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”UNDERGROUND EMPIRE 6”-Datasheet

Contents:  WILD DOGS-''Remember''-Artikel

Date:  12.03.1992 (created), 21.06.2011 (revisited), 06.11.2016 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 6

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue still available, order here!

Comment:

Es ist bekannt, daß in Deen Castronovo ein späterer "Promi" bei WILD DOGS aktiv war, doch es wurden noch einige andere bekannte Musiker bei der Combo durchgereicht: So waren unter anderem auch Pete Holmes oder Jamie St. James bei WILD DOGS aktiv gewesen. Die entsprechenden Details kann man sehr schön der USMetal.com-Seite von Matt McCourt entnehmen. So sehr man es ihm als Gründungsmitglied zugutehalten muß, daß er heute die Erinnerung an WILD DOGS am Leben erhält, muß man eben doch sagen, daß das einzige Album ohne seine Beteiligung, nämlich »Reign Of Terror«, schlicht meilenweit aus dem Gesamtwerk der Band heraussticht, was unter anderem auch an dem deutlich besseren Gesang von Michael Furlong liegt. Kein Wunder also, daß seinerzeit kaum jemand euphorisch reagierte, als Matt die WILD DOGS wiederbelebte.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

Titel: Remember
Dekolinie

WILD DOGS-Logo

Als 1983 als dritte SHRAPNEL-Veröffentlichung das selbstbetitelte Debut von den WILD DOGS, erschien, so war man sich sicher, daß hier ein neuer Stern am Power Metal-Himmel geboren worden war, dem Großes bevorstand. 1981 hatten die WILD DOGS schon ihr erstes Demo veröffentlicht, und alle fünf Songs waren auf dem Debut zu finden, wobei ›The Tonight Show‹ 1982 noch auf dem »US-Metal II«-Sampler Platz fand. Ein weiterer Song vom Debut, das etwas aktuellere ›Never Gonna Stop‹ folgte auf »US-Metal III«. Die Scheibe war wirklich ein beachtliches Debut, von dem eine Menge Energie rüberkam, auch wenn man deutlich merkte, daß noch mehr in der Band steckte. Dementsprechend gebannt wartete man auf den nächsten Schritt der Band, doch ein weiteres 5-Song-Demo, noch im gleichen Jahr veröffentlicht, ließ erste Befürchtungen zu, daß der Nachfolger wohl doch nicht so krachermäßig werden würde. So ging LP Nummer 2 »Mans Best Friend« auch mehr in die softe Richtung und konnte nicht diese Power vermitteln wie sein Vorgänger. Daher will ich diese Scheibe recht flott übergehen, aber eigentlich nur, um den Platz für die dritte Scheibe der WILD DOGS zur Verfügung zu haben. 1987 erschien sie, »Reign Of Terror«, und blies mich auf Anhieb aus den Socken. Die geballte Wucht, die von dieser bescheidenen Rille rüberkommt, ist mit menschlichen Maßstäben nicht zu messen! Die Umbesetzungen waren den WILD DOGS wahrlich gut bekommen. Besonders der neue Sänger Michael Furlong hat am Hyperdampf der Scheibe einen entscheidenden Anteil. Er ist ohne jegliche Zweifel einfach der brillanteste Schreihals neben Udo Dirkschneider! Nachdem ich in den letzten Jahren schon so die ein oder andere Platte gehört habe, könnte ich mich an keinen Sänger erinnern, der diese Aggressivität rübergebracht hätte. Vom ersten bis zum letzten Ton ist diese Platte ein Power Metal-Unwetter mit endlos schreienden Gitarren, einem Sänger, mit den erwähnten Qualitäten eines rasenden wilden Hundes und einer Rhythmsection, bei der jeder Schlag ins Schwarze trifft. Für mich rangiert diese Scheibe seit mittlerweile fünf Jahren als Dauergast in meiner Top Ten der Power Metal-Klassiker. Wer von der Power dieser Platte nicht mitgerissen wird, hat nichts von Feeling des Heavy Metal verstanden!

Das Ende des Liedes ist leider bei solchen Bands immer das gleiche: nix, aber auch rein gar nix hörte man von der Band in der Folgezeit. Mein kläglicher Versuch vor einigen Monaten, brieflich WILD DOGS zu kontakten, kam mit einem trockenen Kommentar der US-Post zurück, der da lautete "P.O. Box closed. Return to sender". Es ist einfach wie immer, und wir müssen uns wohl erneut damit abfinden, daß mal wieder eine göttliche Band heimlich, still und leise über den Jordan gegangen ist, Ignoranz und sonstigen bürokratischen Kleinkrämereien zum Opfer gefallen ist und wir lediglich in Form von »Reign Of Terror« eine Hinterlassenschaft haben, die sich gewaschen hat!


Stefan Glas


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