN bestrebt ist, vielleicht irgendwann doch den Ruf eines "One Hit Wonders" abzulegen. Ob das mit dem inzwischen zwar durchaus als "zeitlos" zu betrachtendem Crossover/Nu Metal-Mix gelingen kann? Unwahrscheinlich, zumal der Großteil der Fans das erst als Zugabe präsentierte ›Butterfly‹ von Beginn an lautstark fordert.
Eher entspannt geht es bei BAD RELIGION auf der "Red Stage" zu. Nicht unbedingt verwunderlich, sieht man doch reichlich Gesichter im Auditorium, deren Besitzer wohl schon vor mehreren Dekaden ihre Gliedmaßen bei Konzerten der Herrschaften in Bewegung gebracht haben. Der zeitlose Punkrock der Formation zieht aber nach wie vor, und so sind auch vermeintlich "Spätgeborene" im Pulk vor der Bühne zu sehen, die unkaputtbare Genre-Klassiker wie ›American Jesus‹, ›21st Century (Digital Boy)‹ sowie den ›Punk Rock Song‹ abfeiern. An der Intensität der BAD RELIGION-Songs hat sich seit Dekaden nichts verändert, ebensowenig an Greg Graffin, der uns mehrfach seine Gedanken zur aktuellen Lage von "Mutter Erde" mitteilt und gesondert die Stromerzeugung durch Windenergie in ebensolchen Parks wie hier lobend erwähnt. Ein grundsolider, unterhaltsamer und - nicht zuletzt aufgrund der spürbaren Hingabe mit der die in Würde gealterte Truppe ihre Tracks darbietet - auch in allen Belangen überzeugender Auftritt!
Dermaßen "generationsübergreifend" ist aber keineswegs alles, was es zu sehen gibt. Für große Verwunderung etwa sorgt bei der "Generation Ü40" der gewaltige Zuseherzustrom zu Leo Moracchioli, der anschließend auf der "Red Bull Stage" zu sehen ist. Daß es sich bei diesem jungen Mann um einen Norweger handelt, der durch diverse Metal-Coverversionen auf "You Tube" längst zu einer ganz großen Nummer geworden ist, hat sich eben bislang nur in der entsprechenden Generation herumgesprochen. Da leider aufgrund des definitiv größten Andrangs vor dieser Bühne am gesamten Wochenendes von weiter hinten so gut wie nichts vom Geschehen auf der Bühne zu sehen ist, muß man sich eben auf das Gehörte verlassen. Und das ist dann schlußendlich der Grund, sich bald wieder in Richtung der "Blue Stage" entfernen (Gentleman als Alternativ-Programm auf der "Red Stage" spricht meine Wenigkeit kein bißchen an). Allein die müde klingende, durchwachsene Version von ›Ghostbusters‹ läßt mich plötzlich freudig auf AVENGED SEVENFOLD warten. Weshalb ist schnell erklärt: Ich mag die schwer nach METALLICA klingenden Tracks der Amis wirklich gerne, noch mehr jedoch die Briten XENTRIX, denen man eine gewisse Affinität zu Hetfield und Co. immer schon nachsagte. Und zudem hatte die Zeit ihrer Existenz schwerstens unterbewertete britische Formation anno 1990 einen formidablen Hit mit einer - auch heute noch - absolut überzeugenden Interpretation von ›Ghostbusters‹.

AVENGED SEVENFOLD-Liveshot

Zurück zu den Amis, deren Headliner-Status im Vorfeld des Festivals für heftige Diskussion sorgt. Im Nachhinein betrachtet ist das zwar auch am verhältnismäßig überschaubaren Zuseherandrang nachzuvollziehen, an der Stimmung selbst jedoch keineswegs. Erst recht nicht an der aufwendigen Bühnenshow der Jungs, die sich offenbar nur noch von den ganz großen Namen inspirieren lassen und ein echtes Spektakel inszenieren. Feuersäulen, Pyros unterschiedlicher Art und Weise und ein mehr als nur amtlich drückender Sound untermauern die Rolle als Headliner durchaus. Und auch der Einstieg ins Geschehen mit ›The Stage‹ und ›Afterlife‹ klappt gut. Leider aber verfeuert AVENGED SEVENFOLD danach vorschnell das Pulver. ›Hail To The King‹ das, ähem, ›Enter Sandman‹ der US-Boys wäre wohl an letzter Stelle positioniert zu einem perfekten Ende geworden und hätte den Gig triumphal abgeschlossen. So aber ist - bei aller Klasse der Nummer und der Darbietung - danach irgendwie die Luft raus. Daß Gitarrero Synyster Gates ein begnadeter Saitendehner ist, weiß man, weshalb er aber im weiteren Verlauf des Sets dermaßen häufig den "Eddie Van Halen" mimen darf, weiß wohl nur er allein. Der Band tut er damit nicht wirklich einen Gefallen, ebensowenig mit den zig Duellen mit seinem Kollegen Zak Vengeance, die allesamt sofort daran denken lassen, daß man am Sonntag endlich den "echten" MAIDEN beiwohnen darf. Zwar kann Sänger M. Shadows durch eine tadellose Gesangsperformance in ›Nightmare‹ Akzente setzen, ansonsten aber agiert der Kerl als Frontmann viel zu unauffällig.
Die gegen Ende hin wieder deutlich erhöhte Anzahl an "Schaulustigen" (keine Ahnung, ob es am Ende des Sets des norwegischen "You Tube"-Helden, oder gar an THE PRODIGY liegt, die längst auf der "Red Stage" ihr Programm ge(fire-)startet haben) wirkt aber dennoch merklich zufrieden und bekommt nach ›Bat Country‹ mit ›Shepherd Of Fire‹ eine letzte "schwarze" Packung mit auf den Heimweg.
Den will das feierwütige Volk aber noch gar nicht antreten. Gut, daß man mit Otto & DIE FRIESENJUNGS einen "Late Night Act" verpflichtet hat, der weiß wie man prächtige Festival-Stimmung aufrechterhält. Dabei verläßt sich Otto aber keineswegs auf seine angestammte Funktion als Komiker, sondern hat eine überaus kompetente Begleitband mitgebracht. Die weiß in nahezu allen musikalischen Gangarten loszulegen und hat offenbar auch einen Vollprofi als Tontechniker mit. Dermaßen fett klangen die Gitarren an diesem Tag nämlich nur selten! Beim - aufgrund der inzwischen bereits erreichten Tageszeit - für viele Zuseher wohl programmatischen ›Auf dem Heimweg wird's hell‹ machen sich dann aber doch etliche Festivalgäste vom Acker, um sich für den nächsten Tag zu erholen.

''Nova Rock''-Atmoshot 3

Trotz erneut feiner Witterungsbedingungen ist am frühen Nachmittag des Samstags noch verhältnismäßig wenig los auf dem Festivalgelände. Auffällig ist jedoch, daß neben den unzähligen, bekannten "Kostümierungen" (auch wenn es wohl nicht wirklich häufig vorkommt, daß einem beim Essen ein als Elch verkleideter junger Mann auf dem Tisch gegenübersitzt, genauer gesagt diesen zum Ausruhen verwendet...), deren Besitzer sich liebend gerne ein gesamtes Festivalwochenende lang in diesen Gewändern zeigen, sich offenbar ein weiterer Trend beim jüngeren Festivalpublikum durchsetzt. So haben nicht wenige - vorwiegend weibliche - Festivalbesucher Plüschtiere (!) mit dabei, die sie gerne auch als "Flaggen" verwenden, um sich erkennbar zu machen. Doch auch in ihrer eigentlichen Funktion als Kuscheltier muß so manches - offenbar zum Großteil der Gattung "Einhorn" angehöriges Spielzeug diesen. Die teilweise recht ulkig anmutende Kombination aus Tätowierungen, typischem Metal-Outfit und einem Einhorn in der eben nicht zum Halten eines Getränks der Wahl freien Hand läßt folglich nur einen einzigen Schluß zu: Einhörner sind METAL!

TURBOBIER-Liveshot

Solche Erkenntnisse sorgen vielleicht nicht überall für Erheiterung, aber wer kann das schon von sich behaupten? Die Jungs von TURBOBIER mit Sicherheit auch nicht. Ihr derber, österreichischer Schmäh inklusive der rüden Punk/Rock-Melange wird zwar in manchen Kreisen als überaus originell bezeichnet, braucht aber wohl doch die nötige "Verständnis" von Unterhaltung (oder tatsächlich jede Menge "Promüü"?), um daran Gefallen zu finden.
Weniger polarisierend fällt da schon die Darbietung von THE LAST INTERNATIONALE währenddessen auf der "Red Stage" aus. Die Formation rund um Frontdame Delila Paz (optisch eine Mischung aus der jungen Joan Jett und Suzi Quatro) weiß mit einer minimalistisch intonierten, keineswegs aber eindimensionalen Melange aus Alternative Rock und 70er Garagen-Sounds zu gefallen. Mitunter zwar ein klein wenig melancholisch, und daher nicht zwingend für Euphorie sorgend, legt das Trio einen soliden Gig hin, der den US-AmerikanerInnen mit Sicherheit einige neue Fans beschert.
Da WE BLAME THE EMPIRE zeitgleich auf die Bretter muß, ist bei Ankunft an der "Red Bull Stage" nur noch das Ende des Auftritts der aus Oberösterreich stammenden Metalcore/Modern Metal-Formation mitzuverfolgen. Den Reaktionen der überaus zahlreichen Anwesenden nach zu schließen, scheint hier jemand ein echtes Heimspiel absolviert haben zu dürfen. Davon kann bei BARONESS leider nicht die Rede sein, die Anzahl der Interessenten hält sich nämlich zunächst mehr als nur in Grenzen. Die Darbietung selbst wirkt professionell und ambitioniert, zudem weiß die ein schmuckes ANTHRAX-Shirt tragende Gitarristin Gina Gleason mit coolem Spiel und ebensolchen Posen mächtig Eindruck zu schinden. Aber auch der bärtige John Baizley (könnte vom Optischen her durchaus mit GRAND MAGUS-JB verwandt sein) erweist sich als begnadeter Gitarrist und Sänger. Dennoch will der Mix aus Progressive, Post und Doom Metal nicht so wirklich zünden. Eventuell liegt es daran, daß BARONESS hierzulande einfach bei weitem nicht jenen Staus innehat, den die Band aus Georgia andernorts genießt.

LABRASSBANDA-Liveshot

Einen richtigen guten Namen hat sich in Österreich dagegen LABRASSBANDA längst machen können, weshalb die Formation auch Augen- und Ohrenzeugen zufolge die "Red Stage" förmlich in Flammen aufgehen läßt. Ein solcher Triumph will selbstredend auch danach entsprechend gefeiert werden, zum Leidwesen von VOLBEAT. Die Dänen fühlen sich nämlich durch den Radau der Jungs im Backstage-Bereich vor ihrem Gig gestört und bitten mehrfach darum, sich doch bitte ein wenig in Zaum zu halten.
Wären Sie doch einfach zur "Red Bull Stage" gestapft, um sich eine gehörige Portion Metal/Heavy Rock von BOON abzuholen. Zwar wirkt das Bühnengehabe des Vierers im Vergleich zur spielerischen Eleganz von BARONESS fast schon provinziell, an der Wucht des Grooves von Geschossen wie ›Red Alert‹ oder ›Rise And Fall‹ ändert das selbstredend aber nichts. Zwar ist das im breitesten ostösterreichischen Dialekt vorgetragene ›Geh weida‹ an sich nicht zwingend wortwörtlich zu verstehen, dennoch nehmen zahlreiche Besucher diesen Hinweis an und versammeln sich erwartungsfreudig vor der "Blue Stage".

BODY COUNT [US, CA]-Liveshot

Logo, schließlich ist da jemand "In Tha House", den man wahrlich nicht alle Tage zu sehen bekommt. Gefühlt sind gut 25 Jahren vergangen, seit BODY COUNT das letzte Mal so richtig auf sich aufmerksam machen konnte. Die merklich motivierte Formation ackert sich durch ein ausgewogenes Programm, allen voran Ernie C. und "Juan Of The Dead" (aka Juan Garcia) liefern eine mächtige Basis. Die Riffs klingen unglaublich präzise und messerscharf und verabreichen dem Hip Hop/Rap/Metal-Mix gehörig Druck. Keine Frage, allein diese beiden lassen den Terminus "Metal" hier definitiv gelten. Daß mit Ice-T ein nicht minder begnadeter Frontmann und Publikumsanimateur die Band anführt, läßt auch diesen Auftritt zu einer "öffentlichen Turnstunde" werden (die bei ›Cop Killer‹ und ›There Goes The Neighbourhood‹ sowie der Bandhymne ›Body Count‹ ihre Höhepunkte findet). Zwar werden nicht alle Ansagen des stimmlich überaus fitten Frontmanns auch entsprechend goutiert, als er jedoch davon erzählt, was alles auf dieser Welt eigentlich gar nicht existieren sollte, erntet der Amerikaner reichlich Zuspruch. Ebenso für den mit Stolz präsentierten Sohnemann. Auch wenn sich so mancher Vater im Publikum die Frage stellt, ob es denn wirklich notwendig ist ein Kleinkind dermaßen zur Schau zu stellen... Applaus gebührt der Truppe aber auf jeden Fall für diesen Auftritt, denn enttäuscht zeigt sich im Nachhinein niemand.

BULLET FOR MY VALENTINE-Liveshot

Von den zeitgleich mit BODY COUNT spielenden Dame (bürgerlicher Name Michael Zöttl) und ADAM ANGST ist logischerweise nichts mitbekommen. Zu dicht ist die Menschenmasse im Bereich vor der "Blue Stage", zu hoch der Lärmpegel. Geradezu Unglaubliches spielt sich dann unmittelbar nach dem Ende des BODY COUNT-Sets ab, denn der Andrang um die Plätze im "Pit" bei BULLET FOR MY VALENTINE ist schlicht unfaßbar. Im Endeffekt bleibt der Bereich bis zum Ende des Konzerttages voll, offenbar eine optimale Konstellation für die Zuseher. Und als die Jungs mit ›Don't Need You‹ und ›Over It‹ den Gig beginnen, wird schnell klar, weshalb sie eine derart gute Position im Line-up bekommen haben. Die Waliser werden nach allen Regeln der Kunst gefeiert, scheinen durch die euphorischen Reaktionen weiterhin angestachelt und geben bis zum Ende hin Vollgas. Na ja, nicht ganz, ein spontanes (?) Drumsolo scheint eher der Erholung der Musiker zu dienen, sonderlich spektakulär klingt die Vorführung nämlich nicht. Den Fans ist das aber egal, jeder einzelne Schlag wird lautstark bejubelt. Selbst Zuseher, die sich nur wenig von den zeitgemäßen Klängen von BULLET FOR MY VALENTINE angezogen fühlen, attestieren den Jungs neidlos Klasse. Und daß die Insulaner den Geschmack einer Generation punktgenau treffen, steht ebenso außer Zweifel.
Darum bemüht sich auch OCEANS ATE ALASKA, der Mix aus Technik, Breakdowns und rabiten Riff-Konstrukten wirkt aber bei weitem noch nicht "rund" genug, um Massen anziehen zu können. Der überschaubaren Meute ist das aber egal, es bewegt sich zu den abstrusen Rhythmen der UK-Rabauken in ähnlicher Manier. Sieht aus sicherer Entfernung sehr interessant aus... Ein wenig entspannter erweist sich die "Wellenbewegung" durch die gesamte Zusehermeute bei LIMP BIZKIT danach vor der "Blue Stage", schwer angesagt ist Fred Durst nebst Gefolge hierzulande nämlich trotz keiner wirklichen Charterfolge in den letzten Jahren immer noch. Zudem versteht es der Frontmann offenbar, die Massen den gesamten Gig über bei Laune zu halten, denn die einem gut besuchten Stadion ähnelnde "Welle" sieht bei ›Hot Dog‹ zu Beginn des Sets gleich aus wie beim Finale ›Take A Look Around‹.
Dazwischen geht es zur "Red Bull Stage", um sich von der vor wenigen Monaten erst gegründeten "Supergroup" POWERFLO zu überzeugen. Das schafft der Fünfer rund um CYPRESS HILL-Sänger Sen Dog, den früherer FEAR FACTORY-Basser Christian Ole Wolbers und BIOHAZARD-"Gitarrenflummi" Billy Graziadei auch ganz locker. Zwar hat man lediglich ein Programm für 45 Minuten (der Band hätten laut Programm eine gute halbe Stunde mehr zugestanden), die haben es jedoch in sich. Der Mix aus Hardcore der alten Schule, US-Punkrock-Sing-Alongs, Rap und Hip Hop kommt wahrlich mörderisch und läßt sofort an jene 90er Jahre-Heroen denken, von denen einst ganze Konzerthallen zum Hüpfen gebracht werden konnten. Graziadei ist agil wie in seinen jungen Tagen, während Kollege Wolbers den coolen Gegenpart mimt und lediglich satte Grooves aus dem Viersaiter donnern läßt. Der Mix kommt jedenfalls absolut zwingend aus den Boxen, den Rest an Animation erledigt Sen auf lässig-lockere Manier. Unglaublich allerdings, daß diese Premiere nahezu unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindet, denn es finden sich keine hundert Seelen vor dem Finale auf der "Red Bull Stage" ein. Schade für POWERFLO, aus deren Set ›How It Is‹, die die einstige Hit-Kooperation von CYPRESS HILL und BIOHAZARD heraussticht.

VOLBEAT-Liveshot

Der Tages-Headliner steht danach auf den Brettern der "Blue Stage", und VOLBEAT lassen von Beginn an erkennen, weshalb dieser Status gerechtfertigt ist. Motiviert bis in die Zehenspitzen gibt der Vierer (nach dem sympathischen ›Born To Raise Hell‹-Intro vom Band) vom Opener ›The Devil's Bleeding Crown‹ an Vollgas. Michael Poulsen ist nicht nur stimmlich in Topform, er stellt auch einmal mehr unter Beweis, ein grundsympathischer Entertainer zu sein. Auch im Umgang mit seinen Helden hat er nicht mal ansatzweise ein Problem, so weiß er sowohl Elvis Presley und Jonny Cash, aber auch SLAYER entsprechend zu würdigen. Das an die Thrash-Kings angelehnte ›Slaytan‹ erweist sich einmal mehr als absoluter Live-Brecher der Sonderklasse, und auch das bereits für das nächste Album fertiggestellte ›The Everlasting‹ wirkt vom Riffing her verdammt hart und zu Beginn sogar irgendwie ein wenig ANTHRAX-lastig. Generell läßt sich feststellen, daß die Gitarren im Vergleich zu früheren Gigs der dänisch-amerikanischen Formation knackiger und fetter klingen. Der Einfluß von Rob Caggiano scheint abermals größer geworden zu sein, was der Gesamtwirkung des Sounds guttut.
Von der tobenden und wild tanzenden Meute vor der Bühne wird jedoch jede einzelne Nummer abgefeiert, egal ob es eher entspannt zur Sache gehtwie bei ›Lola Monzez‹, oder doch gehörig gerockt wird wie zu ›Seal The Deal‹. Auffällig ist einmal mehr auch die Tatsache, daß es momentan kaum eine andere Band gibt, die von allen Generationen an Musikliebhabern gleichermaßen geschätzt wird. Die eigentlichen Genrevorlieben der Zuseher sind bei einem VOLBEAT-Gig kein Thema, wie die Band anderthalb überaus unterhaltsame Stunden lang unter Beweis stellt. Mitreißendes Rockkino für alle!

Billy Idol-Liveshot

Während sich ein großer Teil der Menschenmasse im Abschluß wahlweise in Richtung Camping-Areal oder in das riesige Partyzelt auf dem Festivalgelände begibt, um den Abend entsprechend ausklingen zu lassen, versammelt sich die noch immer konzertwütige, jedoch vergleichsweise überschaubare Meute zum Tagesabschluß vor der "Red Stage", um sich von Billy Idol unterhalten zu lassen. Der macht einen durchaus fitten Eindruck und wirkt auch stimmlich bei ›Shock To The System‹ und ›Eyes Without A Face‹ gut in Form. Auch seine Begleiter gehen motiviert zur Sache und lassen ›Cradle Of Love‹ und ›Daytime Drama‹ ordentlich zur Geltung kommen. Inwiefern es an der Stimme des eigentlichen "Chefs" selbst liegt, oder doch eher dem Ego des Gitarristen geschuldet ist, läßt sich zwar nur schwer abschätzen, Tatsache ist jedoch, daß danach die Stimmung merklich abflaut. Steve Stevens nimmt nämlich zusehends das Zepter in die Hand und kredenzt eine von Flamenco bis Heavy Rock beinhaltende Performance an seinem Arbeitsgerät. Diese ist zudem von technischen Feinheiten geprägt und entlockt wohl selbst der "Musikerpolizei" mehr als nur ein zustimmendes Lächeln. Allerdings hätte man dem guten Mann eventuell im Vorfeld mitteilen sollen, daß eine solche Vorstellung den "Party-Faktor" des Auftritts von Billy Idol gegen 1.30 Uhr morgens eher gen (genauer gesagt: "gähn") Null tendieren läßt. Dadurch verwundert es kaum, daß sich das Gelände mit Fortdauer der Vorstellung, die zu diesem Zeitpunkt eher unter dem Titel "Steve Stevens feat. Billy Idol" hätte geführt werden sollen, merklich leert. Irgendwie schade, da wär' nämlich bestimmt noch viel mehr drin gewesen. Sei's drum, enttäuscht begibt sich nach diesem Festivaltag dennoch kein einziger Zuseher vom Acker.

''Nova Rock''-Atmoshot 4

Der Sonntag, der letzte Festivaltag, wird traditionellerweise von einem zünftigen Frühschoppen von der örtlichen Musikvereinigung WENDI'S BÖHMISCHE BLASMUSIK (kein Fehler unsererseits - schreiben sich tatsächlich mit Deppenapostroph - sg) auf der "Red Stage" eröffnet. Der ist Augenzeugen zu Folge einmal mehr bestens besucht und wird wohl auch in Zukunft als Fixpunkt im Programm bleiben. Absolut nachvollziehbar, zumal sich unzählige "Nova-Rocker" auch danach im Bereich vor der Bühne aufhalten und eigentlichen Einstieg ins Tagesprogramm mit LESS THAN JAKE und ENTER SHIKARI zelebrieren.

PASSENGER-Liveshot

Für perfektes Relax-Feeling sorgt danach Passenger, der mit seinen politisch motivierten Ansagen und Songs ein wenig an Bob Dylan und andere Folk/Rock/Singer-Songwriter der "Woodstock"-Generation erinnert. Gut möglich, daß die Programmzusammenstellung am Sonntag darauf ausgerichtet ist, mehr "familiäres" Flair auf dem Gelände zu verbreiten, auffällig ist jedenfalls, daß an diesem Tag tatsächlich vermehrt Eltern mit Kindern unterwegs sind. Ebenso interessant ist jedoch auch festzustellen, daß in dieser, der definitiv jüngsten Altersgruppe nicht ein einziges Einhorn mit zum Festival gebracht wird. Woran das wieder liegt? Nachforschungen zum Thema sind jedenfalls bereits eingeleitet...
Doch auch völlig unabhängig davon ist das "Nova Rock" keine schlechte Wahl für den Sonntagsausflug, schließlich gibt es radio-tauglichen Pop-Punk von BILLY TALENT und danach Mainstream-Rock von SUNRISE AVENUE zu hören. Während die erstgenannten ein klein wenig mit vom Wind verursachten Soundproblemen zu kämpfen haben und auch deshalb eher verhaltene Resonanz ernten, da ihre Songs nicht ganz so geläufig sind, geht es bei den finnischen Chart-Breakern gehörig zur Sache.

SUNRISE AVENUE-Liveshot

Zwar kann die Band mit allseits geläufigen Nettigkeiten wie ›Heartbreak Century‹ oder ›Fairytale Gone Bad‹ alleine für Stimmung sorgen, der offenbar besonders gutgelaunte Samu Haber kann darüber hinaus aber noch zusätzlich Bonuspunkte durch unterhaltsame Ansagen und Publikums-Animation sammeln. Mit ›Hollywood Hills‹ beenden SUNRISE AVENUE schließlich nicht nur diesen Auftritt, sondern auch das Tages-Programm auf der "Red Stage".
Da am letzten Festivaltag auf der "Red Bull Stage" generell kein Betrieb mehr ist (warum eigentlich nicht?), kommt es zu wesentlich kürzeren "Wanderungen" im Laufe des Tages. Den "Highway To Hell" von der "Red" zur "Blue Stage" nimmt man als vorwiegend an Metal interessierter Zuseher aber doch mehrere Male auf sich. Doch das keineswegs nur deshalb, weil mit IRON MAIDEN als Tages-Headliner das Highlight als Festivalabschluß ansteht.

THE RAVEN AGE-Liveshot

Bereits einige Stunden davor begibt sich eine ganze Menge an Fans in den kurz zuvor aus logistischen Gründen noch abgesperrten Bereich, um der ersten der beiden Supportbands des ersten Teils der "Legacy Of The Beast"-Tour zuzusehen. Zwar wird es einmal mehr diverse kritische Stimme geben, die der Meinung sind, THE RAVEN AGE hätte nur deshalb diese Chance, weil George Harris, einer der beiden Gitarristen, der Sohn von Steve Harris ist. Die Leistung des Fünfers kann aber selbst durch solche Unterstellungen nicht geschmälert werden, denn die Briten wissen, die Spielzeit perfekt zu nutzen und sorgen für eine kurzweilige halbe Stunde. Vor allem ›Promised Land‹ und die aktuelle Single ›Surrogate‹ kommen gut an, die inzwischen durchaus routiniert wirkende Formation beweist dabei ihre Kompetenz, melodischen Metal der "alten Schule" mit der modernen Gangart zu verquicken. Zudem steht mit Matt James ein Sänger in den Reihen der Band, der über eine ausdrucksstarke Stimme verfügt und durch einen facettenreichen Vortrag gefällt. Die derben Growls überläßt er jedoch Bassist Matt Cox, der ohne mit der Wimper zu zucken dabei sein tiefstes Innerstes förmlich auskotzt. Respekt!
Ebenso mit auf der erwähnten MAIDEN-Tournee sind KILLSWITCH ENGAGE, die jedoch wohl auch ohne diesen "Bonus" gefeiert würden, schließlich zählt die Band seit längerer Zeit schon beim "Nova Rock" zu den gerngesehenen Gästen. Von daher ist der Andrang vor der Bühne nachvollziehbar und wird von der Band auch mit einer dementsprechenden Leistung quittiert. Bevor der Headliner die Bretter entern, will noch schnell mal Nahrung aufgenommen werden, schließlich will man ja nichts versäumen.
Da IRON MAIDEN obendrein inzwischen zu jener Kategorie Bands zählt, die man sich quasi bei jeder sich bietenden Chance ansehen muß, um ja nicht danach von Gewissensbissen geplagt zu sein, etwas versäumt zu haben, ist diesbezüglich natürlich eine gewisse Dringlichkeit zu verspüren. Ebenso eine gewisse Anspannung ob des anstehenden Ereignisses.
Als jedoch mit nur kurzer Verspätung ›Doctor, Doctor‹ als Intro vom Band kommt und die Band nach der ›Churchhill's Speech‹ mit ›Aces High‹ vor entsprechender Flugzeugkulisse die Bühne entert, ist eine Art erlösendes Gefühl zu bemerken. Zwar ist der Sound zu Beginn durchaus verbesserungswürdig, die Energie und Dynamik, mit der allein Bruce Dickinson über die Bretter rast, merzt diese Scharte aber problemlos aus. Da sich der Klang auch relativ rasch bessert, steht dem weiteren Spektakel rein gar nichts mehr im Weg, was auch die Band so angedacht hat und nach ›Where Eagles Dare‹ ein nicht minder bejubeltes ›2 Minutes To Midnight‹ folgen läßt. Vor ›The Clansman‹ gibt Bruce zunächst den Geschichtslehrer und weiht die Unwissenden in die Hintergründe dieser Nummer ein, vergißt dabei aber auch nicht sich bei kolportierten 50.000 Zusehern an jenem Tag zu bedanken. Seine Karriere als Fechter kommt ihm in dieser Nummer sehr zugute, der Kampf mit "Eddie" wirkt dadurch nämlich wesentlich authentischer, als ob nur jemand so tun würde, als könnte er mit Waffen dieser Art umgehen.
Danach, so Mister Dickinson, man möge es ihm und seine Kollegen verzeihen, würde nur noch wenig gesprochen, denn das Motto "Let The Music Do The Talking" soll den Auftritt regieren. Kein Problem, zumal die Fans die Nummern ohnehin auswendig können und sowohl ›The Trooper‹ (die hingebungsvoll von Bruce geschwenkte österreichische Fahne kommt wohl nur ganz selten anmutiger rüber!) als auch ›Revelations‹ stimmgewaltig unterstützt absolviert werden können. Auf der Bühne hat man inzwischen das "Legacy Of The Beast"-Motiv als Hintergrund gewählt. Es sieht in der Tat prächtig aus wie die einzelnen Kathedralen-Fenster in unterschiedlichsten Farben erstrahlen. Bruce erhält danach nicht nur die Chance, sich erneut umzukleiden, sondern auch ein klein wenig Zeit um zu verschnaufen. Im fast zehnminütigen, von seinen ausgiebigen Instrumentalpassagen geprägten ›For The Greater Good Of God‹ steht das Rampenlicht somit den Kollegen Smith, Murray und Gers zur Verfügung.
Woher auch immer die kritischen Stimmen Jannick Gers gegenüber kommen mögen, an diesem Abend besteht kein Grund dafür. So wirkt er selbst noch agiler als gewohnt, und zudem ist sein Arbeitsgerät klar und deutlich zu vernehmen. Bei ›The Wicker Man‹ ist der Sänger dann aber wieder voll im Geschehen, auch das ursprünglich von Blaze Bailey eingesungene ›Sign Of The Cross‹ bewältigt der bald 60-jährige Frontmann souverän. Die dafür benötigte Stimmlage kommt ihm sehr entgegen, bei Tracks wie ›Flight Of Icarus‹ dagegen ist zu bemerken, daß er die Höhen einfach nicht mehr in jener Manier erreicht wie früher. Das jedoch ist aufgrund seiner bewältigten Krebserkrankung nicht nur nachvollziehbar, sondern nicht einmal weiter der Rede wert, zumal er mit seinem dunklen Timbre in ›Fear Of The Dark‹ immer noch allen Anwesenden eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen vermag.
Den Refrain hätte sich Bruce sogar ganz verkneifen können, hier übernimmt das euphorisierte Publikum die Arbeit und stellt mit Stimmgewalt auch bei ›The Number Of The Beast‹ unter Beweis, weshalb man eigentlich vor Ort ist. Zwar endet mit einer furiosen Intonation von ›Iron Maiden‹ nach knapp anderthalb Stunden das Spektakel vorerst, lange läßt sich das Sextett aber nicht bitten, um dem "Nova Rock"-Festival mit ›The Evil That Men Do‹, ›Hallowed Be Thy Name‹ sowie ›Run To The Hills‹ ein mehr als würdiges Ende zu bereiten. Mit ›Always Look On The Bright Side Of Life‹ vom Band ist die Sause dann endgültig finalisiert, das Publikum jedoch keineswegs festivalmüde, erst recht nicht von der 2018er Ausgabe des größten Rockfestivals der Alpenrepublik.
Im Gegenteil, schon auf dem Weg in Richtung Parkplatz sind diverse Gespräche zu Themen wie "Was wir im nächsten Jahr nicht vergessen dürfen" und "Wunsch-Headliner" zu vernehmen. Auch meine Wenigkeit betätigt sich schon mal ganz ungeniert daran und kräht ein kurzes, unmißverständliches "A E R O S M I T H" in den Nachthimmel. Doch wer auch immer neben DIE ÄRZTE, die bereits am zweiten Festivaltag für das kommende Jahr als Headliner bekanntgegeben werden, die Plätze an der "Sonne" des Billings besetzen wird, sofern es sich irgendwie einrichten läßt, bin ich gerne wieder am Start. Ob ich dann mit (oder eventuell sogar auf!) meinem eigenen Einhorn angedüst komme, kann ich aber noch nicht versprechen...

https://www.novarock.at/


Walter Scheurer

Photos: David Bitzan


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